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Im Zeichen der Geldpolitik: US-Börsen im Plus

Die Wall Street geht mit Gewinnen aus dem Handel. Das liegt unter anderem an Goldman Sachs.

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Die Wall Street hat am Dienstagfester geschlossen. Für Zuversicht sorgte die US-Investmentbank Goldman Sachs, dietrotz eines Gewinnrückgangs mehr verdiente als von Analysten erwartet. Auch vonCoca-Cola kamen überraschend freundliche Zahlen. Vorübergehend trübte sich die Stimmungetwas ein, weil US-Notenbankchef Ben Bernanke in einer Anhörung entgegen den Erwartungenkeine konkreten Hinweise auf neue milliardenschwere Wertpapierkäufe der Fed gab.Weithin wird davon ausgegangen, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockernwird, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen.

Der Dow-Jones-Index derStandardwerte schloss 0,6 Prozent fester mit 12.805 Punkten. Im Verlauf pendelteer zwischen 12.645 und 12.829 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,7 Prozent auf 1363 Zähler, der Composite-Index der TechnologiebörseNasdaq um 0,5 Prozent auf 2910 Stellen.

Bernanke gab bei der halbjährlichenAnhörung vor dem Bankenausschuss des Senats keine konkreten Hinweise auf neue Maßnahmender Fed. Er sagte aber, man sei grundsätzlich bereit, die schwache Konjunktur undden lahmenden Arbeitsmarkt in den USA zu stützen. Vor der Anhörung war spekuliertworden, Bernanke könnte eine dritte Runde von Anleihekäufen (QE3) andeuten. DieFed hat im Laufe der vergangenen knapp fünf Jahre ihren Leitzins auf null gekapptund für 2,3 Billionen Dollar Staatsanleihen und andere Wertpapiere gekauft. "BernankesErklärung bedeutet, dass er erneut tätig werden wird, wenn sich die Wirtschaftslageverschlechtert", sagte Bruce Bittles, Chef-Investmentstratege bei Robert W.Baird & Co. "Er hat sein Pulver noch nicht verschossen."

Bei den Einzelwerten legten Aktien von Goldman Sachs 0,3 Prozent zu. Die Bank hattedas zweite Quartal mit einem überraschend hohen Gewinn abgeschlossen. Coca Colastiegen 1,6 Prozent. Der Getränkekonzern hat seinen Umsatz um vier Prozent gesteigert.Aktien von Johnson & Johnson stiegen um 0,8 Prozent, obwohl der Pharmakonzerneinen Umsatzrückgang im Quartal vermeldete und seine Erwartungen an das Gesamtjahrkappte.

Abwärts ging es mit Papierenvon Yahoo, die 0,3 Prozent nachgaben. Bei dem angeschlagenen Internet-Pionier übernimmtdie bisherige Google-Managerin Marissa Mayer mit sofortiger Wirkung das Ruder. NachBörsenschluss wollte das Unternehmen zudem Geschäftszahlen vorlegen.

Quelle: n-tv.de