Montag, 08. März 2010
Zurück in alten Bahnen
Euro unter 1,37 Dollar
Der Euro ist am Montagmittag etwas von den Tageshochs zurückgekommen. "Wir haben hier in gewisser Weise ein Gleichgewicht gefunden", meint ein Marktteilnehmer. Einerseits habe sich die Lage Griechenlands stabilisiert, andererseits seien die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag recht gut ausgefallen. Möglicherweise werde der Euro etwas von den Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zur deutschen Produktion im Januar belastet, die leicht unter den Erwartungen geblieben ist. Allerdings hätten dabei Witterungseinflüsse eine Rolle gespielt. "Letztlich ist der Euro im Moment zwischen 1,35 und 1,3750 US-Dollar eingezwängt", fügt der Händler hinzu.
Am Morgen war die Gemeinschaftswährung wegen der Beistandsbekundungen für Griechenland gestiegen. Einige Länder im Euroraum bereiten nach Aussage des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy weitere Hilfen für das Land zur Bewältigung seiner Schuldenkrise vor. "Es gibt konkrete, präzise Instrumente, die wir überprüfen", sagte Sarkozy am Sonntag bei einer gemeinsamen Konferenz mit dem griechischen Ministerpräsidenten George Papandreou in Paris. Die Hauptakteure auf europäischer Ebene hätten entschieden, alles Notwendige zu tun, um sicherzustellen, dass Griechenland nicht isoliert sei.
Zum Yen war der Dollar zwischenzeitlich auf ein Zwei-Wochen-Hoch bei 90,69 Yen geklettert, ist inzwischen aber wieder etwas abgebröckelt. Der Anstieg der asiatischen Aktienmärkte fördere die Bereitschaft japanischer Anleger zu risikoreicheren, höher verzinslichen Anlagen, begründet ein Marktteilnehmer die Gewinne. Dieses Verhalten sei oft bei einer günstigen Entwicklung der asiatischen Börsen zu beobachten. Allerdings wird bezweifelt, dass die Abgaben des Yen sich zu einem Trend ausweiten werden. Die japanischen Exporteure hätten wegen des am 31. März endenden Geschäftsjahres erheblichen Bedarf nach der Landeswährung.
DJ
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