Dienstag, 02. Februar 2010
Ölpreise erholen sich
Gold wird teurer
Der Goldpreis profitiert vom schwächeren Dollar und legt zu. Öl wird angesichts aktueller Konjunkturdaten aus den USA und China teurer.
Der zurückkehrende Konjunkturoptimismus hat auch die Stimmung der Investoren auf dem Rohstoffmarkt aufgehellt. Auslöser waren Händlern zufolge robuste Wirtschaftsdaten aus den beiden Top-Verbraucherstaaten USA und China. "Der Markt scheint sich zu erholen, aufgebaut durch positive Wirtschaftsdaten und deren Implikationen für die Nachfrage", sagte Händler Christopher Bellew von Bache Commodities.
Das Fass US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 75,23 Dollar und erreichte damit wieder das Niveau von Anfang vergangener Woche. Zwischenzeitlich war die Notierung auf bis zu 72,43 Dollar gefallen. Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 73,92 Dollar ebenfalls 1,1 Prozent teurer gehandelt. Händlern zufolge wirkten auch noch US-Konjunkturdaten vom Montag nach, die auf eine bessere Beschäftigungssituation im verarbeitenden Gewerbe der weltgrößten Volkswirtschaft hindeuteten. Nach ihrer Veröffentlichung hatte der Ölpreis seinen mehrtägige Talfahrt beendet. Anzeichen für eine steigende Ölnachfrage kamen auch aus China, dem weltweit zweitgrößten Verbraucherland. Dort waren die Ölimporte im Dezember auf ein Rekordniveau gestiegen.
Zugleich bleibt China nach Einschätzung von Analysten aber der große Unsicherheitsfaktor am Rohstoffmarkt. Hintergrund ist, dass die Volksrepublik eine Straffung ihrer Geldpolitik angedeutet hat, womit das Wachstum gedrosselt würde. "Dass die Chinesen so konsequent gegen die Kreditschwemme im Inland vorgehen, hat viele überrascht", sagte Fondsmanager Gerd Henning Beck von Lupus Alpha.
Entsprechend werteten Händler den leichten Preisaufschlag bei Kupfer von 0,6 Prozent auf 6878 Dollar je Tonne auch nur als kurzes Luftholen. Trotz eines leichten Rückgangs bewegten sich die von der Londoner Metallbörse LME eingelagerten Kupferbestände in der Nähe ihres am Montag erreichten Zwölf-Monatshochs.
Der Goldpreis profitierte vom etwas schwächeren Dollar und hielt sich über der Marke von 1100 Dollar. Die Feinunze wurde 0,7 Prozent höher bei 1112,70 Dollar gehandelt. "Preise unter der Marke von 1100 Dollar je Feinunze locken offensichtlich Käufer an, die dieses Niveau als attraktive Einstiegsgelegenheit betrachten", vermuteten die Analysten der Commerzbank.
rts
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