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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Die unerträgliche Euro-Eierei

Leben oder sterben lassen

Ein Kommentar von Nikolas Neuhaus

Wenn Europa nicht jetzt die Gelegenheit beim Schopfe packt und mit der Flucht nach vorne zu einer echten politischen Union findet, ist es aus mit dem Euro. Das wäre trotz aller Sehnsucht nach der guten alten D-Mark vor allem für Deutschland eine große Last.

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(Foto: REUTERS)

Aufhören, es reicht! Das Gerede über den Untergang des Euro, über die Republik der Zahlmeister, über die Sparsamkeit der Deutschen und den Südstaaten-Schlendrian, über den Austritt oder noch viel besser den Rauswurf von Staaten aus dem Euro-Raum, ja, kurzum über die geschundene deutsche D-Mark-Seele, ist unerträglich geworden. Nicht, weil die Fragen nach der Zukunft des Euro unbequem oder gar unberechtigt wären, ganz und gar nicht. Sondern, weil die Antworten längst bekannt sind, aber politisch schlicht ignoriert werden.

Der Euro ist tatsächlich in akuter Lebensgefahr. Doch statt zu erkennen, wie der Patient langfristig therapiert werden kann, wird er nach jedem Schwächeanfall wiederbelebt und darüber geredet, was bei der Geburt alles schiefgelaufen ist.

 
Umfrage Diskussion um den Euro: Rückkehr zur D-Mark?

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Mancher Ruhestands-Ökonom meint nun, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auch noch ein Buch schreiben zu müssen. Das lässt sich dann wunderbar auf einer Lesereise durch die Talkshows der Republik in bester Sarrazin-Tradition unter das Volk bringen - getreu dem Motto "Was Sie schon immer über den Euro lesen wollten und ich Ihnen deshalb nun aufgeschrieben habe". Spaltet sich der Euro also künftig in einen Nord- und einen Süd-Euro? Stimmt, bei Aldi hat das ja auch funktioniert! Wenn wir schon bei prima Ideen sind: Wir Deutschen hängen doch so der D-Mark hinterher, aber unserer Wirtschaft bekommt der Euro so gut. Warum schlagen wir dann nicht zwei Fliegen mit einer Klappe und führen den Deutschland-Euro ein - also den Deuro? Das fällt gar nicht weiter auf, denn den Teuro haben wir ja auch schon, nicht wahr? Doch Zynismus beiseite.

Unbestritten muss sich etwas ändern, denn eine ständig schwelende Angst vor einer unbeherrschbaren Staatspleite hält auf Dauer keine Währungsunion aus. Es geht deshalb nun um nicht weniger als die Gretchenfrage: "Nun sag, wie hast du’s mit dem vereinten Europa?"

Jetzt oder nie

Die Politik hat genau zwei Optionen, nämlich eine echte politische Union und damit eine Chance für den Euro oder ein krachendes Ende der Währungsunion mit einem Zerbrechen in alte Nationalstaatlichkeit. Gemeinsam oder einsam, dazwischen gibt es nichts. Seriös bis auf die letzte Stelle sind beide Szenarien nicht zu kalkulieren. Klar ist aber, dass weder eine gemeinsame Zukunft noch ein Scheitern des Euro eine günstige Veranstaltung würde. An die Stelle der Kosten-Nutzen-Arithmetik muss deshalb nun politische Vernunft und Weitsicht treten. Das kann nur bedeuten: Einigung und gegenseitige Verbindlichkeit müssen mehr wert sein als Spaltung und Gegeneinander. Das gilt umso mehr für Deutschland, das wie kaum ein anderes Land von Europa und dem Euro profitiert.

Zeiten ändern sich, doch eine Ablösung des Dollar als Leitwährung bleibt ein sehr langfristiges Ziel.

Zeiten ändern sich, doch eine Ablösung des Dollar als Leitwährung bleibt ein sehr langfristiges Ziel.
(Foto: REUTERS)

Für die deutsche Industrie ist der Euro ein Export-Förderprogramm par excellence. Er nimmt nicht nur das Währungsrisiko von den Verkäufen in die wichtigsten Abnehmerländer, sondern hält die Währungsgewichte in Europa auch dann fest, wenn die heimische Produktivität noch wächst. Das zahlt sich unmittelbar aus. Und die Vorteile machen nicht an den Grenzen Europas Halt. Je stärker der Euro nicht nur in Europa, sondern darüber hinaus auch in der Welt an Einfluss gewinnt, umso besser ist das auch für die heimische Wirtschaft. Je mehr Waren nämlich in Euro abgerechnet werden, umso weniger Unwägbarkeiten und Preisrisiken bedeutet das für die hiesigen Unternehmen auch auf ihrer Einkaufseite.

