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Dienstag, 02. Februar 2010

"Von der Aufsicht befreien"

Dramatischer Appell in Athen

Angesichts der finanziellen Lage seines Landes versucht der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou, eine möglichst breite Basis für seine Sanierungsanstrengungen zu gewinnen. Wenn der Versuch scheitert, droht Griechenland in einer Welle an Streiks zu versinken.

De facto die Hoheit über den eigenen Haushalt verloren: Giorgos Papandreou.

De facto die Hoheit über den eigenen Haushalt verloren: Giorgos Papandreou.
(Foto: REUTERS)

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will angesichts der dramatischen Finanzlage seines Landes alle politischen Kräfte Griechenlands in die Pflicht nehmen. Dazu lud er für Dienstagnachmittag alle Parteivorsitzenden zu Gesprächen ein.

In getrennten Treffen werde er sie informieren und sie auffordern, Einfluss auf die Gesellschaft und die Gewerkschaften zu nehmen, damit das Land nicht in einer Welle von Streiks versinkt, berichteten griechische Medien.

Papandreou hatte am Vorabend in einer Rede im Parlament an die Griechen appelliert, nicht zu streiken, sondern am Kampf, die Ausgaben zu zügeln, teilzunehmen.

"Ich rufe alle auf, die Reihen zu schließen", sagte Papandreou. "Wir werden das Land wieder in ruhige Gewässer führen. Voraussetzung, uns von der Aufsicht zu befreien, ist, Ordnung im Land zu schaffen. Streiks und Straßenblockaden bringen nichts."

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia hatte Anfang der Woche deutlich gemacht, dass der Athener Haushalt de facto unter EU-Aufsicht gestellt wird, um ein neues Schuldenfiasko zu verhindern. Griechenland hat über 300 Mrd. Euro Schulden.

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dpa

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