Mittwoch, 01. Februar 2012
Chinas Industrie ist unerwartet gut ins Jahr gestartet. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor legte um 0,2 auf 50,5 Punkte zu, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Experten hatten mit einem Rückgang auf 49,5 Punkte gerechnet. Bei Werten über 50 Punkten signalisiert das Barometer Wachstum.
"Es deutet daraufhin, dass sich die Industrie wegen der Unterstützung seitens der Fiskal- und Geldpolitik etwas stabilisiert", sagte Analyst Li-Gang Liu von ANZ in Hongkong. Die Industrie könnte zu einer weicheren Landung ansetzen als von Pessimisten wegen der globalen Konjunkturabkühlung befürchtet.
Der Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie der Großbank HSBC stieg leicht um 0,1 auf 48,8 Zähler. Dieses Barometer blieb zwar unter der 50-Punkte-Marke, signalisierte aber die geringste Schrumpfung seit drei Monaten.
Die Volksrepublik ist im vergangenen Jahr erneut der größte Goldproduzent weltweit gewesen. Die Produktion des Edelmetalls sei 2011 um 5,9 Prozent auf knapp 361 Tonnen gestiegen, berichtete am Dienstag die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Zahlen des chinesischen Goldverbands. Der Wert von an der Börse in Shanghai gehandelten Goldprodukten stieg demnach um über 50 Prozent auf 2,48 Billionen Yuan (298 Milliarden Euro).
China hatte Südafrika 2007 als größten Goldproduzenten überholt. Die Volksrepublik ist auch weltgrößter Verbraucher des Edelmetalls. Der Goldpreis kletterte 2011 den Angaben zufolge um zehn Prozent in die Höhe, nach einem Plus von 30 Prozent im Jahr zuvor.
rts/AFP