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Freitag, 29. Oktober 2010

Barbara Böttcher im Gespräch

"EU-Gipfel ohne großen Wurf"

Mit der Einigung auf eine EU-Vertragsänderung ist der Anfang zu mehr Stabilität in der Währungsunion gemacht. Nun müsse man das umsetzen. "Besser als man das in der Vergangenheit getan hat", sagt Barbara Böttcher von der Deutschen Bank. Noch sei das Ganze "kein großer Wurf".

Barbara Böttcher, Deutsche Bank Research

Barbara Böttcher, Deutsche Bank Research

Der EU-Gipfel hat die Voraussetzungen für eine stabilere Währungsunion geschaffen. Der "ganz große Wurf" sei dabei aber nicht herausgekommen, sagt Barbara Böttcher von Deutsche Bank Research in einem Interview für telebörse.de. "Es ist aber sicherlich ein größerer Wurf."

Der Gipfel hatte mit mehreren Vorschlägen die Weichen dafür gestellt, künftig erstmals private Gläubiger wie Banken und Fonds in die Bewältigung von Schuldenkrisen wie in Griechenland einzubeziehen. Dies war eine der beiden zentralen Forderungen Deutschlands an den Gipfel. Ziel ist es, einen "dauerhaften Krisenmechanismus" zu verankern und damit den Euro vor den Auswirkungen künftiger Schuldenkrisen zu schützen.

Nicht nur vorschlagen, auch umsetzen

Laut Böttcher haben die Staats- und Regierungschef damit "zumindest die Voraussetzung für eine größere Stabilität in der Währungsunion" geschaffen. "Natürlich muss man das jetzt auch umsetzen. Besser als man das in der Vergangenheit getan hat", fordert Böttcher. Sie sei aber der Meinung, dass die Politik aus ihren Fehlern aus der Krise gelernt habe und jetzt "versuchen wird, die Dinge die sie beschlossen hat, auch umzusetzen".

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