Rechtzeitig zum Jahresende breitet sich in Dow & Dax Konjunkturoptimismus aus: "Wenn es die traditionelle Wahlrally auch dieses Mal geben sollte, müsste sie nun bald kommen."
Rechtzeitig zum Jahresende breitet sich in Dow & Dax Konjunkturoptimismus aus: "Wenn es die traditionelle Wahlrally auch dieses Mal geben sollte, müsste sie nun bald kommen."(Foto: REUTERS)

Aufschläge an der Wall Street: Dax kann das Jahreshoch nicht halten

Der Wochenauftakt lässt Luft nach oben: Ermutigende Signale schieben die Kurse am deutschen Aktienmarkt an. Der Dax notiert zeitweise so hoch wie zuletzt im Dezember 2015. In den USA sorgt eine Übernahmewelle für Stimmung.

Freundlicher Wochenstart am deutschen Aktienmarkt: Der Dax kann den Montagshandel 0,47 Prozent fester bei 10.761,17 Punkten beenden. Damit schließt der deutsche Leitindex zwar freundlich, entfernt sich allerdings deutlich von seinem im frühen Verlauf erzielten Jahreshoch bei 10.820,08 Punkten.

In ähnlichen Höhen hatten sich Dax-Anleger zuletzt Ende Dezember 2015 bewegt. Das bisherige Jahreshoch auf Schlusskursbasis liegt im Dax bei 10.752,98 Punkten, das bisherige Jahrestief bei 8752,87 Punkten. "Jetzt gilt es, die Dynamik der vergangenen Tage beizubehalten, um als nächstes Etappenziel die 11.000er Marke anzusteuern", meinte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Während die Wall Street nahe ihrer Rekordhochs notiere, stehe der Dax noch deutlich darunter und habe somit Nachholpotenzial, fügte Stanzl hinzu.

Der MDax der mittelgroßen Werte geht mit mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 21.423,54 Zählern aus dem Handel. Im TecDax verzeichneten Händler dagegen am frühen Nachmittag eine Trendwende: Der Index der deutschen Technologiewerte drehte ins Minus und beendet den Tag knapp 0,83 Prozent tiefer bei 1767,82 Punkten. Hier belasteten Kurseinbrüche bei Aixtron und SMA Solar, heißt es.

Rückenwind erzeugten unter anderem unerwartet robuste Konjunkturdaten: In Frankreich und vor allem in Deutschland sind Befragungen unter den Einkaufsmanagern teils deutlich besser ausgefallen als erwartet. Die Daten hätten gezeigt, dass die Konjunktur nach einer kurzen Schwächephase wieder besser in Tritt gekommen sei, schrieb Analyst Stefan Kipar von der BayernLB. Insbesondere in Deutschland hätten sich die Vorzeichen für eine Fortsetzung des Aufschwungs im Herbst verbessert. In den USA fielen zudem der Chicago-Fed-Index wie auch der Markit Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe besser aus. Die Volkswirte der Deka sprechen mit Blick auf den neuen Konjunkturoptimismus bereits von einem "goldenen Herbst".

Gegen den positiven Trend büßen die Aktien von Aixtron 16,7 Prozent auf 4,88 Euro ein. Als "überraschend und eine starke Belastung für den Aktienkurs" bezeichnete ein Händler die Nachricht, dass das Bundeswirtschaftsministerium die Übernahme des LED-Zulieferers durch die chinesische Grand Chip Investment erneut prüfen will. Im September hatte das Ministerium an dem Geschäft, das einem Gebot von 6 Euro je Aktie entspricht, nichts zu beanstanden gehabt.

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Der Kurs der Solarworld-Aktie fällt nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens um 6,8 Prozent zurück. Laut Solarworld ist die Nachfrage in China im dritten Quartal eingebrochen. In der Folge hätten chinesische Hersteller ihre Lagerbestände zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt geworfen. Dies habe zu einem globalen Preisverfall geführt. Am frühen Nachmittag gab dann auch SMA Solar eine Gewinnwarnung ab. Händler sprachen von einem Branchenproblem. Schnelle Besserung sei nicht in Sicht. SMA Solar rutschten um 13,3 Prozent ab.

