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Montag, 08. Februar 2010

Gefahr eines "Dominoeffekts

"EU muss Griechen retten"

Keine Euro-Anleihen, dafür offene Zuschüsse aus dem EU-Haushalt: So müsse die Gemeinschaft Griechenland retten, sagt Ifo-Chef Sinn. Ansonsten droht eine Kettenreaktion.

Ifo-Chef Sinn warnt: Ohne EU-Hilfen für Griechenland droht ein Dominoeffekt.
(Foto: picture alliance / dpa)

Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat sich für eine Unterstützung Griechenlands durch die Europäische Union ausgesprochen. "Die EU muss Griechenland retten, weil es sonst Dominoeffekte gibt", sagte er dem "Handelsblatt". "Wenn Griechenland nicht gerettet würde, schwände das Vertrauen in Irlands Bonität, und es gäbe vielleicht kein Halten mehr. Schließlich würden auch Italien, Spanien und Portugal wackeln." Wenn ein Land nach dem anderen in die Insolvenz geriete, dann wäre der Euro am Ende.

Der Ökonom sprach sich dafür aus, Griechenland mit offenen Zuschüssen aus dem EU-Haushalt zu retten. Die viel diskutierten Euro-Anleihen, gemeinsam begeben von den Euro-Ländern, würden nur die Zinslasten der starken Länder wie Deutschland auf intransparente Weise erhöhen, sagte er. Die Europäische Investitionsbank und die Europäische Zentralbank sollten sich vollständig heraushalten.

"Strenge Auflagen"

Auf jeden Fall müsse die Hilfe für Griechenland an strenge Auflagen geknüpft werden, "die richtig weh tun", verlangte Sinn. Sonst würden sich andere Krisenländer nicht genug anstrengen, ihre Probleme selbst zu lösen.

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DJ

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