Montag, 01. Februar 2010
Da ist Musik drin
Dax legt zu
Konjunkturdaten aus den USA sorgen für Kursgewinne am Frankfurter Aktienmarkt. Neben Infineon sind vor allem Finanztitel gesucht.
(Foto: REUTERS)
Der deutsche Aktienmarkt hat positiv auf neue Konjunkturdaten aus den USA reagiert. Der Dax schloss mit 5664,48 Punkten 0,8 Prozent im Plus. Der MDax legte 0,9 Prozent auf 7578,59 Zähler zu. Der TecDax gewann 0,7 Prozent auf 812,90 Punkte.
In den USA war der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar überraschend klar auf 58,4 von 54,9 Punkte gestiegen. Die Bauausgaben waren im Dezember allerdings überraschend stark um 1,2 Prozent gefallen.
"Die wirtschaftliche Erholung in den USA setzt sich fort", erklärte Helaba-Analyst Ralf Umlauf mit Blick auf den ISM-Index. "Insbesondere die Verbesserung der Beschäftigungskomponente bei guter Auftragslage stimmt uns zuversichtlich, dass der Aufschwung an Breite gewinnt, wenngleich die Dynamik im Vergleich zu vergangenen Zyklen geringer ausfallen dürfte." Die Beschäftigungs-Komponente war auf 53,3 von 50,2 Punkten gestiegen.
Gefragt waren die Aktien von Infineon, die sich nach zahlreichen positiven Analystenkommentaren um 4,7 Prozent verteuerten. Finanzwerte standen auf der Gewinnerseite. Die Aktien von Deutsche Bank gewannen 2,8 und Commerzbank 3,3 Prozent. Händler berichten von technischen Käufen auf niedrigem Kursniveau. Commerzbank haben in der dreiwöchigen Korrektur rund 18 Prozent verloren und Deutsche Bank knapp Prozent.
Lufthansa verteuerten sich um1,2 Prozent und reagierten damit Händlern zufolge auf eine Prognoseanhebung des irischen Billigfliegers Ryanair.
Bei den Technologiewerten im TecDax verteuerten sich die Papiere des für die Solarindustrie produzierenden Anlagenbauers Manz Automation nach einer Hochstufung durch die Credit Suisse um 4,7 Prozent.
Die Aussicht auf die Rückkehr in die Gewinnzone schob Krones an die MDax-Spitze. Die Aktien des Abfüllanlagen-Herstellers verteuerten sich um 7,7 Prozent, nachdem Finanzvorstand Hans-Jürgen Thaus schwarze Zahlen für das erste Halbjahr angekündigt hatte.
jga/rts/DJ
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