Für die Aktie der Deutschen Bank geht es dagegen um 1,8 Prozent nach oben. Die Papiere der Commerzbank verteuern sich um 3,2 Prozent. Die Papiere profitierten von den guten Sektorvorlagen aus Europa. Neben den erfreulichen Wirtschaftsdaten aus Europa stützte auch die Entscheidung der Ratingagentur DBRS, Portugal weiterhin eine Bonitätseinstufung im Investmentgrade-Bereich zuzubilligen. Ohne dieses Rating wären portugiesische Bonds nicht länger für das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank qualifiziert gewesen.

Ansonsten lieferten Analystenkommentare Impulse: Zu den Anteilen des IT-Dienstleisters Cancom äußerten sich die Experten der Baader Bank positiv. Die Aktien legte ganz vorne im TecDax um 4,1 Prozent zu. Den Papieren des Flughafenbetreibers Fraport kam bei einem Plus von 2,9 Prozent eine Kaufempfehlung der US-Investmentbank Merrill Lynch zugute.

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Der Konjunkturoptimismus bleibt nicht auf den deutschen Aktienmarkt beschränkt: Der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx50 gewinnt 0,53 Prozent auf 3093,86 Punkte. Für den Cac 40 in Paris geht es ebenfalls nach oben. Der FTSE 100 in London verzeichnet dagegen Verluste. Am Rentenmarkt stagniert die Umlaufrendite bei minus 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex steigt leicht um 0,02 Prozent auf 143,55 Punkte. Der Bund-Future sinkt um 0,21 Prozent auf 163,95 Punkte.

USA: Kursgewinne an der Wall Street

Mit Aufschlägen ist die Wall Street in die neue Woche gestartet. Die am Wochenende bestätigte Übernahme von Time Warner durch AT&T, gute US-Konjunkturdaten und neue Quartalsberichte gaben den Takt für die Wall Street vor. Zwar wurde die geplante Übernahme von Time Warner durch den Telekomkonzern AT&T bereits am Freitag im Handel gespielt, doch mit den konkreten Details zu der Übernahme blieb das Thema auf dem Radar. AT&T will mit dem gut 85 Milliarden Dollar schweren Zukauf die Wandlung zu einem Unterhaltungskonzern vollziehen.

Die US-Börsen haben am Montag mit Kursgewinnen geschlossen. Der Dow Jones legte 0,4 Prozent auf 18.223 Punkte zu. Der S&P-500 stieg 0,5 Prozent auf 2151 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um ein Prozent auf 5309 Punkte vor.

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Die große Frage wird nun sein, wie die Kartellwächter mit der geplanten Fusion umgehen werden. Frühere Mitarbeiter der Kartellbehörde sagten, dass es zumindest strenge Auflagen für eine Genehmigung der Transaktion geben dürfte. Die AT&T-Aktie knüpfte an die Abgaben vom Freitag an und verlor weitere 1,7 Prozent. Die Papiere von Time Warner fielen um 3,1 Prozent auf 86,74 Dollar, nachdem die Aktie am Freitag noch ein knapp 8-prozentiges Plus verbucht hatte. AT&T bietet in bar und Aktien 107,50 Dollar je Aktie.

Die Quartalszahlen der US-Unternehmen überzeugen bislang mehrheitlich. Von den bisher vorliegenden Zahlenausweisen der Unternehmen aus dem S&P-500 haben laut der Nachrichtenagentur Reuters rund 80 Prozent die Erwartungen übertroffen. In dieses Bild passen auch die vorbörslichen Aussagen von T-Mobile US. Der Mobilfunkanbieter hat die Prognose für das Kundenwachstum und das operative Ergebnis erneut angehoben. Das Unternehmen hat im dritten Quartal wiederum zahlreiche Kunden angelockt und den Gewinn kräftig gesteigert. Die Aktie legte um 9,5 Prozent zu. Nachbörslich sollten noch die Zahlen für das vierte Quartal von Visa folgen. Für die Aktie ging es um 1 Prozent nach oben.

