Dienstag, 09. Februar 2010
Hoffnungen auf Griechenland-Hilfe
Dow über 10.000 Punkten
Der Dow Jones ist getrieben von Hoffnungen auf Stützungsmaßnahmen für Griechenland wieder über 10 000 Punkte geklettert. Kreisen zufolge kann Griechenland auf Hilfe der anderen Euro-Länder hoffen. Wie aus Koalitionskreisen verlautete, würden von den Regierungen und Notenbanken der Euro-Länder verschiedene Möglichkeiten erörtert, darunter auch bilaterale Hilfen. Die Probleme des schwer mit Schulden beladenen Griechenland hatten in den vergangenen Tagen auf der Stimmung an der Wall Street gelastet. Industrietitel profitierten am Dienstag darüber hinaus von einer positiven Analystenäußerung.
Der Dow Jones gewann 1,5 Prozent auf 10.058,64 Zähler. Für den S&P-500-Index ging es um 1,3 Prozent auf 1070,52 Punkte hoch. An der Nasdaq legte der Composite-Index um 1,1 Prozent auf 2150,87 Punkte zu.
Morgan Stanley hatte den Industriesektor auf "Attractive" hoch gestuft. Die Kurse der zugehörigen Titel hätten "spürbar mehr Aufwärtspotenzial" als die anderen Papiere des S&P 500. Im Rahmen ihrer Analyse hoben die Experten zudem die Bewertung für Aktien von Caterpillar um zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight" an. Die Papiere des Baumaschinenherstellers sprangen daraufhin um 5,4 Prozent US-Dollar nach oben und waren damit bester Wert im Dow Jones.
In der Spitzengruppe befanden sich auch Coca-Cola mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent. Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller hatte im Schlussquartal 2009 den Gewinn um 55 Prozent zum Vorjahr auf 1,5 Mrd. Dollar gesteigert. Der Umsatz hatte um 5 Prozent auf 7,5 Mrd. Dollar zugelegt. Börsianer sahen die Ergebnisse "im Rahmen der Analystenerwartungen", der Umsatz sei etwas besser gewesen.
McDonald's legten nur um unterdurchschnittliche 1 0Prozent zu. Die Schnellrestaurantkette hatte den Umsatz auf vergleichbarer Fläche im Januar um 2,6 Prozent gesteigert. Im Heimatland USA waren die Erlöse allerdings um 0,7 Prozent gefallen.
Im Nasdaq 100 stürzten Electronic Arts mit einem Abschlag von 8,7 Prozent auf den letzten Indexplatz ab. Nicht einmal zu Weihnachten hatten sich die in der Wirtschaftskrise eingebrochenen Verkäufe des Computerspiel-Entwicklers erholt. Zwar hatte der Konzern im dritten Geschäftsquartal seine Verluste dank eines strikten Sparkurses eingrenzen können. Doch nachhaltige schwarze Zahlen seien keine in Sicht. Branchenkenner hatten hingegen auf eine Erholung gewettet.
Aktien von Luftfahrtgesellschaften reagierten auf starke Verkehrszahlen von United Airlines mit deutlichen Kursaufschlägen. Die positive Entwicklung im Januar habe den Optimismus der Anleger angefacht, sagten Händler. Titel der United-Airlines-Mutter UAL sprangen um 17,5 Prozent nach oben. Papiere der American-Airlines-Mutter AMR legten um 13,8 Prozent auf zu. US-Airways-Aktien gewannen 8,6 Prozent.
dpa
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