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Nouriel Roubini

Freitag, 06. November 2009

Roubini Global Economics

Riesige Spekulationsblase

Sandra Navidi, Roubini Global Economics.

Sandra Navidi von Roubini Global Economics geht davon aus, dass wir möglicherweise die Mutter aller Spekulationsblasen sehen könnten. Aktuell steigen die Preise risikoreicher Anlageklassen immer weiter, teilweise fundamental gerechtfertigt, aber sie steigen zu schnell und zu stark. Alle Investoren gehen in die gleichen Anlageklassen und die Zinsen sind zu niedrig, der Dollar ist zu schwach. Investoren können sich also Geld zu einem quasi negativen Zinssatz leihen und investieren dann in Öl oder Aktien und die Preise steigen. Das ist ein globales Phänomen, denn die US-Politik zwingt quasi die anderen Ländern gleichzuziehen. Hinzu kommt erschwerend die extreme Dollar-Schwäche. Dieses Szenario könnte im schlimmsten Fall zur größten bisher dagewesenen Spekulationsblase führen. Wenn der Dollar aber wieder stärker wird, dann ziehen auch die Zinsen an, dann will keiner der letzte auf dem Markt sein – und die Blase platzt

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Roubini Global Economics
Mutter aller Spekulationsblasen
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Nouriel Roubini ist Professor für Volkswirtschaft an der Stern School of Business der New York University und hat sich in der Vergangenheit mit seinen treffsicheren Prognosen einen Namen gemacht. Heute gilt er als Koryphäe unter den Wirtschaftspropheten.

In einer exklusiven Deutschland-Kooperation kommentieren die Experten aus Roubinis Team jeden Freitag um 8.15 Uhr und 12.30 Uhr die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen.

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Kommentare
Christian67 sagt:
06.11.09 22:08

Der Mann auf der Strasse sagt dazu: "Klar, hätte ich euch gleich sagen können."Die ganzen Milliarden und Billionen der FED und EZB usw. schaffen es auch nicht die Märkte wieder in die alten Höchststände zu pushen. Und wenn die Blase platzt geht es weit, ganz weit nach unten. Frank Meyer erwähnt ja ab und zu mal die Elliot-Wellen, er weiss vielleicht dass die vorherige Welle 4 korrigiert werden muss, also Dow unter 1000.Doch wo geht das Geld dann hin? Bingo, in die Sachwerte. All die schönen zinslosen Giralgeldkredite an die Geschäftsbanken wandern in Sachwerte, viele Billionen haben sich inzwischen versammelt. Die Sachwerte steigen gegen Papiergeld dann ins Unermessliche, Simbabwe lässt grüssen.Gut dass ich gelernter Handwerker bin.


Igel sagt:
08.11.09 18:17

Einen Bauernhof müsste man haben mit einem kleinen Acker ...


HotD sagt:
08.11.09 18:18

Mit den niedrigen Zinsen hat man sich leider selbst in eine Falle manövriert. Australien konnte den Zins ohne grosse Sorge erhöhen. Dort war man ja auch nicht so tief gefallen. In USA sieht das anderst aus. Sobald der Zins dort steigen wird droht eine enorme Crashgefahr und das für die ganze Welt. Da man durch die vielen Massnahmen, welche man in den vergangenen Monaten durchgeführt hat, bereits massiv angeschlagen ist wird man gegen den dann kommenden Crash kaum noch Mittel haben. Das kann aus diesem Grund durchaus die Mutter aller Crashs werden. Solange an der Zinsfront in USA alles beim alten bleibt kann man noch gut schlafen. Sobald sich dieser Zustand ändert sollte man aber sofort Alarmstufe "rot" auslösen. Dann wird es gefährlich. Als neue Weltwährung schlage ich schon heute den Terra vor. 100 Cent = 1 Terra. Ich denke das hört sich besser an als 100 Cent = 1 Yuan.


Stephan Caon sagt:
09.11.09 06:36

Stellen wir doch einmal fest: Der DAX liegt immer noch seit Krisenbeginn gute 25% unter dem mittleren Niveau, wo er sein sollte oder könnte. Der DAX-Chart stellt - seit Tiefststand im März 09 - ein eigentlich recht gesundes und normales V dar. Viele Unternahmen liefern wieder Zahlen, die über den Erwartungen liegen, und wir gehen jetzt in die "Jahresend-Rally", und das war (außer 2007)schon immer so. Und ... die internationale Anlegerschaft hat so viel Liquidität wie noch nie. Also ich bin überzeugt, bis Ende Januar ist für Kurz- und Mittelfristler alles im grünen Bereich. Tja, und dann ... also eine platzende Blase in Form eines Supercrashs sehe ich nicht, allerdings - sofern man Parallelen zu 2004 ziehen will - werden die Kurse in 2010 aufgrund der Krisen-(Nach-)Wirkung eher seitwärts bis abwärts tendieren. Ich persönlich lehne es jedoch ab, wenn die Börse `mal einige Tage oder Wochen lang gut läuft, dass dann sofort einige "Bären-Spazialisten" wieder den nächsten grossen Crash proklamieren. Fazit: Alles läuft weitgehend normal.