Mittwoch, 01. September 2010
Öl erholt sich
Goldpreis klettert wieder
Auf den Rohstoffmärkten zeigen die Pfeile wieder nach oben. Der Goldpreis steigt erstmals seit Ende Juni über die Marke von 1250 US-Dollar, der Ölpreis kann sich vom gestrigen Einbruch erholen.
Eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold kostete am Morgen in der Spitze 1250,55 Dollar. Gold war damit so teuer wie zuletzt am 28. Juni 2010. Der alte Rekord vom 21. Juni 2010 mit 1264,90 Dollar rückt damit wieder in Reichweite. Die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession und die Fortsetzung der offensiven Politik führender Notenbanken treibe Anleger weiterhin in den als vermeintlich sicheren Hafen geschätzten Goldmarkt, heißt es im Handel.
Der Ölpreis hat sich derweil wieder über 72 Dollar stabilisiert, nachdem am Vorabend ein überraschend starker Anstieg der wöchentlichen Rohölbestände in den USA den Preis um 3,7 Prozent hatte einbrechen lassen. Händler begründeten die Erholung mit dem leicht besseren Einkaufsmanagerindex in China. Zeitweise verteuerte sich das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI um 0,9 Prozent auf 72,56 Dollar. Brent kostete in der Spitze mit 75,27 Dollar 0,8 Prozent mehr.
Der US-Ölpreis hat im August sieben Dollar oder fast neun Prozent verloren. Das ist der größte monatliche Verlust seit Mai. Auslöser der Verkäufe am Ölmarkt waren enttäuschende US-Konjunkturdaten, die die Angst der Anleger vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession schürten. Das Jahrestief erreichte der WTI-Kontrakt am 20. Mai mit 64,24 Dollar.
Die zuversichtliche Stimmung in der chinesischen Industrie hat den Industriemetallen auf die Sprünge geholfen. China ist das weltgrößte Kupferverbraucherland. Die Industrie im "Reich der Mitte" hatte im August nach einer monatelangen Abkühlung wieder etwas Fahrt aufgenommen. Der Einkaufsmanagerindex der chinesischen Logistik-Vereinigung CFLP und das Pendant der Großbank HSBC waren für den abgelaufenen Monat wieder angestiegen. "Die grundlegende Stärke in dieser Wirtschaft hält an, so dass die Rohstoffnachfrage in den nächsten Jahren weiter stark sein wird", sagte Rohstoffanalyst Ben Westmore von der National Australia Bank.
Eine Tonne des unter anderem in der Elektro- und Bauindustrie verwendeten Kupfers verteuerte sich um bis zu zwei Prozent auf 7585 Dollar und war damit so teuer wie zuletzt Ende April. Die Notierungen für Zink, Nickel und Zinn stiegen ebenfalls um rund zwei Prozent; der Bleipreis kletterte um 2,6 Prozent.
sla/dpa/rts
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