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Eine weitere Fusion steht im Bereich Online-Handelsplattformen bevor. Die TD Ameritrade Holding übernimmt Scottrade Financial Services in einem 4 Milliarden US-Dollar schweren Deal. Damit schließen sich zwei führende Anbieter in diesem Bereich zusammen. Die Aktie von TD Ameritrade fiel um 4,4 Prozent.

B/E Aerospace verteuerten sich um 16,4 Prozent, nachdem Rockwell Collins am Wochenende den Kauf des Flugzeugzulieferers für 6,4 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Für Rockwell ging es um 3,8 Prozent nach unten, auch weil das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick auf das kommende Jahr gegeben hatte.  Euro weiterhin schwach

Rückenwind kommt aus der Politik: Der wachsende Vorsprung Hillary Clintons im Präsidentschaftswahlkampf in den USA löst unter Investoren Erleichterung aus. Laut einer Umfrage von ABC News hat Clinton nun einen Vorsprung von 12 Prozentpunkten, so viel wie noch nie seit Beginn des Rennens. "Wenn es die traditionelle Wahlrally auch dieses Mal geben sollte, müsste sie nun bald kommen", sagt ein Portfolio-Manager. Positiv merkt er auch an, dass die US-Indizes am Freitag nahe Tageshochs aus dem Handel gegangen waren.

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Konjunkturdaten liefern zusätzliche Einstiegsargumente: Der Markit-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für Oktober fiel mit 53,2 klar über der Erwartung von 51,5 aus. Analysten hatten mit einem unveränderten Stand gerechnet. Auch der Chicago Fed National Activity Index fiel leicht besser als prognostiziert aus. Der Index stieg im September auf einen Wert von minus 0,14 nach revidierten minus 0,72 im August.

Der Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard, hat seine Einschätzung bekräftigt, dass die Niedrigzinsen noch eine gute Zeit vorherrschen werden. "Niedrige Zinsen dürften noch über die nächsten zwei bis drei Jahre die Norm sein", sagte Bullard. Der Währungshüter, der in diesem Jahr stimmberechtigt im Offenmarktausschuss ist, schwieg sich zu seinen Ansichten über die Zinspolitik der Fed in der nächsten Zeit jedoch aus.

Devisen: Yuan fällt auf Rekordtief

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Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA setzt die chinesische Währung immer stärker unter Druck. zu Wochenbeginn kostet ein Dollar zeitweise 6,7754 Yuan und damit so viel wie noch nie. Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar, sondern darf nur in einer engen Spanne um einen von der Notenbank in Peking täglich festgelegten Kurs schwanken.

Seit der Aufnahme des Yuan in den Kreis der globalen Leitwährungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) Anfang Oktober steht die chinesische Währung jedoch unter Abwärtsdruck. Am Markt wird spekuliert, dass die chinesische Notenbank nach der Aufnahme des Yuan in den Kreis der Weltreservewährungen ihre Stützungskäufe am Devisenmarkt eingeschränkt hat. Die Entwicklung deutet nach Einschätzung der Devisenexperten der Commerzbank zudem darauf hin, dass trotz der Kapitalkontrollen immer noch Kapital aus China abfließt.

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Im Devisenhandel fiel der Euro zum Dollar am frühen Morgen nochmals auf das Tief vom Freitag bei 1,0860 Dollar, den niedrigsten Stand seit dem 10. März. Die guten europäischen Einkaufsmanagerindizes holten die Gemeinschaftswährung zwar aus diesem Tief heraus, die überzeugenden US-Konjunkturdaten und die Aussicht auf eine baldige US-Zinserhöhung verhinderten aber eine deutlichere Erholung. Im späten US-Handel notierte der Euro bei rund 1,0890 Dollar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0891 (Freitag: 1,0886) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9182 (0,9186) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89015 (0,89320) britische Pfund, 113,29 (112,96) japanische Yen und 1,0821 (1,0825) Schweizer Franken fest.

