Freitag, 12. Februar 2010
Roubini Global Economics
Nur die Spitze des Eisbergs
Die Lage Europas durch die Schieflage Griechenlands ist ernst. Nach Einschätzung von Sandra Navidi von Roubini Global Economics muss die Regierung in Athen über ihren Schatten springen und die Hilfe des IWF annehmen, um einen großen Schaden für den Währungsraum zu verhindern.
Anders als der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou sieht das Team von Ökonom Nouriel Roubini kein Stigma in einem Eingreifen des Währungsfonds, im Gegenteil: "Der Fonds hat 60 Jahre Erfahrung darin, Hilfspakete aufzulegen und an Bedingungen zu knüpfen". Die Aufgabe der Europäischen Zentralbank hingegen sei nicht die Unterstützung einzelner Länder, sondern die gemeinsame Geldpolitik.
Nouriel Roubini ist Professor für Volkswirtschaft an der Stern School of Business der New York University und hat sich in der Vergangenheit mit seinen treffsicheren Prognosen einen Namen gemacht. Heute gilt er als Koryphäe unter den Wirtschaftspropheten.
In einer exklusiven Deutschland-Kooperation kommentieren die Experten aus Roubinis Team jeden Freitag um 8.15 Uhr und 12.30 Uhr die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen.