Freitag, 09. Juli 2010
Zuschlag für EADS und Partner?
Berlin verschmäht Patriots
Bei der Suche nach einem Abwehrsystem, das Deutschland vor Gefahren aus der Luft schützen kann, zeichnet sich eine Niederlage für den Patriot-Hersteller Raytheon ab.
Erprobtes System: Die Amerikaner haben mit den Patriots einen entscheidenden Vorteil - die Raketen sind einsatzbereit.
(Foto: [picture-alliance/ dpa])
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Das Verteidigungsministerium setzt in der Debatte über die milliardenschwere Erneuerung der deutschen Raketenabwehr auf das System Meads und nicht auf das Konkurrenzprodukt Patriot.
Die verbleibenden Entwicklungsrisiken bei Meads seien bekannt, vertretbar und beherrschbar, schreibt das Ministerium in einem eigentlich vertraulichen Bericht an den Haushaltsausschuss.
Sollten auch die Programmpartner USA und Italien zu einer positiven Bewertung von Meads kommen, stelle das Patriot-System des US-Konzerns Raytheon "voraussichtlich weder wirtschaftlich noch operationell eine sinnvolle Alternative dar".
An der Entwicklung von Meads sind Lockheed Martin, EADS, BAE Systems und Finmeccanica beteiligt.
So ungefähr soll das mal aussehen: Mobile Abschussrampen für "Meads" stehen in einem Waldgelände, eine Rakete (Bildmitte) wird gerade abgefeuert (undatierte Computergrafik).
(Foto: [picture-alliance/ dpa/dpaweb])
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
mmo/rts