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Konjunkturschock aus Fernost: US-Börsen hängen durch

Chinas Exportwirtschaft zieht mit einer schwachen Monatsbilanz auch an den US-Aktienmärkten die Kurse nach unten. Investoren fürchten durch den überraschend negativen Trend globale Wachstumsfolgen und hoffen auf Interventionen der Notenbanken, auch in Europa.

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Enttäuschende Wirtschaftszahlenaus China haben die Wall Street zum Wochenschluss belastet, auch wenn Dow &Co in einem Schlussspurt zulegten. Das Börsendebüt von Manchester United konntedabei kein Glanzlicht setzen. Der Aktienkurs des englischen Fußball-Rekordmeistersbewegte sich am Freitag kaum vom Fleck.

Der Dow-Jones-Index derStandardwerte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 13.208 Punkten aus dem Handel.Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,2 Prozent auf 1406 Zähler zu. Der Indexder Technologiebörse Nasdaq stieg marginal auf 3021 Punkte.

Die chinesischen Exportewaren im Juli im Vorjahresvergleich nur um ein Prozent gestiegen. Das ist der schwächsteZuwachs seit Januar und weniger als von Volkswirten erwartet. Analysten setzen nundarauf, dass die chinesische Zentralbank die Wirtschaft wieder stärker ankurbelt.

"Die Daten waren nichtschlecht, sie waren entsetzlich", sagte Investmentstratege Paul Mendelsohnvon Windham Financial Services. Sie dürften den Markt wahrscheinlich eine Weiledrosseln, fügte er hinzu. "Chinas Exportproblem ist ein externes Problem, eshat mit Europa zu tun", erläuterte Mendelsohn. Daher wollten die Investorennun auch ziemlich schnell von der Europäischen Zentralbank Schritte zur Bekämpfungder Schuldenkrise und Stützung der Wirtschaft sehen.

Ermutigt von einem zuversichtlichstimmenden Ausblick kauften Anleger in Scharen die Anteilsscheine von J.C. Penney.Die Titel schnellten an der Wall Street in der Spitze um 11,2 Prozent nach oben,nachdem sie im vorbörslichen Geschäft noch um sieben Prozent gefallen waren. DieKaufhauskette hat im zweiten Quartal zwar einen Umsatzeinbruch von 22 Prozent verzeichnetund einen überraschend hohen Verlust eingefahren. Das Management sprach aber vonersten Anzeichen einer Geschäftserholung, nachdem es die Preisstrategie komplettumgestellt hatte.

Die Yahoo-Titel rutschten dagegen um 5,3 Prozent ab. Der angeschlagene Internetkonzernwill seine Pläne für den milliardenschweren Erlös aus dem Verkauf eines Anteilsan dem chinesischen Online-Unternehmen Alibaba überdenken. Bislang war geplant,dass der Großteil des Erlöses den Anteilseignern zugutekommen soll.

Der Kurs des Blackberry-Herstellers Research In Motion (RIM) zog dagegen an derNasdaq um über sechs Prozent an. Einem Medienbericht zufolge will IBM das Firmenkundengeschäftdes kanadischen Konzerns kaufen.

Manchester United erlitt am ersten Handelstag eine Schlappe. Der Traditionsclubmusste die Anleger mit einem Abschlag zum Kauf seiner Anteile überreden und hatdeshalb deutlich weniger eingenommen als erhofft. Die ManU-Aktie hielt sich nurknapp über dem Ausgabepreis von 14 Dollar. Eigentlich sollten die Papiere zwischen16 und 20 Dollar an Investoren abgegeben werden. Damit bringt der größte Börsengangeines Sportvereins mit 233,2 Millionen Dollar ManU und der Eigner-Familie Glazerrund 100 Millionen weniger ein als erhofft.

Quelle: n-tv.de