23.05.2012 18:54 Uhr Frankfurt 17:54 Uhr London 12:54 Uhr New York 01:54 Uhr Tokio
Suche
Nachrichten

Donnerstag, 07. Januar 2010

Ende 2011 bei alter Stärke

DIW mit höherer Prognose

:

(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland kann nach Ansicht der Konjunkturforscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bereits Ende nächsten Jahres zur alten Wirtschaftsstärke zurückkehren.

Das Berliner Institut rechnet in seiner Prognose für 2010 und 2011 mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von jeweils rund zwei Prozent. Gegen Ende 2011 wird seinen Angaben zufolge das Vorkrisenniveau von Mitte 2008 wieder erreicht. Damit sind die Berliner Forscher optimistischer als viele andere Experten, die erst für 2012 oder 2013 damit rechnen.

Die deutsche Volkswirtschaft hat laut DIW seit dem zweiten Quartal 2009 bereits gut ein Fünftel des vorangegangenen Produktionsausfalls aufgeholt. Der Arbeitsmarkt werde die Folgen der Krise aber noch stärker zu spüren bekommen: Die Zahl der Arbeitslosen wird nach der Prognose des DIW im kommenden Jahr auf voraussichtlich mehr als vier Millionen steigen. Die schwere Wirtschaftskrise halten die Berliner Forscher daher trotz der wirtschaftlichen Aufholjagd noch nicht für ausgestanden: "An den Folgen werden wir noch lange zu tragen haben", warnte DIW-Präsident Klaus Zimmermann.

Video
DIW rechnet mit Wachstum
Arbeitslosenzahlen steigen auch
Mediathek

Schwächere Exportdynamik

Nach Auffassung der DIW-Experten wird die Konjunktur hierzulande vor allem von der Nachfrage im Inland gestützt. Für die Exporte sei zumindest für 2010 nur mit einer schwachen Entwicklung zu rechnen. "Tatsächlich dürfte Deutschland nicht in gewohntem Maße von der Erholung des Welthandels profitieren - die Dynamik der Exporte wird bis Ende 2010 schwächer sein als die des Welthandels", sagte DIW-Konjunkturexperte Christian Dreger. Grund dafür sei die Spezialisierung der deutschen Exporte auf Maschinen und andere Investitionsgüter, für die derzeit nur geringe Nachfrage bestehe. Erst 2011 dürfte die deutsche Ausfuhr wieder im Gleichklang mit dem Welthandel wachsen.

Die staatliche Neuverschuldung werde 2010 und 2011 insgesamt rund 240 Milliarden Euro betragen. Für weitere Steuersenkungen sieht das DIW keinen Spielraum. So würden die Einnahmen des Staates aus Steuern, Sozialbeiträgen und sonstigen Abgaben bis 2011 auch ohne weitere Steuersenkungen bis 2011 auf 42,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung sinken. Dies sei der niedrigste Wert seit 2001, teilte das Institut weiter mit.

wne/rts

Artikel versenden

Ende 2011 bei alter Stärke: DIW mit höherer Prognose

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.