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Schwacher Stellenaufbau, leicht steigende Arbeitslosenquote: Mit dem "Job Report" für September sind Anleger im Dax in Sachen US-Leitzins fast so schlau wie zuvor.
Schwacher Stellenaufbau, leicht steigende Arbeitslosenquote: Mit dem "Job Report" für September sind Anleger im Dax in Sachen US-Leitzins fast so schlau wie zuvor.(Foto: REUTERS)
Freitag, 07. Oktober 2016

"Job Report" bremst Wall Street aus: Dax sinkt ins Wochenende

Schwacher Wochenschluss am deutschen Aktienmarkt: Mit rotleuchtenden Minuszeichen verabschiedet sich der Leitindex in den Feierabend. Der mit Spannung erwartete Job-Report aus den USA macht den Börsianern an der Wall Street das Leben nicht leichter.

Der letzte Handelstag der Woche endet für Anleger im Frankfurter Börsengeschehen mit wenig befriedigenden Bewegungen: Der Flash-Crash beim Pfund am Morgen und ein wenig aussagekräftiger Arbeitsmarktbericht aus den USA am Nachmittag hinterlassen am deutschen Aktienmarkt mehr Unsicherheit als zuvor. Der Stellenaufbau in den USA setzt sich leicht abgeschwächt fort. Eindeutige Signale für oder gegen eine Anhebung des US-Leitzinses ergeben sich daraus nicht.

Der deutsche Leitindex Dax reagiert auf die Veröffentlichung des "Job Reports" mit unsicheren Kursausschlägen und geht schließlich 0,74 Prozent schwächer bei 10.490 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 0,19 Prozent. Das früh markierte Tageshoch aus dem Verlauf liegt bei 10.579,09 Punkten - rund 11 Zähler über dem Schlusskurs des Vorabends. Das Tagestief aus dem Verlauf markierte der Dax kurz vor Handelsschluss bei 10.465,35 Punkten.

Der Nebenwerteindex MDax beendet den Handelstag 1,32 Prozent im Minus bei 21.275 Zählern. Im Technologiewerteindex TecDax geht es um 0,81 Prozent abwärts auf 1793 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx50 verbucht ein Minus von 0,69 Prozent auf exakt 3000 Punkte. Ähnlich schwach schloss auch der Pariser CAC 40. Dank Kursgewinnen im schwergewichtigen Rohstoffsektor jedoch legte der Londoner FTSE 100 zu.

Mit Blick auf die Konjunkturdaten des Tages sprachen Analysten von der Helaba von soliden Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die einer Straffung der US-Geldpolitik im Verlauf des vierten Quartals nicht entgegenstünden. Allerdings sei der Lohndruck weiterhin nur als moderat zu bezeichnen. Auch der Anstieg der Arbeitslosenquote sowie die stagnierende Unterbeschäftigungsquote zeugen nicht von unmittelbarem Handlungsdruck.

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"Die Daten aus den USA sind weder Fisch noch Fleisch", kommentierte dagegen Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Ein Investmentexperte sagte, die Nachrichten vom Arbeitsmarkt hätten letztlich an den Erwartungen der Anleger hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank Fed nichts geändert.

Die unsicheren Reaktionen im Dax und beim Euro erklärten Marktbeobachter so: Obwohl die Daten schlechter ausfielen als prognostiziert und die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Dezember damit sinkt, seien sie doch nicht schlecht genug, als dass eine Zinserhöhung im Dezember gänzlich vom Tisch wäre.

Gegen den Markttrend bergauf geht es für Aktionäre des Energieriesen Eon. Der deutsche Versorger zog nach Berichten über das angebliche Interesse des schwedischen Investors Cevian viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien schließen knapp 3,8 Prozent fester und führen damit die - überschaubare - Gewinnerliste im Dax an.

Händlern zufolge profitierte Eon auch vom Börsengang der RWE-Tochter Innogy, deren Aktien am Freitag zum ersten Mal an der Börse gehandelt werden. Angesichts einer starken Nachfrage teilte Innogy die bis zu 139 Millionen Aktien zu je 36 Euro zu und reizte die Preisspanne damit voll aus. Der erste Kurs lag am Morgen bei 37,30 Euro und damit über dem Zuteilungspreis. Am Abend beenden die jungen Aktien ihren ersten Tag im freien Handel bei 36,84 Euro.

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Der Aktienkurs von RWE bleibt von dem Börsengang der Tochter alles andere als unberührt: Die Titel rutschten am Nachmittag weiter ab. "Die frühen Innogy-Kurse sind alles andere als ein Kurstreiber für RWE", meinte ein Händler. Vom ersten Innogy-Kurs bei 37,30 Euro sei es zügig abwärts gegangen. Zudem könne noch immer der eine oder andere Investor aus RWE in Innogy umschichten. Die RWE-Aktien geben am Abend 7,4 Prozent ab und halten damit - mit großem Abstand - die rote Laterne im Dax.

