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Donnerstag, 14. Januar 2010

Geldpolitik nicht so streng wie erwartet

Chinas Zentralbank überrascht

Chinas Börsen profitierten von der Entscheidung der Notenbank.
(Foto: REUTERS)

China hat die Rendite seiner dreimonatigen Staatsanleihen überraschend unverändert gegenüber der Vorwoche gelassen. Die Notenbank PBOC bot die Papiere am Donnerstag mit einem Aufschlag von 1,3684 Prozent an. Erwartet waren 1,4 Prozent und damit eine Steigerung um vier Basispunkte. Händler werteten den Schritt als Atempause bei der zuletzt signalisierten Straffung der Politik des billigen Geldes.

Die Renditen der Anleihen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr fielen nach der Auktion der PBOC um etwa fünf Basispunkte. "Das heutige Ergebnis könnte zeigen, dass die Zentralbank ihre Maßnahmen vorerst für ausreichend hält, die Kreditvergabe unter Kontrolle zu halten", sagte ein Händler in Shanghai. Die Sorgen der Anleger hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik der chinesischen Zentralbank hätten etwas nachgelassen, hieß es in Shanghai. Die Entscheidung der Zentralbank signalisiere, dass Peking auf vorsichtige Weise die Inflation in den Griff bekommen und gleichzeitig das Wachstum fördern möchte. 

"Die Anhebung der Mindestreserveanforderungen kam zwar überraschend früh, aber die Wahrscheinlichkeit einer aggressiveren Geldpolitik ist kurzfristig gering, solange die Lebensmittelpreise nicht kräftig anziehen", kommentierte ein Analyst von Shenyin Wanguo Securities.

rts/DJ

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