An Einfluss gewinnt eine Währung jedoch gewiss nur, wenn sie auch politisch auf stabilen und starken Schultern ruht. Ein Neben- oder gar Gegeneinander in der Fiskal- und Haushaltspolitik von 16 Euro-Staaten ist jedoch das Gegenteil davon und deren dramatische Folgen sind derzeit in Europa zu beobachten. Ein starker Euro braucht ein starkes Europa, das in den wichtigen Fragen etwa der Steuerpolitik an einem Strang zieht. Das gelingt aber nicht durch Sonntagsreden und gute Vorsätze, sondern nur mit gemeinsam verantwortetem Geld. Im Klartext: Alle Euro-Staaten müssen sich künftig grünes Licht für ihre Haushalte in Europa abholen.

Angst wider die Vernunft

Dass die Zukunft in einer solchen politischen Union liegt, ist auch in Berlin angekommen, ausweislich bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Vorstöße in diese Richtung, etwa mit Eurobonds eine gemeinsame Schuldenaufnahme zu regeln, werden von Kanzlerin Angela Merkel jedoch kategorisch stur vom Tisch gewischt. Merkel bedient damit den weit verbreiteten Angstreflex vor einer Transferunion, in der Schuldensünder ihre Defizite immer weiter nach oben treiben und dauerhaft vom Musterschüler Deutschland mitfinanziert werden.

So nah und doch so fern: Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble.

So nah und doch so fern: Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble.
(Foto: picture alliance / dpa)

Diese Sorge übersieht jedoch drei wichtige Punkte: Selbst wenn Deutschland noch stärker als bisher finanziell durch Europa in Verantwortung genommen wird, wäre dies trotzdem bei weitem noch lohnender als ein Scheitern des Euro. Darüber hinaus liegt es auch in den Händen Deutschlands, die Institutionen in Europa so aufzustellen, dass ein gemeinsamer Haushalt auch von demokratisch legitimierten Volksvertretern entschieden wird. Es wird nicht reichen, dass die Staats- und Regierungschefs demnächst das finanzielle Schicksal Europas unter sich auskungeln, sondern es muss im Europaparlament entschieden werden. Zuguterletzt kommt die Angst vor einem Verlust an Fiskal-Autonomie der nationalen Parlamente schlicht zu spät. Wie wenig diese Budgethoheit noch wert ist, wurde nirgends klarer als bei der eiligen Verabschiedung immer neuer Rettungsmilliarden, erst für den Finanzsektor, dann für Euro-Sorgenstaaten. Es wird Zeit, dass die Politik wieder in die Offensive kommt - vor der eigenen Haustür wird das schwerlich möglich sein.

Die Zeit des Zögerns muss jetzt vorbei sein, sonst wird die Entscheidung über den Euro nicht von der Politik, sondern jenseits der Parlamente getroffen. Noch können wir dem Euro und damit auch Europa eine echte Chance geben. Es wird kein Zuckerschlecken, aber es lohnt sich.

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Kommentare
Hansi sagt:
15.12.2010 07:07

Sehr richtig Herr Neuhaus: Es wird endlich wieder Zeit, dass sich Europas Politiker auf die Vision des Kontinents besinnen und ihre kurzsichtgen nationalen Interessen hinten anstellen. Es kann doch niemand ernsthaft der Meinung sein, den Euro wieder abzuschaffen. Frau Merkel: Besinnen Sie sich!


oskar stein sagt:
15.12.2010 07:41

Es ist betrueblich die Unverbesserlichen immer nur in ihrer wer A sagt, muss auch B sagen Manier zu vernehmen. Richtig ist wer A sagt muss auch die Option haben, zu erkennen, dass A ein Fehler war. Prognosen sind keine Wahrheiten und Meinungen haben immer kuerzere Halbwertszeiten. Ich wuensche mir eine unabhaengige gruendliche Aufarbeitung dieses nicht enden wollenden Schreckens. Und ganz ehrlich wer von den Beteiligten hat in der Vergangenheit seine Schuldenberge verkleinert? Wozu beispielsweise dienen die Vorschlaege eines erregten Liechtensteiners. Aufwachen... nur der Moeglichkeit billiger weiter Schulden zu machen. Gruss


B. Reinken sagt:
15.12.2010 07:47

Herr Neuhaus scheint Politiker zu sein. Er labert endlos, ohne richtig was auszusagen oder echte Lösungen anzubieten.


