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Donnerstag, 14. Januar 2010

EZB stört nicht, Griechenland schon

Euro erstarrt bei 1,45

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Zinsen im Euroraum auf Rekordtief zu halten, sorgte für keine große Überraschung auf dem Devisenmarkt. Stattdessen sorgt man sich um die Bonität Griechenlands.

Unbeeindruckt im Schatten der EZB.

Unbeeindruckt im Schatten der EZB.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Euro kostete nach der EZB-Entscheidung nahezu unverändert 1,4485 Dollar. Allerdings konnte die Gemeinschaftswährung ihr morgendliches Hoch von 1,4555 Dollar nicht verteidigen.

Händler begründeten dies mit andauernden Sorgen über die finanzielle Stabilität Griechenlands sowie den etwas abbröckelnden Gewinnen am Aktienmarkt.

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins bei 1,0 Prozent belassen. Seit Mai 2009 verharrt der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf diesem historisch niedrigen Niveau.

Obwohl in vielen Euro-Ländern die Wirtschaft zunehmend wieder in Gang kommt, ist nach Einschätzung von Ökonomen eine Leitzinserhöhung erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres zu erwarten. Noch sind die Aussichten für die Konjunktur unsicher, zudem hält sich hartnäckig die Klage von Unternehmen über eine stockende Kreditvergabe von Banken.

dpa/rts

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