Marktberichte

Arbeitsmarkt und Einzelhandel: Wall Street sucht die Richtung

Die US-Börsen können sich kurz vorm Wochenende nicht so recht entscheiden: Während die Standardtitel schwächeln, können Technologiewerte leicht zulegen. Einig sind sich Anleger und Händler allerdings, dass die Arbeitsmarktdaten am Freitag die weitere Richtung vorgeben werden.

(Foto: REUTERS)

Die Börsen in New York haben am Donnerstag keinen klaren Trend gezeigt. Während schwache Einzelhandelswerte die Standardtitel an der Wall Street belasteten, waren unter den Technologiewerten an der Nasdaq freundliche Kurse zu verzeichnen.

Anleger hielten sich vor den mit Spannung erwarteten offiziellen Zahlen des US-Arbeitsministeriums zum Arbeitsmarkt zurück, nachdem von jüngsten Konjunkturdaten keine klaren Impulse mehr ausgingen. Überraschend gute Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP hatten schon am Vortag mehr Zuversicht auf eine nachhaltige Belebung der US- Wirtschaft unter die Anleger gebracht..

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,2 Prozent auf 11.697 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 1273 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq dagegen erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2709 Stellen.

Arbeitsmarkt bleibt im Fokus

Viele Analysten an der Wall Street konzentrierten sich bereits auf den Arbeitsmarkt-Monatsbericht, der am Freitag veröffentlicht werden sollte und am Markt mit großer Spannung erwartet wurde. "Wir denken, die Zahlen morgen werden die derzeitige Erholung stützen und größeren Schwung in die Wirtschaft bringen", sagte Analyst Zach Pandl von Nomura Securities. Eine Erholung des Arbeitsmarktes gilt als Schlüssel für das Schicksal der konsumlastigen US-Wirtschaft und damit auch für die Firmengewinne.

Hightech und Energie

Einige Technologiewerte profitierten davon, dass sich Microsoft von dem Chiphersteller Intel abwendet und eine Allianz mit dem Rivalen ARM bildet. ARM konnten vorübergehend davon profitieren. ARM-Scheine notierten nach anfänglichen Gewinnen knapp im Minus, während Intel-Aktien rund ein Prozent nachgaben.

Dagegen lastete der fallende Ölpreis auf Energie-Aktien. Die Papiere von BP notierten etwa 0,5 Prozent schwächer, nachdem die US-Regierung ihren Bericht über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko veröffentlicht hatte. Auch andere Energiewerte gaben im Zuge des fallenden Ölpreises nach. Der S&P Energie-Index fiel deshalb um knapp ein Prozent.

Einzelhändler nicht gefragt

Unter den Einzelhändlern gehörten die Titel des Discounters Target zu den größten Verlierern, da sie rund sieben Prozent an Wert verloren. Macy's-Papiere büßten rund vier Prozent ein, während der S&P-Einzelhandelsindex rund 1,5 Prozent nachgab. Die Schwäche des Sektors sei "überraschend und beunruhigend", sagte Walter Todd von Greenwood Capital Associates. Es gebe jedoch Anzeichen dafür, dass der Rückgang vor allem dem Wetter geschuldet und damit kein Warnzeichen für eine längere Flaute in dem Sektor sei.

Quelle: n-tv.de