NP sagt:
15.12.2010 07:53

Im Prinzip richtig. Wir sollten auch nicht darüber nachdenken den Euro abzuschaffen. Wie die Währung heisst ist letztendlich völlig egal. Wir sollten aber ernsthaft darüber nachdenken das Währungssystem zu ändern. Ein Zinseszinssystem welches die Schuldenlast in schwindelnde Höhen treibt kann, mathematisch gesehen, nur irgendwann in den Ruin führen. Eigentlich kennen wir ja alle die Geschichte von dem König, dem Schachbrett und den Reiskörnern ... und im Prinzip verhält es sich mit dem Zinseszinssystem ganz ähnlich.


Markus Kollas sagt:
15.12.2010 08:05

Der Kommentar ist gut und spricht mir ganz aus dem Herzen. Aber er lässt eine wichtige Sache außer Acht, die man bei solchen Dingen nie vergessen darf. Nämlich die alte Weisheit, dass sich ein Volk nur dann gut regieren lässt, wenn es Angst hat. Seit dem Mauerfall ist die Möglichkeit eines Ost-West Konflikts gebannt, die Terrorismusgefahr gibt leider nicht so viel her, wie mancher Politiker gerne hätte. Also benötigt man ein weiteres Schreckensgespenst. Warum etwas ändern, wenn diese Angst doch beim Regieren hilft? Besinnt euch Leute: Wir sind das Volk!


Michael Böwingloh sagt:
15.12.2010 08:07

Dieser Kommentar strotzt vor ökonomischem Halbwissen. Unerträglich zudem so zu tun, als wäre der Euro und damit auch die Rettung alternativlos. Hier nur einige Punkte die Herr Neuhaus gänzlich unter den Tisch fallen lies: - sofern eine politische und fiskalische Union unter dem Damoklesschwert einer trudelnden Währung vollzogen wird, die Bürger also mitnichten mitgenommen werden, dürften die Spannungen eher zunehmen, den abgebaut werden, die Fliehkräfte würden die EU auseinanderbrechen lassen - den vermeintlich geholfenen Ländern wird schlicht nicht geholfen, sondern lediglich Zeit gewährt, am Ende dieser Zeit wird, das zeichnet sich bei Griechenland schon deutlich ab, wird ein größerer Schuldenstand zu Buche stehen, als vor der Rettung. - wie beantwortet der Kommentator den die ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Union, die mit einer gemeinsamen Währung eher verschärft wurden, den gemindert - im Falle von Griechenland hätte ein geordnetes Insolvenzverfahren, welches der IWF bereits mehrfach global angewendet hat, die richtige Alternative gewesen, zukünftigen Spekulationen wäre der Boden entzogen worden Der Kommentator verlangt schnelles Handeln, wo Umsicht und andere Optionen gefragt sind.


Brutus sagt:
15.12.2010 08:12

Angesichts der nahezu weltweiten, hemmungslosen Schuldenorgien bis selbst in die kleinsten Kommunen werden nicht nur Deutschland das Genick brechen, egal wie sich die bedruckten Papierfetzen schlußendlich nennen. Der Systemcrash wird sich nicht abwenden lassen. Erst wenn die ganzen Maden, Parasiten und faulen Stellen beseitigt sind, gibt es vielleicht wieder einen Neubeginn.


Euronia sagt:
15.12.2010 08:25

Das eine Gemeinschaftswährung nur unter gleichen Voraussetzungen aller teilnehmenden Länder funktionieren kann ist richtig. Die Wahrheit ist aber auch, dass es derzeit nicht gelingen kann, diese Vorrausetzungen auf politischer Ebene zu schaffen. Das setzt nämlich vorraus, dass alle Bürger in allen Ländern der E 16 Staaten ihre nationalen Denkweisen vernachlässigen, gegenüber der Gemeinschaft in Europa. Das war man in der Vergangenheit in 30 Jahre nicht bereit, man wird es auch nicht in den nächsten 5 Jahren schaffen. Zumindest nicht mit demokratischen Mitteln. In Krisenzeiten, wo es defacto um das finanzielle Überleben einzelner Länder geht, schon gar nicht. Diese Zeit hat der Euro auch nicht mehr. Nun rächt sich der Konstruktionsfehler, viele Länder mit unterschiedlich starker Volkswirtschaft unter eine Einheitliche Währung u. Zinsen zu zwängen, ohne Wechselkursmöglichkeiten. Ökonomisch niemals auf längere Sicht möglich. Das ist die unbequeme Wahrheit.Das Experiment Euro ist bereits gescheitert. Man wird den Euro und viele überschuldete Länder abwickeln müssen. Gelingt das nicht, machen es die Märkte und Europa bricht auf allen Ebenen auseinander. Nach der Abwicklung ggf. ein europäischer Neustart. Aber bitte diesmal mit Einbindung des einzelnen Bürgers ! Die EU ist nämlich alles andere als basisdemokratisch. Davor haben viele Menschen, ich meine mit Recht, Angst. Euronia


