Mega-Dividende für US-Steuerzahler: Freddie Mac zahlt zurück
Schon allein der Name führt Experten gedanklich weit zurück bis in die Anfangstage der Finanzkrise: Der US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac schiebt sich Quartal für Quartal wieder zurück in Richtung Normalität. Restlos abbezahlt ist die Staatshilfe noch lange nicht.
Der HypothekenfinanziererFreddie Mac kommt erstmals seit einem Jahr wieder ohne staatliche Finanzhilfen aus. Das Unternehmen erzielte eigenen Angaben zufolge im zweiten Quartal einenGewinn von drei Milliarden Dollar.
Ein Jahr zuvor hatte Freddie Mac bereits 577 Mio. Dollar verdient. DemFinanzministerium kann das Institut nun wie vereinbart eine Dividende von 1,8 Mrd. Dollar überweisen.
Seit der staatlichen Übernahme hat Freddie Mac insgesamt Steuergelder in einer Größenordnung von etwa 72,3 Mrd. Dollar verschlungen. Der Konzern hat mittlerweile immerhin 20Mrd. Dollar an das Finanzministerium zurückgezahlt.
Gemäß der Übernahmevereinbarungmuss Freddie Mac - sofern möglich - jedes Quartal eine Dividendenzahlung von zehn Prozentder Kreditsumme an den Staat überweisen.
Freddie Mac erklärte, dass die vor der Finanzkrise in großen Mengen ausgegebenenminderwertigen Hypotheken einen immer geringeren Teil der Bilanz ausmachen und deshalbVerluste in diesem Bereich immer weniger zu Buche schlagen.
Kurz nach Ausbruch der Finanzkrise in den Vereinigten Staaten musste die US-Regierung den Konzern komplett aus Steuermitteln stützen, um eine verhängnisvolle Kettenreaktion im Hypothekenmarkt zu verhindern.
Anders als im Fall der Investmentbank wenige später hätte ein Zusammenbruch im Sommer 2008 nicht nur die weltweite Finanzbranche erschüttert, sondern auch zu unmittelbaren Schockwillen im ohnehin fragilen US-Häusermarkt geführt.
Quelle: n-tv.de