Freitag, 19. März 2010
Kupfer kann zulegen
Gold und Öl unter Druck
An den Rohstoffmärkten herrscht zum Wochenausklang ein heterogenes Bild. Während die Preise von Rohöl und Gold negativ tendieren ist der Preis von Kupfer leicht im Aufwind.
Die Aufwertung des Dollar hat den Goldpreis gedrückt. Angesichts der anhaltenden Schuldenkrise Griechenlands drängten aber immer noch Investoren auf der Suche nach sicheren Anlagen in den Markt und verhinderten damit größere Verluste, sagten Börsianer. Wichtig sei allerdings, dass Gold über der Marke von 1120 Dollar bleibe. Bei einem Rutsch darunter könne zusätzlicher Verkaufsdruck aufkommen. Gegen Mittag kostete eine Feinunze des Edelmetalls 1121,60 Dollar beziehungsweise 826,66 Euro.
Auch der Ölpreis ist durch den stärkeren Dollar belastet. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit 81,64 Dollar 0,7 Prozent weniger als am Mittwoch. Brent-Öl verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 80,87 Dollar. Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg verwies darüber hinaus auf eine Prognose des Branchendienstes Oil Movements, demzufolge die Exporte der Opec-Staaten in den vier Wochen zum 3. April um 70.000 Barrel pro Tag steigen werden. "Dies illustriert einmal mehr die derzeit schwache Quotendisziplin der OPEC-Mitglieder", betonte er. "Bislang stellte das höhere Angebot kein Problem dar, weil es durch eine steigende Nachfrage aus Asien absorbiert wurde. Allerdings schwächt sich die Nachfrage in den Industrieländern im zweiten Quartal saisonbedingt ab."
Der Kupferpreis hat hingegen etwas zugelegt. Eine Tonne des Industriemetalls kostete 7510 Dollar, ein Plus zum Vortag von 0,2 Prozent. "Es herrscht mehr Vertrauen in eine Erholung der Wirtschaft, so dass die Nachfrage höher als das Angebot sein wird", sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Die Lagerbestände seien aber nach wie vor sehr hoch.
rts
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