Händler führen die derzeitige Euro-Schwäche auf die Aussicht auf eine weiter ungebremste Geldflut durch die EZB zurück. Im Anschluss an die Zinssitzung der Notenbank am vergangenen Donnerstag hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi zwar mit konkreten Hinweisen zur weiteren Entwicklung der Geldpolitik weitgehend zurückgehalten. Allerdings machte der Notenbanker deutlich, dass ein abruptes Ende der Anleihekäufe durch die EZB unwahrscheinlich sei. Diese Aussage gilt am Markt als Ursache für die jüngste Kursschwäche des Euro.

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Die neue Dollar-Stärke löst in Expertenkreisen Unruhe aus. Analysten der DZ Bank gehen davon aus, dass die derzeitige Dollar-Stärke übertrieben und somit stark korrekturanfällig sein dürfte. Die Wirtschaftsdaten aus den USA mögen derzeit solide sein, hieß es in einer Einschätzung. Dennoch dürfte die geschätzte Wachstumsrate für das Gesamtjahr mit 1,5 Prozent deutlich unter Potenzial liegen. Vor diesem Hintergrund kann die Bank auch den derzeitigen Optimismus bezüglich der Fed nicht ganz nachvollziehen, zumal die tatsächlich eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im Dezember in den vergangenen Wochen nur moderat angestiegen sei.

Doch selbst wenn die Fed sich zu einem Dezember-Zinsschritt hinreißen lasse: mit einer daraus resultierenden dauerhaften oder dynamischen Aufwertung des Dollar wäre nicht zu rechnen, heißt es in der Analyse der DZ Bank. Schließlich werde die Fed auch im Verlauf des kommenden Jahres an ihrem extrem langsamen Tempo festhalten. Sorgen bereite in diesem Zusammenhang auch die aktuelle Entwicklung der spekulativen Marktpositionierung. Seit Ende September seien die spekulativen Euro-Dollar-Short-Positionen um beachtliche 44 Prozent angestiegen und das auch noch bei gleichzeitig steigendem Handelsvolumen. Der massive Überhang spekulativer Positionen sei ein weiteres Warnsignal für den Dollar.

Rohstoffe: Öl verliert leicht

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Mit Abgaben zeigten sich zu Wochenbeginn die Ölpreise. Händler berichteten von wachsenden Befürchtungen, dass die Einigung auf eine Begrenzung der Fördermenge scheitern könnte. Nachdem am Freitag noch Russland seine Teilnehme an einer solchen Aktion bekräftigt hatte, hat nun der Irak signalisiert, an der Umsetzung eines solchen Vorhabens nicht teilnehmen zu wollen. "Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Entscheidung des Irak jetzt einen Domino-Effekt auslösen könnte", so Energie-Analyst Gao Jian von SCI International. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel zeitweise unter 50 Dollar. Zum Settlement zeigte er sich 0,7 Prozent niedriger bei 50,52 Dollar. Für Brent ging es um 0,6 Prozent auf 51,46 Dollar nach unten.

Unterdessen dringt der venezolanische Präsident Nicolas Maduro wegen der drohenden Pleite des Erdölkonzerns PDVSA auf eine gemeinsame Lösung. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern einiger Förderländer, es seien "viele Szenarien" diskutiert worden.

Der Goldpreis gab zum Settlement um 0,3 Prozent nach auf 1.263,70 Dollar je Feinunze. Die Dollar-Stärke und die zunehmende Gewissheit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember belasteten das Edelmetall.

Asien: Exportdaten stützen Nikkei

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Überwiegend freundlich haben sich die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart präsentiert. Während im frühen Geschäft noch Zurückhaltung für überwiegend kleinere Verluste sorgte, brachten die jüngsten Exportdaten aus Japan wieder etwas Schwung in die Märkte. Leicht positiv kam auch an, dass die Wall Street vor dem Wochenende nahe am Tageshoch geschlossen hatte. In Schanghai beobachteten Teilnehmer überdies größere Fondszuflüsse in den Aktienmarkt.

