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Freitag, 10. Februar 2012

Kein grünes Licht für Griechenland: Dax dürfte sich zurückhalten

Griechenland ist wie schon in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten das übergeordnete Thema am deutschen Aktienmarkt. Mittlerweile fallen die Reaktionen der Finanzmärkte auf neue Nachrichten aus Athen aber nur noch in homöopathischen Dosen aus. "Der Markt ist momentan resistent gegenüber schlechten Nachrichten", so ein Aktienhändler.

Der Dax wird im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz leicht schwächer bei 6771 Punkten indiziert. Am Vorabend war das Börsenbarometer bei 6788 Zählern aus dem Handel gegangen.

Die Euro-Finanzminister haben den Weg für ein neues Griechenland-Hilfsprogramm noch nicht freigegeben. Ehe neue Milliarden fließen, wollen sie konkrete Beweise dafür, dass Griechenland seine Reformversprechen umsetzt. Die Finanzminister planen nun ein neues Treffen am Mittwoch.

Griechenlands Parteien sind immer noch eine schriftliche Zusage schuldig, dass sie auch nach den im April erwarteten Wahlen die bisher gemachten Reformversprechen einhalten werden, mahnte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Das griechische Parlament dürfte bereits in einer Krisensitzung am Sonntag die Reform-Gesetze verabschieden. Zudem werde davon ausgegangen, dass bis Mittwoch kommender Woche eine Einigung zwischen den privaten Gläubigern und Griechenland zum Schuldenschnitt gefunden wird.

Die unerwartet starke Ausweitung des Handelsbilanzüberschusses in China lieferte keinen Impuls für die asiatischen Aktienmärkte. "Die Zahlen sind durch den Neujahrs-Effekt verzerrt und sollten daher nicht überbewertet werden", so Li Wei, Volkswirt bei Standard Chartered. Am Nachmittag wird dann in die USA geschaut. Volkswirte gehen im Schnitt davon aus, dass sich das Handelsbilanzdefizit per Dezember von 47,75 auf 48,50 Mrd. US-Dollar ausgeweitet hat. Sollte das Defizit höher ausfallen, dürfte dies nach Aussage eines Marktteilnehmers dazu führen, dass die Wachstumsrate von 2,8 Prozent nach unten revidiert wird.

nne/DJ