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(Foto: AP)
Mittwoch, 05. Juli 2017

Tesla schwer unter Druck: Wall Street hält sich auf hohem Niveau

Während der Dow Jones etwas nachgibt, treiben starke Tech-Werte vor allem die Nasdaq nach oben. Der schwache Ölpreis zieht Energieaktien wiederum nach unten. Besonders hart erwischt es jedoch die Papiere von Tesla.

Die Wall Street hat freundlich geschlossen. Aktien von Energiekonzernen standen angesichts des kräftigen Ölpreis-Rückgangs unter Druck, Technologiefirmen wie die Chiphersteller AMD, Micron und Nvidia legten hingegen zu.

Der Dow-Jones-Index schloss minimal tiefer bei 21.478 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,15 Prozent auf 2432 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent auf 6150 Stellen. Am Dienstag waren die US-Börsen geschlossen geblieben. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent fester aus dem Handel.

Wenig Auswirkungen auf den Handelsverlauf hatte die Veröffentlichung der Protokolle der Juni-Zinssitzung der US-Notenbank. Demnach macht die hartnäckig niedrige Inflation der Fed mit Blick auf die angepeilte weitere Zinserhöhung in diesem Jahr zusehends Kopfschmerzen. Einige Währungshüter befürchten, dass sich der als zu niedrig empfundene Preisdruck verfestigen könnte. Die meisten Führungsmitglieder sind aber der Meinung, dass sich aus den jüngst relativ niedrig ausgefallenen Inflationsraten noch kein Trend ableiten lässt.

Tesla brechen ein

Tesla sackten um 7,2 Prozent auf 327 Dollar ab. Der Elektroauto-Hersteller hatte am Montag erklärt, sein Absatzziel im ersten Halbjahr nur knapp erreicht zu haben. Am Mittwoch senkte Goldman Sachs ihr Tesla-Kurziel auf 180 Dollar und behielt die Empfehlung "verkaufen" bei.

Aktien von Vantiv verloren 2,4 Prozent. Der US-Zahlungsabwickler kauft für 10 Milliarden Dollar den britischen Rivalen Worldpay. Dessen Papiere sackten um neun Prozent ab, nachdem sie am Dienstag im Zuge von Spekulationen über einen Bieterkampf noch 25 Prozent zugelegt hatten.

Öl-Aktien sinken mit Ölpreis

Öl verbilligte sich um rund vier Prozent pro Fass. Auslöser dafür waren Berechnungen, wonach die Opec-Länder im Juni mehr Öl als im Mai ausgeführt haben. An der Wall Street verloren Aktien von Exxon und  Chevron gaben je 1,5 Prozent nach.

Schwer unter Druck standen auch Aktien von Autoteile-Händlern. Grund waren schwache Quartalszahlen des Anbieters O'Reilly. Dessen Papiere brachen um 19 Prozent ein und zogen auch Advance Auto Parts und Autozone mit nach unten, die elf beziehungsweise 9,6 Prozent nachgaben. Analyst Seth Basham von Wedbush sagte, die Firmen litten darunter, dass Kunden mit eher geringem Einkommen angesichts steigender Gesundheits,- Wohnungs- und Kreditkosten weniger Geld hätten. Zudem halte sich die Kundengruppe der Einwanderer wegen der Unsicherheit über die Politik von Präsident Donald Trump zurück.

Quelle: n-tv.de

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