Donnerstag, 18. Februar 2010
Arbeitslosenzahlen erschrecken
Wall Street erwartet Minus
Nach der jüngsten starken Erholung dürften die US-Aktienmärkte mit Verlusten in den Handel gehen. Die vor Börsenstart veröffentlichten Konjunkturdaten fielen eher mau aus.
So stiegen in den USA die Erzeugerpreise im Januar mit 1,4 Prozent sowie die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit +31.000 stärker als erwartet. Später warten Anleger noch auf den Sammelindex der Frühindikatoren und den neuesten Philly Fed Index.
Gegen 14.45 Uhr verlor der Future auf den Dow Jones 0,41 Prozent. Am Mittwoch hatte der US-Leitindex seine deutlichen Kursgewinne vom Dienstag um 0,39 Prozent auf 10.309,24 Punkte ausgebaut. Der Nasdaq-100-Future büßte 0,25 Prozent ein. Am Vortag hatte der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex weitere 0,49 Prozent auf 1.810,86 Punkte dazu gewonnen.
Auf Unternehmensseite stehen die Aktien von Wal-Mart Stores im Fokus. Der weltgrößte Einzelhändler ist zwar weiter gut im Geschäft. Allerdings schätzt der Konzern die Entwicklung im laufenden Jahr weniger optimistisch ein als die meisten Analysten. Im Schlussquartal verzeichnete der Konzern vor allem im Ausland Wachstum. Das Geschäft im Heimatmarkt lief dagegen schleppend. Vorbörslich gaben Wal-Mart-Anteilsscheine entsprechend nach.
Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) legte bereits am Vorabend nach US-Börsenschluss seine Zahlen vor. Die starke Nachfrage nach neuer Hardware und Dienstleistungen trieb Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal derart an, dass das Management die Ziele für das Gesamtjahr anhob. HP schlage sich besser als der Markt, sagte Konzernchef Mark Hurd und Experten sprachen von starken Zahlen. Papiere von Hewlett-Packard gewannen im vorbörslichen Handel dazu. Die Computerverkäufe waren zuletzt branchenweit stark angestiegen. Auch andere Technologie-Schwergewichte wie IBM oder Intel präsentierten sich bärenstark. Am Donnerstag nach US-Börsenschluss legt noch HP-Erzrivale Dell seine Bilanz vor.
Ferner sollten Anleger einen Blick auf Amazon.com und den BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) werfen. Viele Blackberry-Nutzer in den USA können ab sofort elektronische Bücher des weltgrößten Internethändlers Amazon auf ihren Smartphones lesen. Die nötige Software stehe kostenlos zur Verfügung, teilte Amazon mit. Damit öffnet sich die komplette Bibliothek für das elektronische Lesegerät "Kindle" - mehr als 420.000 zumeist englischsprachige Bücher und Zeitschriften. Nutzer von iPhone und iPod touch von Apple können die "Kindle"-Bücher bereits auf ihren mobilen Geräten lesen.
DJ
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