Weitere Zukäufe möglich: Fresenius strotzt vor Kraft
Fresenius hat ein ordentliches Jahresergebnis für 2011 vorgelegt. Die Hessen fühlen sich auch für das laufende Geschäftsjahr gut gerüstet. Laut Konzernchef Schneider könnte es zu weiteren Zukäufen kommen. Momentan will Fresenius Rhön-Klinikum erwerben.
Der sieht sich auch nachder angekündigten Milliarden-Offerte für den fränkischen Konkurrenten Rhön-Klinikumfinanziell stark genug für weitere Zukäufe. "Wenn Gelegenheiten kommen, dannmöchten wir flexibel sein. Das haben wir auch dieses Mal in unserem Finanzierungskonzeptberücksichtigt", sagte Vorstandschef Ulf Schneider der "Euro am Sonntag".Das Dax-Unternehmen geht allerdings davon aus, dass die Profitabilität des Gesamtkonzernsnach dem Deal zurückgeht.
"Rein rechnerisch ist es so, dass durch die Verstärkungdes Krankenhausgeschäfts die durchschnittliche Ebit-Marge des Konzerns sinkt",sagte Schneider. Er betonte zugleich die gute Kapitalrendite und das vergleichsweiseniedrige Risiko des Krankenhausgeschäfts. Fresenius will mindestens 90 Prozent derRhön-Aktien übernehmen.
"Wenn es nicht zu den 90 Prozent reicht, dann wirddas Angebot hinfällig", sagte Schneider. Nach Angaben aus Kreisen schnürendie Hessen ein Paket von 5 Milliarden Euro. Im Zusammenschluss mit der Fresenius-KliniktochterHelios entstünde der mit Abstand größte private Klinikkonzern Deutschlands.
Nach jüngst veröffentlichten Zahlen rechnet Freseniusdamit, dass das Konzernergebnis in diesem Jahr um 12 bis 15 Prozent steigen undder Umsatz um 10 bis 13 Prozent über dem Wert aus 2011 liegen wird. Für das ersteQuartal bestätigte Fresenius einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro (plus 13 Prozent)und ein Konzernergebnis von 200 Millionen Euro (plus 18 Prozent).
Quelle: n-tv.de