Kräftiger Schluck aus der Pulle: Coca-Cola wächst
Durstige Kehlen überwiegend in den Schwellenländern bescheren Coca-Cola im abgelaufenen Quartal einen ordentlichen Gewinn. Auch künftig setzt Coca-Cola auf steigende Verkäufe seiner Erfrischungsgetränke. Auf dem Heimatmarkt USA muss sich der Konzern auf einen Frontalangriff des Konkurrenten PepsiCo einstellen.
Coca-Cola hat im ersten Quartal dank der weltweit wachsenden Nachfrage nach Erfrischungsgetränken mehr verdient und umgesetzt. Der Umsatz des US-Getränkeriesen legte um 6 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn stieg um 8 Prozent auf 2,05 Milliarden Dollar, was einem Ergebnis je Aktie von 0,89 Dollar entspricht. Analysten hatten mit 0,87 Dollar Gewinn bei Erlösen von 10,8 Milliarden Dollar gerechnet.
Coca-Cola konnte weltweit zulegen, besonders kräftig aber in Schwellenländern wie Indien und China. Während sich der globale Absatz um 5 Prozent verbesserte, lag das Plus in Indien bei satten 20 Prozent. In China verkaufte der Pepsi-Rivale 9 Prozent mehr, in Nordamerika waren es zwei Prozent. Die Verkäufe legten in allen nichtalkoholischen Getränkegruppen zu, die Coca-Cola anbietet.
Auch künftig setzt Coca-Cola auf steigende Verkäufe seiner Erfrischungsgetränke. Dadurch sollen auch die anhaltend hohen Rohstoffkosten mit ausgeglichen werden. Das Unternehmen musste für Rohstoffe wie Plastik für Flaschen und Mais für Süßungsmittel zuletzt immer tiefer in die Tasche greifen, die Margen kamen unter Druck. So fiel die Bruttomarge im ersten Quartal auf 61 von 62,5 Prozent.
PepsiCo macht Betrieb
Coca-Cola hat zuletzt viel Geld in Zukäufe gesteckt. Mehrere vormals unabhängige Getränkeabfüller wurden in den Konzernverbund geholt. Coca-Cola verspricht sich davon steigende Absätze. Im Oktober vergangenen Jahres kaufte der Brausegigant die Great Plains Coca-Cola Bottling Co für rund 360 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor zahlte der Konzern 12,3 Milliarden Dollar für den größten Abfüller Nordamerikas.
Im Heimatmarkt USA muss sich Coca-Cola künftig wärmer anziehen. Der Erzrivale PepsiCo bläst zum Großangriff. Der Hersteller von Gatorade und Lipton-Eistee will in diesem Jahr bis zu 600 Millionen US-Dollar mehr in Marketing und Werbung vor allem in Nordamerika stecken. Hier war die Flaggschiff-Marke Pepsi auf Platz drei der beliebtesten Erfrischungsgetränke hinter Coca-Cola und Diet Coke des Rivalen aus Atlanta zurückgefallen.
Quelle: n-tv.de