Intel und IBM enttäuschen: Minuszeichen an Wall Street
Nach den kräftigen Zugewinnen des Vortages verzeichnen die US-Börsen am Mittwoch Verluste. Die Quartalszahlen der Technologieschwergewichte Intel und IBM kommen bei den Anlegern nicht gut an. Der Dow Jones behauptet sich allerdings oberhalb der Marke von 13.000 Punkten.
Die US-Börsen haben sich am Mittwoch nach der Vortagsrallyschwächer präsentiert. Einige Anleger nahmen Gewinne mit, andere warteten die weitereEntwicklung in der Bilanzsaison zunächst ab. Zudem enttäuschten die Quartalszahlender Technologieschwergewichte Intel und IBM.
Der Dow-Jones-Indexder Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 13.032 Punkten. Im Handelsverlaufbewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.027 und 13.114 Stellen. Der breitergefasste S&P-500 fiel 0,4 Prozentauf 1385 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,4 Prozent niedriger bei 3031 Punkten.
Intel-Aktiengaben rund zwei Prozent nach. Der weltgrößte Chipkonzern stellte bei der Bilanzvorlagezwar in Aussicht, dass das zuletzt schleppende Umsatzwachstum im zweiten Halbjahrwieder anziehen werde. Allerdings warnte das Unternehmen, dass die Modernisierungder Produktion zeitweise an den Margen nagen werde.
Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM konnte zwar mit einem Anstieg des Quartalsgewinns um sieben Prozentauf 3,1 Milliarden Dollar die Markterwartungen übertreffen. Der bei knapp 25 MilliardenDollar stagnierende Umsatz enttäuschte aber die Anleger. Die Aktie verlor 3,5 Prozent.
Die Halliburton-Aktielegte dagegen 4,6 Prozent zu. Der weltweit zweitgrößte Ölfeld-Dienstleister steigerteseinen Quartalsgewinn dank eines Rekordumsatzes.
Auch die Yahoo-Papieregehörten mit einem Aufschlag von gut drei Prozent zu den Gewinnern. Der schwächelndeInternetpionier sendete ein Lebenszeichen und verzeichnete im abgelaufenen Quartalerstmals seit drei Jahren wieder steigende Umsätze.
Auf den Kauflisten standen auch die Anteilsscheine vonSXC Health Solutions. Der im Gesundheitswesentätige Konzern kauft für 4,4 Milliarden Dollar den Rivalen Catalyst Health. Beide Unternehmen kommen nach eigenen Angaben vom Mittwochauf einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Dollar bei rund 25 Millionen Kunden. SXCübernimmt bestimmte Dienstleistungen im Gesundheitsbereich wie das Aushandeln vonArzneimittelpreisen für seine Kunden. Die SXC-Aktie kletterte rund elf Prozent.
Zu den größten Verlierern zählten dagegen die Aktienvon Chesapeake Energy mit einem Abschlagvon 5,5 Prozent. Hintergrund des Kursverfalls ist Händlern zufolge ein Bericht übergroße und ungewöhnliche Kredite des Konzernchefs.
Quelle: n-tv.de