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Donnerstag, 07. Januar 2010

Millionenfaches Kartendebakel

Bundesbank fordert "Maßnahmen"

Angesichts des peinlichen Debakels um fehlerhafte EC- und Kreditkarten meldet sich nun auch die Deutsche Bundesbank zu Wort: Die Experten werfen der Kreditwirtschaft schwere Versäumnisse vor. Ein Massenaustausch der betroffenen Karten könnte die Probleme lösen.

Nicht bereit für 2010: Chips von Gemalto stören den Zahlungsverkehr.

Nicht bereit für 2010: Chips von Gemalto stören den Zahlungsverkehr.
(Foto: picture alliance / dpa)

Die Branche müsse "ihre Informationspolitik verbessern", sagte das für den Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Zentralbank, Hans Georg Fabritius, dem "Handelsblatt". Er forderte die Banken auf, "Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass ein Problem dieser Größenordnung künftig nicht mehr auftreten kann". Zudem sei eine "sorgfältige Fehleranalyse" nötig, um die Karten wieder vollständig funktionsfähig zu machen.

Seit Jahresbeginn haben zahlreiche deutsche Bank- und Sparkassenkunden Probleme beim Bezahlen oder Geldabheben mit ihrer EC- oder Kreditkarte. Grund ist ein Software-Fehler auf einem Computerchip auf den Karten, der zur Folge hat, dass die Jahreszahl 2010 nicht verarbeitet werden kann.

Gebühren für fehlerhafte Karten

Betroffen von dem Problem sind Branchenangaben zufolge mindestens 30 Mio. Karten. Ein Massenaustausch könnte das Problem aus Sicht der Kunden schnell und einfach beheben, wäre aber für die Kartenanbieter mit erheblichen Kosten verbunden.

Aus Kreisen der Kreidtwirtschaft heißt es, ein Massenaustausch sei derzeit nicht geplant. Die Banken suchen wie der niederländische Chipkartenhersteller Gemalto nach anderen Wegen der Fehlerbehebung.

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mmo/AFP

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