Montag, 19. Juli 2010
Irland-Delle vergessen
Euro arbeitet sich vor
Eine Abstufung Irlands durch die Ratingagentur Moody's belastet den Euro am Montag nur kurz. Schnell nimmt die Gemeinschaftswährung wieder Kurs auf die Marke von 1,30 US-Dollar.
Bauarbeiten in Budapest: Der IWF sorgt für Trubel wegen Sparanstrengungen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Euro zieht am Montagmittag wieder an. Im Mittagshandel steht die Gemeinschaftswährung bei 1,2967 US-Dollar und damit nur noch knapp unter der Marke von 1,30 US-Dollar. Möglicherweise gehe der Euro noch einmal über 1,30 US-Dollar, nachdem er eine Abstufung von Irland gut weggesteckt habe, meint ein Händler. Am Morgen war der Euro noch mit 1,2907 US-Dollar gehandelt worden und dann sogar auf 1,2870 US-Dollar zurückgefallen.
Vorübergehend belastet wurde die Gemeinschaftswährung von der Abstufung Irlands durch Moody's. "Nun nehmen wir einen zweiten Anlauf auf die Marke von 1,30 US-Dollar", so der Händler. Sollte der Euro über 1,3050 US-Dollar steigen, wäre der Weg für weitere Gewinne frei. So genannte sichere Häfen geben dagegen weiter nach. Sowohl der Yen als auch der Schweizer Franken fallen zurück.
Schwach wird der Forint gehandelt. Grund ist der Abbruch der Verhandlungen zwischen dem IWF und Ungarn. Die Verhandlungsführer hatten sich nicht auf Einschnitte in den ungarischen Staatshaushalt geeinigt. Der Forint wird mit 288 Euro umgesetzt nach etwa 282 Euro / Forint am Freitag im späten Geschäft.
Trotz der Erholung des Euro gegen Dollar und Yen bleiben einige Händler und Analysten misstrauisch: "Nach der eindrucksvollen Rally zur 1,3005 droht uns nun eine deutliche Korrektur", so die technischen Analysten der LBBW. Der Erholungstrend könnte auslaufen, heißt es am Markt auch mit Blick auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse europäischer Banken am Freitag. Neue Impulse könnten am Nachmittag vom NAHB-Indikator für den US-Immobilienmarkt ausgehen.
DJ
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