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Anleger spekulieren,dass viele der durch Hurrikan "Harvey" zerstörten Fahrzeuge zügig ersetzt werden.
Anleger spekulieren,dass viele der durch Hurrikan "Harvey" zerstörten Fahrzeuge zügig ersetzt werden.(Foto: REUTERS)
Freitag, 01. September 2017

Wall Street schließt fester: Anleger wetten auf Zinspause

Schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt bescheren den New Yorker Börsen leichte Gewinne. Eine weitere rasche Zinserhöhung durch die Fed wird durch die Daten unwahrscheinlicher. Die Profiteure von Tropensturm "Harvey" sind die Autotitel.

Die Aussicht auf eine weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank hat die Wall Street zum Wochenschluss angeschoben.

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Im August schufen die Unternehmen außerhalb der US-Landwirtschaft 156.000 statt der erwarteten 180.000 neuen Stellen.

Zudem stiegen die Stundenlöhne mit 0,1 Prozent nur halb so stark wie gedacht. Damit schwinden die Hoffnungen der US-Notenbank, dass die vergleichsweise niedrige Inflation bald steigt. Händler erwarten deshalb, dass die Fed erst Mitte 2018 die Zinszügel anziehen wird.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,2 Prozent auf 21.987 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2476 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,1 Prozent auf 6435 Stellen.

Damit stieg der Dow in dieser Woche um 0,8 Prozent, der S&P um 1,4 und die Nasdaq um 2,7 Prozent. Für die Technologie-Börse war das die stärkste Wochenentwicklung im bisherigen Jahresverlauf.

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Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählten die Autobauer. Zwar lief das Geschäft für die großen Hersteller im August durchwachsen. Doch gibt es die Hoffnung, dass viele der durch Hurrikan "Harvey" zerstörten Fahrzeuge zügig ersetzt werden. Um wie viele es geht, ist unklar. Schätzungen dazu reichen von 200.000 bis zu einer Million.

Aktien von General Motors, Fiat Chrysler und Ford stiegen zwischen zwei und fünf Prozent.

Auf den Kaufzetteln standen auch Lululemon mit einem Kursplus von 7,2 Prozent. Der Yogabekleidungshändler steigerte den Quartalsumsatz dank eines boomenden Onlinehandels um sieben Prozent - fast doppelt so stark wie gedacht. Lululemon hob zudem ihr Gesamtjahresziel an.

US-Staatsanleihen gaben nach. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 12/32 auf 100-24/32. Sie rentierten mit 2,165 Prozent.

Die 30-Jährigen verloren 10/32 auf 99-16/32 und hatten eine Rendite von 2,775 Prozent. Händler verwiesen auf die starken Daten der US-Industrie, die auf eine weiter solide Wirtschaftsentwicklung hindeuteten.

Quelle: n-tv.de

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