Stabil halten sich dagegen Titel der Deutschen Bank: Die Aktien des größten deutschen Geldhauses können ihren Wiederaufstieg fortsetzen und 0,5 Prozent fester bei 12,09 Euro. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" prüfen einige deutsche Konzerne aus dem Dax eine mögliche Beteiligung an einer Kapitalerhöhung bei dem Geldhaus. Zudem berichtete die "Financial Times", das Institut erwäge einen Börsengang seiner Vermögensverwaltungssparte. Mit den Erlösen solle die Kapitaldecke gestärkt werden. Daneben kursieren Gerüchte, die Deutsche Bank sondiere am Markt die Aussichten für eine Kapitalerhöhung.

Starke Kursgewinne verzeichneten Händler im Dax auch bei ThyssenKrupp. Die Aktien profitierten von den jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland, heißt es. Mit einem Plus von 1,8 Prozent halten sich die Titel zum Handelsschluss auf Platz 2 der Gewinnerliste im Dax.

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Der Absatzrekord bei Daimler kann Anleger offenbar nicht sonderlich beeindrucken. Im September seien mit 211.286 Fahrzeugen so viele Autos wie noch nie zuvor in einem Monat verkauft worden, teilte Daimler mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei dies ein Plus von 12,1 Prozent. In einem allgemein unruhigen Gesamtmarkt liegt der Kurs der Daimler-Aktie knapp 0,7 Prozent im Minus bei 63,87 Euro.

Der Automobilkonzern Volkswagen stellt sich unterdessen Spekulationen um angebliche Kapitalpläne oder gar eine Aufspaltung entgegen. "Wir denken nicht daran, uns von Teilen unserer Marken zu trennen", betonte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Die im Dax gelisteten Vorzugsaktien geben rund 1,2 Prozent ab auf 118,55 Euro.

Der mysteriöse Flash-Crash beim Pfund sorgt im europäischen Aktienhandel weiter für Gesprächsstoff. Die Kurse der in London gelisteten Rohstoffproduzenten ziehen im frühen Handel kräftig an. "Das alte Spiel: Das schwache Pfund, vor allem gegen den Dollar, sorgt für Windfall Profits", meinte ein Händler. Die Branche generiere den Umsatz ganz überwiegend in Dollar und profitiere folglich stark von den günstigen Wechselkursen.

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"Die Wochen bis zur US-Präsidentschaftswahl könnten für Investoren spannender und unruhiger werden als zuletzt", meinte Daniel Saurenz von Feingold Research mit einem Blick auf anstehenden Unternehmensdaten aus den USA. "Die Bewertungen vieler US-Konzern sind sehr ambitioniert und mit der beginnenden Quartalssaison müssen sie diese Niveaus rechtfertigen."

Am kommenden Dienstag nach US-Börsenschluss legt der Aluminiumkonzern Alcoa - traditionell als eines der ersten US-Unternehmen - Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Da die Aluminium-Industrie als Gradmesser für die Konjunktur gilt, könnten die Resultate die Märkte beeinflussen. Am kommenden Freitag öffnen dann die Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo ihre Bücher.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent auf minus 0,12 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,30 Prozent auf 143,39 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,14 Prozent auf 163,91 Punkte nach.

Wall Street: Leichtes Minus in New York

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An der New Yorker Wall Street begann der letzte Handelstag der Woche mit leichten Kursgewinnen - die allerdings schnell abschmolzen. Der Dow-Jones-Index pendelte im Tagesverlauf zwischen einem Hoch von 18.319 und einem Tief von 18.149 Punkten. Er ging mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 18.240 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 2153 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 0,3 Prozent ein und endete auf einem Stand von 5291 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow und die Nasdaq ein Verlust von jeweils 0,4 Prozent, für den S&P von 0,7 Prozent.

Bei den Einzelwerten richten sich die Blicke der Anleger außerhalb des Bankensektors und der konsumnahen Titel auf Yahoo. Die Aktien des Internetkonzerns geben um 0,8 Prozent nach. Die "New York Post" berichtete, der US-Telekomkonzern Verizon wolle nicht mehr die geplanten 4,8 Milliarden Dollar für Yahoos Kerngeschäft zahlen, sondern eine Milliarde Dollar weniger. Grund sei der jüngste Datendiebstahl bei Yahoo.

