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Dienstag, 22. Dezember 2009

Massiver Stellenabbau

Ford bittet zu gehen

Der US-Autobauer Ford will auf seinem Heimatmarkt massiv Personal abbauen. Mehrere zehntausend Mitarbeiter erhalten kurz vor Weihnachten Post mit zum Teil saftigen Angeboten.

Beschauliche Zentrale in Dearborn, Michigan: "Wir haben einen Überschuss an Beschäftigten."

Beschauliche Zentrale in Dearborn, Michigan: "Wir haben einen Überschuss an Beschäftigten."
(Foto: REUTERS)

Das Unternehmen bot am Montag 41.000 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern Abfindungen oder Frühverrentung an, um seine Kosten zu senken und 2011 wieder Gewinn zu machen.

Die Angebote für vorzeitiges Ausscheiden aus der Firma belaufen sich je nach Betriebszugehörigkeit auf bis zu 70.000 Dollar. "Trotz Verbesserung unserer Geschäftslage haben wir einen Überschuss an Beschäftigten", sagte Firmensprecher Mark Truby zur Begründung.

Als einziger der drei großen US-Autobauer kam Ford im abgelaufenen Jahr ohne staatliche Hilfen oder Insolvenzverfahren über die Runden. Seine relative Stärke macht es dem Unternehmen jedoch schwer, die Automobilarbeitergewerkschaft UAW zu Konzessionen zu bewegen. So lehnten die organisierten Beschäftigten im November Änderungen am bestehenden Tarifvertrag ab, die Kostensenkungen vorgesehen hatten.

Bereits im ersten Halbjahr hatte Ford seinen Arbeitern Abfindungen offeriert. Von dem Angebot machten im Juli etwa 1000 Beschäftigte Gebrauch.

mmo/rts

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