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Marktberichte

Donnerstag, 26. August 2010

Freude hält nicht lange

US-Börsen machen schlapp

Die US-Börsen verbuchen erneut Verluste. Der Dow Jones schließt erstmals seit Anfang Juli wieder unter der 10.000-Punkte-Marke. Erneut trüben Sorgen über die konjunkturelle Lage in den Vereinigten Staaten die anfangs freundliche Stimmung.

Zum Schluss ging es wieder bergab.

Zum Schluss ging es wieder bergab.
(Foto: AP)

Positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt haben den New Yorker Börsen am Donnerstag keinen nachhaltigen Schwung verleihen können. Die Indizes drehten nach einer positiven Eröffnung ins Minus. Der überraschend deutliche Rückgang bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe konnte den Anlegern die Furcht vor einem erneuten Abdriften in die Rezession nicht dauerhaft nehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank um 0,7 Prozent unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke auf 9985 Zähler. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 9968 und 10.104 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,8 Prozent auf 1047 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 1,1 Prozent niedriger bei 2118 Stellen.

Nach den enttäuschenden Konjunkturdaten der vergangenen Woche seien die Arbeitsmarktzahlen zwar eine gewisse Entlastung, sagte Peter Boockvar von Miller Tabak. "Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Zahl der Anträge für diesen Zeitpunkt der Wirtschaftserholung sehr hoch ist." Der Arbeitsmarkt bleibe träge - und die Unternehmen gingen kaum das Risiko von Neuanstellungen ein. In den USA sind das besonders schlechte Nachrichten, gilt die Lage am Arbeitsmarkt doch als wichtiger Indikator für den US-Konsum, der etwa zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht.

In der Woche zum 21. August stellten nach Angabe des US-Arbeitsministeriums 473.000 Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, das sind 31.000 weniger als in der Vorwoche. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 490.000 gerechnet. Im Vierwochen-Schnitt lag die Zahl der Erstanträge jedoch mit 486.750 so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr.

Gespannt warteten Anleger auf eine für Freitag angesetzte Rede von Notenbankchef Ben Bernanke. Der Markt erhofft sich davon Aufschlüsse darüber, wie die Fed die künftige Konjunkturentwicklung einschätzt. Es wird jedoch nicht erwartet, dass Bernanke Hinweise gibt, ob die Bank mehr Geld in die Wirtschaft pumpen wird, um die Erholung zu unterstützen.

Auf der Unternehmensseite gaben Aktien von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche sowie Konsumgüterherstellern wie Kraft Foods nach. Technologiepapiere wurden ebenfalls tiefer gehandelt. Aktien von Cisco Systems gaben 2,4 Prozent nach, Intel-Scheine verloren 1,6 Prozent.

Bei den fallenden Energiewerten standen besonders Papiere von Kohleunternehmen auf der Verliererseite. Händler zogen sich zurück, nachdem der Preis für Erdgas auf den tiefsten Stand seit elf Monaten gefallen war. Papiere von Massey Energy sackten mehr als vier Prozent ab.

Im Blickpunkt stand wieder einmal die Übernahmeschlacht um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR. Die Computerhersteller Dell und Hewlett-Packard bieten um das Unternehmen, die Angebotssumme liegt bei rund 1,6 Milliarden Dollar. 3PAR-Titel gaben 2,7 Prozent nach. Dell- und HP-Aktien verloren leicht um 0,3, beziehungsweise 0,1 Prozent.

rts

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