Honeywell-Papiere rutschen um 7,50 Prozent ab. Der Flugzeug-Zulieferer hat angesichts schwacher Geschäfte seine Umsatz- und Gewinnprognosen eingeschränkt. Analysten der Großbank Morgan Stanley werfen dem US-Technologieunternehmen vor, eine der "chaotischsten und verwirrendsten Veröffentlichungen" abgegeben zu haben, welche die Experten der Bank jemals gesehen hätten. Die von dem Konzern avisierten Änderungen hätten unter anderem Verkäufe, Abspaltungen und Akquisitionen umfasst.

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Hintergrund seien offenbar schwache Luftfahrt- und Rüstungsmärkte sowie ein rückläufiges Geschäft mit Scannern und Logistikprodukten, heißt es mit Blick auf die Honeywell-Zahlen. Die Prognosensenkung bezeichnen die Analysten als herbe Überraschung, da das Unternehmen im vergangenen Monat Investoren noch mit optimistischen Neuigkeiten versorgt habe.

Die Aktie der Textileinzelhändlers Gap haussieren nach flächenbereinigten Umsatzzahlen. Gap meldete für September zwar einen Umsatzrückgang, begründete dies aber in erster Linie mit einem Feuer in seinem Verteilzentrum. Die Marge sei dessen ungeachtet aber deutlich besser ausgefallen als zunächst prognostiziert. Die Deutsche Bank stuft die Titel in der Folge hoch. Gap legen um 15,23 Prozent zu.

Mit Blick auf den Quartalsbericht von Apple Ende diesen Monats rechnet die Royal Bank of Canada (RBC) mit einer "positiven Überraschung". Wie die Bank glaubt, könnte der durchschnittliche Verkaufspreis des iPhone in Apples viertem Quartal leicht angestiegen sein. Diese Prognose stehe allerdings den Markterwartungen diametral entgegen. Diese gingen derzeit von einem Rückgang um 5 bis 10 Prozent aus. Die RBC-Analysten glauben, dass die Nachfrage im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren deutlich zugunsten des "iPhone 7 Plus" ausfallen dürfte. "Die Leute gierten nur so nach teureren und größeren Modellen", heißt es in der Kurzstudie, und das obwohl der Preis für das neue Modell rund 20 Dollar über dem der Vorgängermodelle liege.

Devisen: Flash-Crash beim Pfund

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Der Euro legte deutlich zu. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1200 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1140 (Donnerstag: 1,1185) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8976 (0,8941) Euro.

Die Aufwärtsbewegung beim Euro steht offenbar in einem engen Zusammenhang mit den Zins-Perspektiven, die sich aus den Daten zum US-Arbeitsmarkt ablesen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung im Dezember durch die US-Notenbank Fed war nach Einschätzung der Finanzmärkte zuletzt gestiegen.

Mehrere US-Konjunkturdaten hatten diese Woche positiv überrascht und den Euro dadurch unter Druck gesetzt. Das unklare Bild einer moderaten Erholung am US-Stellenmarkt scheint nach Einschätzung der Marktteilnehmer eher gegen eine beschleunigte Zinsanhebung zu sprechen.

Eine überraschend stark gestiegene deutsche Industrieproduktion konnte dem Euro nur etwas Auftrieb geben und somit für eine kleine Gegenbewegung sorgen. Im August lag die Produktion laut Statistischem Bundesamt um 2,5 Prozent über dem Niveau vom Juli. Analysten hatten im Mittel nur mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet.

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Wilde Kurssprünge beim Pfund Sterling lösten am Morgen großes Aufsehen aus. Die britische Währung stürzte an den asiatischen Märkten binnen weniger Minuten rasant ab. In Tokio gab die Währung innerhalb kurzer Zeit um mehr als sechs Prozent gegenüber dem Dollar nach. Plötzlich war ein Pfund nur noch 1,1841 Dollar wert - das war der tiefste Stand seit 1985.

Danach konnte sich die Währung sehr schnell wieder auf einen Wert von etwa 1,24 Dollar erholen. Am Abend handelt das Pfund bei 1,2441 Dollar. Was genau den "Flash Crash" beim Pfund Sterling auslöste, blieb zunächst unklar. Die Währungshüter in der britische Notenbank beantragten bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) offiziell eine Untersuchung der Kursbewegungen.

Gegen Mittag europäischer Zeit kam beim britischen Pfund zudem erneut Druck auf. Marktbeobachter verwiesen auf frische Konjunkturdaten zur britischen Industrieproduktion. Die Daten für September seien schwächer ausgefallen als erwartet, heißt es. Außerdem sei das Handelsbilanzdefizit gestiegen.