In Japan stieg der Nikkei-225 um 0,3 Prozent auf 17.234 Punkte. Die Exporte sind im September zwar um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen - es war der zwölfte Monat in Folge mit einer rückläufigen Ausfuhr. Doch hatten Volkswirte in einer Umfrage des Wall Street Journal mit einem Fall um 10,6 Prozent gerechnet. Ein freundliches Signal sandte der japanische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der im Oktober auf 51,7 von 50,4 im Vormonat gestiegen ist.

"Die japanische Handelsbilanz hat den Markt positiv überrascht", sagte Marktanalystin Margaret Yang von CMC Markets. Im Monat zuvor waren die Exporte noch um 9,6 Prozent gefallen.
Als Grund für die seit geraumer Zeit rückläufigen japanischen Ausfuhren wird der starke Yen genannt, der die Exporte verteuert. Am Berichtstag zeigte sich die japanische Währung unterdessen wenig bewegt, der Dollar liegt bei 103,86 Yen. Seit Herbst 2015 indes ist der Yen auf dem Vormarsch gegen den Dollar.

Zu Wochenbeginn zeigten sich einige Exportwerte leichter wegen der anhaltenden Sorgen um die starke japanische Devise. So fielen unter den Autowerten Mitsubishi Motors und Suzuki Motor um jeweils 0,4 Prozent. Honda Motor gaben rund 0,5 Prozent ab.

Unter den weiteren Einzelwerten in Japan verloren Nintendo 4,8 Prozent, nachdem die Zeitung Nikkei berichtet hatte, der Videospiele-Hersteller habe wahrscheinlich einen Umsatzrückgang um 30 Prozent zu verkraften. Bereits in der Vorwoche hatten Verkäufe eingesetzt, nachdem die angekündigte neue Spieleplattform die Anleger enttäuscht hatte. Die Vorlage des Zwischenberichts zum ersten Geschäftshalbjahr hat Nintendo für Mittwoch nach Börsenschluss in Tokio (9.00 Uhr MESZ) angekündigt.

Mit den Aktien von Sharp ging es dagegen zu Wochenbeginn um 4,8 Prozent aufwärts. Der Elektronikkonzern will aus Gründen der Rationalisierung ein Werk in Hiroshima bis 2017 schließen und Kapazität von dort in eine andere Fabrik in derselben Präfektur verlagern.

Der chinesische Markt in Schanghai zeigte sich resistent gegen den schwächer gefixten Yuan. Der Leitindex Shanghai-Composite stieg um 1,2 Prozent. Vor allem Rohstoffwerte lagen im Plus mit Anzeichen, dass spekulative Fonds verstärkt in diesen Bereich gehen, wie es im Handel hieß. Laut Analyst Qin Hong von Securities Daily setzten diese vor allem auf ein Anziehen der Infrastrukturausgaben im vierten Quartal. Dies habe die Aktien aus den Branchen Kohle, Straßenbau und Zement befördert.

Der chinesiche Aktienmarkt wird Teilnehmern zufolge auch dadurch gestützt, dass es weitere Beschränkungen im Immobilienmarkt gibt und daher Fonds in Aktien umschichteten. Einstweilen hat die Credit Suisse chinesische Aktien auf "Outperform" hochgestuft und begründet dies unter anderem mit dem soliden Wirtschaftswachstum und der attraktiven Bewertung der dortigen Unternehmen.

Unter den besonders gesuchten Aktien der Kohlebranche stiegen China Coal Energy Company und Inner Mongolia Pingzhuang Energy Resources jeweils um 10 Prozent. Daneben waren aber auch Versicherer und Banken gefragt.

Der starke Markt in Schanghai zog auch die Hongkonger Nachbarbörse vom Minus ins Plus. Dabei waren vor allem einzelne Finanzwerte wie China Construction Bank gesucht, die um 1,2 Prozent zulegten. Auch Versorger und Immobilienaktien wurden gekauft.

Quelle: n-tv.de

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