Mittwoch, 08. September 2010
Im Gleichschritt mit den Aktienmärkten
Euro erholt sich
Der Euro profitiert am Mittwoch von der wieder wachsenden konjunkturellen Zuversicht in Europa. Nun nimmt die Gemeinschaftswährung wieder die Marke von 1,28 US-Dollar ins Visier.
Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch etwas von seinen Vortagesverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2750 US-Dollar gehandelt. Noch am Dienstag war der Euro um fast zwei Cent gefallen und unter die Marke von 1,27 Dollar gerutscht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2697 (Dienstag: 1,2744) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7876 (0,7847) Euro.
"Nach den deutlichen Verlusten des Euro am Dienstag hat sich die Lage am Devisenmarkt etwas beruhigt", sagte Währungsexperte Lothar Hessler vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Dazu habe die erfolgreiche Emission portugiesischer Staatsanleihen beigetragen. Portugal hatte in einem schwierigen Umfeld Anleihen mit einem Volumen von gut einer Milliarde Euro platziert. Das hochverschuldete Land musste zwar höhere Zinsen bezahlen als zuletzt. Analysten bezeichneten das Ergebnis aber als zufriedenstellend.
Zudem hat auch die Erholung an den Aktienmärkten den Euro laut Hessler gestützt. Angesichts der Schuldenkrise in Südeuropa sei es aber noch zu früh um Entwarnung zu geben. Neben Portugal und Griechenland dürfte laut Hessler vor allem Irland im Fokus der Märkte bleiben. Die Zukunft der angeschlagenen Anglo Irish Bank sorge hier für Verunsicherung.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82205 (0,83160) britische Pfund, 106,41 (106,86) japanische Yen und 1,2837 (1,2903) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.255,00 (1.256,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 31.600,00 (31.130,00) Euro.
dpa-AFX
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