Die britische Industrieproduktion sank zum Vormonat um 0,4 Prozent, wohingegen die Prognosen von einer konstanten Produktion ausgegangen waren.  Zuletzt waren einige Konjunkturdaten aus Großbritannien überraschend gut ausgefallen, hatten dem Pfund letztlich aber kaum Auftrieb verliehen.

Rohstoffe: Ölpreise fürchten "Matthew"

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Am Ölmarkt drehen die Notierungen ins Minus. Der russische Energieminister Alexander Nowak erklärte vor dem Wochenende, dass er sich nicht verpflichtet sehe, eine Einigung über eine Ölförderbegrenzung mit Vertretern des Erdölkartells Opec auf einem informellen Treffen in Istanbul in der kommenden Woche zu erreichen.

Laut Kreisen plant Opec-Generalsekretär Mohammad Senusi Barkindo dort ein Treffen mit Nowak am Rande des Energiegipfels. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich vor diesem Hintergrund um 1,3 Prozent auf 49,79 Dollar. Die global gehandelte Ölsorte Brent gibt 1,4 Prozent nach auf 51,76 Dollar.

Am Vortag hatten die Ölpreise deutlichen Auftrieb bekommen. Auslöser seien überraschend gesunkene Rohöllagerbestände in den USA gewesen, hieß es aus dem Handel. Dazu kommen die Verhandlungen wichtiger Förderländer über die Umsetzung einer Förderobergrenze sowie die Auswirkungen des Wirbelsturms "Matthew" vor der US-Küste. Alle drei Faktoren könnten auf ein sinkendes Angebot hindeuten.

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Kommende Woche werden sich Vertreter von Mitgliedsstaaten des Ölkartells Opec sowie von Russland zu Gesprächen über die Umsetzung einer vereinbarten Förderobergrenze in Istanbul treffen. Experten zweifeln allerdings am Umsetzungswillen der Organisation. Unterdessen nähert sich der tropische Wirbelsturm "Matthew" den USA.

In Haiti hat das Unwetterereignis wohl mehr als 400 Menschen das Leben gekostet. Experten rechnen mit dem stärksten Sturm in den USA seit dem Jahr 2005. Weil in der Region westlich von Florida zahlreiche Anlagen der US-Ölindustrie liegen könnte ein großflächiger Sturm auch die US-Ölproduktion belasten.

Am Markt für Edelmetalle sind Anleger angesichts der US-Arbeitsmarktdaten offensichtlich nicht von einer baldigen Zinserhöhung überzeugt. Im Handel mit Gold verteuert sich die Feinunze auf 1258 Dollar, nachdem diese vor den Daten noch für 5 Dollar weniger zu haben war. Gestützt wird der Goldpreis von nachlassenden Zinserhöhungsfantasien und einem nachgebenden Dollar. Auch am Rentenmarkt spekulieren Anleger nicht auf kurzfristige Zinsanhebungen, denn die Notierungen steigen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verliert einen Basispunkt auf 1,73 Prozent.

Asien: Nikkei im Minus

Die Aktienmärkte in Fernost schließen vor dem Wochenende im Minus. Vor Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am frühen Nachmittag halten sich Anleger zurück, begründeten Marktteilnehmer die fehlende Zuversicht im Aktienhandel.

Von den Daten erwarten sie sich Aufschlüsse über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung in den USA. Sollte der Bericht ermutigend ausfallen, macht er nach Einschätzung vieler Beobachter einen Zinsschritt im Dezember wahrscheinlicher. Höhere Zinsen bedeuten für Unternehmen potenziell mehr Investitionskosten, was am Markt eher negativ aufgenommen wird.

In Tokio gibt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert 0,4 Prozent.

In Seoul ziehen die Aktien von Samsung Electronics um ein knappes Prozent an, nachdem das Unternehmen mit seiner Gewinneinschätzung für das dritte Quartals die Erwartungen des Marktes leicht übertroffen hatte. Am Vorabend hatte der Kurs bereits stark angezogen, nachdem der Konzern erklärte, er wolle auf Druck eines großen Aktionäres die Möglichkeit einer Aufspaltung und einer Milliarden-Sonderdividende prüfen. Die Diversifizierungsstrategie funktioniere offenbar besser als gedacht, kommentierte ein Beobachter die Zahlen - trotz des jüngsten Rückrufs seiner Smartphones Galaxy Note 7.

An den Festlandbörsen in China wird am Freitag den fünften Tag in Folge wegen der Feiertagswoche um den Nationalfeiertag nicht gehandelt. In Hongkong sinkt der Hang Seng um 0,5 Prozent und der ASX 200 in Sydney um 0,3 Prozent. Marktbeobachter sprechen von Zurückhaltung vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen im Tagesverlauf.

Quelle: n-tv.de

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