Montag, 08. März 2010
AIG im Blick
US-Börsen kaum verändert erwartet
Die New Yorker Aktienmärkte werden nach den deutlichen Gewinnen in der vergangenen Woche am Montag kaum verändert erwartet. "Da heute keine wichtigen Daten erwartet werden, sollte es recht ruhig bleiben", sagte ein Händler. Möglich sei im Handelsverlauf aber auch eine Fortsetzung der Rally, nachdem der angeschlagene US-Versicherer AIG sein Tochterunternehmen Alico verkauft hat. Am Freitag hatten überraschend positiv ausgefallene Arbeitsmarktdaten den wichtigsten US-Indizes einen weiteren Schub nach oben gegeben.
Gegen 14.40 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones mit 0,02 Prozent im Plus. Am Freitag hatte der US-Leitindex mit einem Plus von 1,17 Prozent auf 10.566,20 Punkten geschlossen und im Wochenvergleich 2,33 Prozent zugelegt. Der Nasdaq-100-Future stieg am Montag um 0,11 Prozent. Am Freitag hatte er 1,55 Prozent auf 1.888,56 Punkte gewonnen.
Die Boeing-Aktien dürften nach einem Großauftrag aus der Türkei zulegen. Die Fluggesellschaft Turkish Airlines hat 20 Flugzeuge der Typen 737-800 und 737-900 beim Flugzeugbauer bestellt. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe in zweistelliger Prozenthöhe üblich.
Wie zuvor spekuliert hat der staatlich gestützte Versicherungskonzern American International Group (AIG) seine Lebensversicherungstochter Alico an den heimischen Wettbewerber Metlife verkauft. Der Preis beträgt 15,5 Milliarden Dollar. 6,8 Milliarden Dollar davon fließen in bar und gehen direkt an den Staat. Für weitere rund 8,7 Milliarden Dollar bekam AIG Aktien und andere Vermögenswerte von Metlife, die über kurz oder lang ebenfalls zu Geld gemacht werden sollen.
Die Nasdaq OMX Group gab einen Zukauf bekannt, ohne finanzielle Details zu nennen. Die transatlantische Börse erwarb am vergangenen Mittwoch das Abwicklungsgeschäft der North American Energy Credit and Clearing Corp. (NECC) für den Strom- und Gasmarkt.
Das Biotech-Unternehmen Biogen Idec hat gemeinsam mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche die Entwicklung des Wirkstoffs Ocrelizumab bei rheumatoider Arthritis wegen Sicherheitsrisiken vorläufig gestoppt.
Stahlwerte dürften von Analystenkommentaren bewegt werden: Eine Studie von Goldman Sachs zu United States Steel (US Steel) und AK Steel dürfte diese beiden Stahlaktien in den Fokus rücken. Während Analyst Sal Tharani AK Steel von "Buy" auf "Neutral" senkte, da die Aktie inzwischen nahe an seinem Kursziel von 26,00 Dollar notiere, hob er US Steel von "Neutral" auf "Buy" und das Kursziel von 55,00 auf 70,00 Dollar. Die Rohstoffpreise, angeführt von den Alteisenpreisen, stiegen wieder kontinuierlich, argumentierte Tharani. In Kürze dürften die Preise für Eisenerz und Kokskohle folgen und die dann höheren Stahlpreise stützen. Stahlhersteller mit aufeinander aufbauenden Produktionsstufen (vertikale Integration) wie US Steel dürften hiervon am meisten profitieren. Keybanc hob zudem Steel Dynamics von "Hold" auf "Buy".
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