Montag, 08. Februar 2010
Europa verdirbt Laune
Dow unter 10.000 Punkten
Die Sorgen um die Staatshaushalte schwappen auf die Wall Street über. So zählen Bankentitel zu den größten Verlierern im US- Leitindex.
Die US-Börsen sind schwach aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones schloss erstmals seit November 2009 unter der Marke von 10.000 Punkten und verlor 1 Prozent auf 9908,39 Zähler. Für den S&P-500-Index ging es um 0,8 Prozent auf 1056,74 Punkte nach unten. An der Nasdaq verlor der Composite-Index 0,7 Prozent auf 2126,05 Punkte.
Die Sorgen um die Staatshaushalte einiger Euro-Länder sei auf die Wall Street übergeschwappt, hieß es am Markt. "Insbesondere gibt es Befürchtungen am Markt, dass die Banken möglicherweise Abschreibungen oder Kapitalerhöhungen vornehmen müssen", sagte ein Börsianer. Im Hintergrund belasteten den Finanzsektor weiterhin die von US- Präsident Barack Obama geplanten regulatorischen Änderungen.
So zählten Bankentitel auch zu den größten Verlierern im US- Leitindex. Aktien von JP Morgan verloren 1,5 Prozent, für Titel der Bank of America ging es um 3,4 Prozent nach unten. Aktien des Börsenbetreibers Nasdaq OMX verloren nach Zahlen 3,9 Prozent. Die für das laufende Jahr anvisierten Kosten fielen Börsianern zufolge höher aus als erwartet.
Gegen den Trend stemmten sich Aktien von Home Depot mit plus 2,1 Prozent. "Nachdem wir die Aktien jahrelang gemieden haben, sind wir nun für die weitere Entwicklung von Home Depot optimistisch, da sich der Häusermarkt erholt", schrieben die Analysten von Morgan Stanley. Auch Motorola waren mit plus 2,6 Prozent gefragt. Händler verwiesen auf einen Kommentar des Anlegermagazins "Barron's", demzufolge der Kurs um bis zu 40 Prozent steigen könne, wenn Motorola sein Handygeschäft abspalten würde.
Aktien von Google hielten sich mit 0,4 Prozent im Plus. Der Internet-Konzern will laut dem "Wall Street Journal" zufolge dem populären Kurznachrichten-Dienst Twitter mit einem eigenen Angebot Konkurrenz machen. Zudem führt Google Kreisen zufolge gemeinsam mit einem Konsortium unter der Führung von Walt Disney Gespräche über eine Beteiligung an Chinas größter digitaler Medien- und Werbegesellschaft. Disney-Papiere verloren nur unterdurchschnittlich.
dpa
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