Dienstag, 09. Februar 2010
Schwächerer Dollar mit Folgen
Rohstoffpreise ziehen an
Der Ölpreis ist am Dienstag wieder über 72 Dollar gestiegen. Ein Treiber war Händlern zufolge ein etwas schwächerer Dollar - wodurch der Rohstoff für Inhaber anderer Währungen günstiger wurde. Daneben sorgte aber auch das wieder kältere Winterwetter in Teilen der USA und Europas für eine steigende Nachfrage. Hoffnung verbanden Investoren auch mit dem informellen EU-Gipfel am Donnerstag. Händlern zufolge setzten sie auf konkrete Hilfsmaßnahmen für finanziell klamme EU-Staaten.
Das Fass WTI verteuerte sich um 40 Cent auf 72,29 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete 70,63 Dollar und damit 52 Cent mehr als im späten Vortagesgeschäft.
Auch die Metallpreise ziehen an. Der Goldpreis kletterte um 0,5 Prozent auf 1067,95 US-Dollar. Händlern zufolge stieg die Nachfrage nach dem Edelmetall im Gegenzug zu einem etwas nachgebenden Dollar. "Nach dem freien Fall am Freitag hat sich der Markt gestern konsolidiert, und heute wird in einer Spanne von 1050 bis 1075 Dollar gehandelt", sagte Händler Afshin Nabavi von MKS Finance. "Die physische Nachfrage aus dem Nahen Osten und Indien ist nach wie vor hoch, insofern ist der Markt ganz gut unterstützt." Am Mittag kostete die Feinunze Gold mit 1067,95 Dollar 0,5 Prozent mehr als am Vorabend.
Nach dem Preisrückgang in der vergangenen Woche hat sich auch Kupfer etwas verteuert. Die Tonne des Industriemetalls kostete 6500 Dollar nach 6450 Dollar im späten Vortagesgeschäft. Am Freitag waren zeitweise nur 6225 Dollar gezahlt worden - so wenig wie zuletzt Mitte Oktober. Händler führten auch diesen Preisanstieg zum einen auf einen etwas nachgebenden Dollar zurück. Es seien aber auch Schnäppchenjäger unterwegs, die das aktuelle Niveau zum Einstieg nutzten.
rts
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