Anleger halten sich zurück: Asiens Börsen schwächeln
Die Aktienmärkte in Fernost gehen angeschlagen ins Wochenende. Vor allem die europäische Schuldenkrise trübt die Stimmung.
Die Eurokrise hält AsiensBörsen weiter in Schach. Zwar wagten sich vereinzelt Schnäppchenjäger aus der Deckung.Wegen der Unsicherheit über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sowie überdie Erholung der Weltwirtschaft hielten sich Anleger aber insgesamt zurück und vermiedenRisiken.
In Tokio beendete der 225Werte umfassende Nikkei-Index den Handel 0,2 Prozent höher mit 8580 Punkten. Derbreiter gefasste Topix-Index schloss kaum verändert mit 722 Zählern. "Gekauftwerden vor allem Titel, die in den vergangenen Tagen in großem Umfang verkauft wurden",sagte ein Händler eines europäischen Brokerhauses. Dazu gehörten etwa Canon, die2,2 Prozent anzogen. "Außerdem greifen die Leute nach defensiven Werten",ergänzte er mit Blick auf Titel, die weniger schwankungsanfällig sind, weil sienicht so stark von der Konjunktur abhängen. Vor allem Pharma- und Nahrungswertewaren gesucht.
Zu den Gewinnern zähltenferner die Aktien von Japan Tobacco mit einem Kursplus von 5,2 Prozent. Der drittgrößteZigarettenhersteller der Welt hatte am Donnerstag nach Marktschluss mitgeteilt,den belgischen Tabakproduzenten Gryson übernehmen zu wollen. Bergab ging es dagegenmit Sony, die 4,5 Prozent tiefer schlossen.
An den meisten anderen asiatischenBörsen ging die Talfahrt weiter. "Fonds reduzieren immer noch ihre Positionen",sagte Analyst Wang Ao-chao von UOB Kay Hian in Shanghai. "Wir handeln zu niedrigenBewertungen, doch keiner will kaufen wegen der verschiedenen Unsicherheitsfaktoren."Die Märkte in Hongkong, Shanghai, Australien und Taiwan gaben nach. Seoul dagegenlag im Plus.
Quelle: n-tv.de