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Freitag, 30. Oktober 2009

Die Not ist zu groß

CIT nimmt Geld von Icahn

Carl Icahn

Carl Icahn
(Foto: REUTERS)

Neue Entwicklung beim von der Pleite bedrohten US-Finanzierer CIT: Der für die US-Wirtschaft enorm wichtige Mittelstandsfinanzierer hat sich mit dem aggressiven US-Investor Carl Icahn auf eine Milliardenspritze samt Rettungsplan geeinigt. Zuvor hatte CIT alle Angebote des Milliardärs stets scharf zurückgewiesen.

Allerdings gehen Beobachter dennoch weiter von einer geordneten Insolvenz des Finanzierers aus. In dem sogenannten "Chapter 11"-Verfahren will CIT Altlasten abwerfen und den Neustart schaffen. Der Insolvenzantrag sei für diesen Sonntag oder den frühen Montagmorgen geplant, zitierte das "Wall Street Journal" Insider.

CIT ist durch die Finanzkrise und Managementfehler ins Trudeln geraten. Ein Insolvenzverfahren wäre die größte Pleite eines US-Finanzhauses seit dem Aus der Investmentbank Lehman Brothers vor gut einem Jahr.

Icahn stellt CIT zunächst eine Mrd. Dollar bereit, falls ein vor wenigen Tagen von anderen Investoren gewährter Kredit über 4,5 Mrd. Dollar nicht ausreicht. Das Geld könne dann auch Teil der Finanzierung für eine geordnete Insolvenz sein, teilte die Gesellschaft mit.

Zuvor war ein Angebot an die CIT-Gläubiger zur Umschuldung ausgelaufen. Das Ergebnis stand zunächst nicht fest, die nötige Mehrheit galt aber am Markt als unwahrscheinlich.

Der Finanzierer versorgt rund eine Mio. US-Unternehmen mit Krediten. CIT ist aber auch im Geschäft mit dem Leasing und der Finanzierung von Flugzeugen und Güterwaggons tätig.

wne/dpa

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