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Donnerstag, 12. August 2010

Credit-Suisse-Kunden angeschrieben

Fragen zum Geschäftsgebaren

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft will im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Schweizer Großbank Credit Suisse wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung so einiges von den Kunden wissen. "Wurde bei den Gesprächen direkt oder gegebenenfalls zwischen den Zeilen angesprochen, dass die anzulegenden Vermögenswerte nicht versteuert werden sollten?", lautet eine der 24 Fragen.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft verlangt von 1500 Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse Auskunft zum Geschäftsgebaren der Bank. Die Kunden hätten als Zeugen einen Bogen mit 24 Fragen erhalten, bestätigte Behördensprecher Nils Bußee einen Bericht der Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger". Als Zeugen sind sie verpflichtet, wahrheitsgemäß und vollständig zu antworten. Hintergrund sind die Ermittlungen gegen Bank-Mitarbeiter wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Die Personalien wurden der Staatsanwaltschaft von der Finanzverwaltung übermittelt. Alle Angeschriebenen hatten dort Selbstanzeige erstattet, also mitgeteilt, dass sie noch Steuern nachzuzahlen hätten. Die Ermittler wollen unter anderem wissen, wie der Kunde mit der Bank ins Geschäft kam, welche Konten er besaß, wie sie verwaltet wurden und welche Bank-Mitarbeiter in Erscheinung traten. "Wurde bei den Gesprächen direkt oder gegebenenfalls zwischen den Zeilen angesprochen, dass die anzulegenden Vermögenswerte nicht versteuert werden sollten?", heißt eine Frage der Ermittler.

Anfang Juli hatten 150 Ermittler sämtliche deutschen Credit- Suisse-Filialen durchsucht. Die deutschen Staatsanwaltschaften ermitteln gegen mehr als 1000 mutmaßliche Steuersünder, die ihr Geld in die Schweiz geschafft und die Erträge nicht versteuert haben sollen. Credit-Suisse-Mitarbeiter sollen ihnen dabei geholfen haben. Deswegen wird auch gegen bislang unbekannte Mitarbeiter der Bank ermittelt.

Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuersünder auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte.

dpa

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