Klaus Berger sagt:
15.12.2010 08:27

Ich habe als Deutscher bis jetzt 2 Jahre in Italien gelebt, ein schönes Land und gute Menschen, mit ihrer eigenen Kultur und Lebensweise. Dies soll so sein und wird sich auch nie ändern. Die Italiener auch die Spanier und Griechen haben einen lockeren Lebenstil und sind nicht so analytisch wie wir Deutschen. Ich will hier nicht Vor- oder Nachteile heraus arbeiten. Ich wohnte in Italien in einer kleinen Gemeinde und die Leute sind es gewöhnt mit ihrer Währung und den Preisen zu spielen. Beim Gemüsehändler an der Ecke kosten nun das Kilo Tomaten 6 Euro! Das ging gut mit dem Lire, aber nicht mit der Monsterwährung Euro. Die Italiener treiben so selbst die interne Inflation voran. Es steht den Leuten bereits das Wasser bis zum Hals, was die Unruhen in Rom zeigen. Für mich steht fest: der Euro muss sterben so schnell es geht, sonst gibt es bald ein Blutvergiessen. Man kann eine gemeinsame Währung auf dem Papier erschaffen, aber nicht ganze Kulturen daran anpassen, das ist der Haken an der Sache!


Manilensis sagt:
15.12.2010 08:31

Herr Neuhaus Sie übersehen, daß wir nicht alleine entscheiden, ob der € weiterbesteht. In anderen Ländern kommt es auch zu Spannungen. Bei den einen geht es um das zu strenge Sparpaket, die anderen wollen - wie die Deutschen - auch nicht die Party im Olivengürtel zahlen. Raus und zwar so schnell wie möglich. Hören Sie auf mit der Angstmacherei. Es gab auch eine Zeit vor dem Euro, oder sind Sie noch nicht so alt, daß Sie sich daran erinnern können.


Logi sagt:
15.12.2010 08:36

der Author hat in vielen Dingen Recht, sollte allerdings aufhören von einer Wirtschaftsunion zu sprechen.Die Staaten waren ja bisher noch nicht in der Lage ebensowenig wie die EU-Kommission sich an die Maastricht Verträge zu halten. Wie sollen da weitere Haushaltsverpflichtungen etc. eingehalten werden? Merkel hat auch Recht, wenn sie jetzt mal Stopp sagt zu weiteren Hilfspaketen. Der Bürger hat die Nase voll von den Schuldenmachern . Auch wenn wir viele Vorteile durch den € und die EU haben - es langt!! Wir können nicht allen helfen oder alle retten.


Wengenmaier sagt:
15.12.2010 08:42

Einige Staaten hatten bei Beginn der Währungsunion bereits Ihre Leichen im Keller gehortet. Diese fangen jetzt an zu stinken.Herr Weigel wo ist nun Ihre stabile Währung ?


Heribert Schneider sagt:
15.12.2010 08:45

Das politisch-ökonomische System Europa funktioniert ähnlich wie die gemeinsame Bildungspolitik von 16 deutschen Bundesländern, nämlich schlecht. Für die Vorhersage der Resultate braucht man keine Glaskugel: Ausnahmslos jeder Zusammenschluss von Gemeinschaften unterschiedlicher kultureller Entwicklungen ist historisch gescheitert. Aus dem friedlichen Wettbewerb der europäischen Staaten ist eine willkürliche Gleichmacherei geworden, deren Folgen wir jetzt zu spüren bekommen. Das Hauptargument gegen die Wiederbelebung der D-Mark ist absurd. Unsere Exporte wären keineswegs gefährdet, schließlich hat das bis zum 31.12.2001 gut funktioniert.


Mr. Question sagt:
15.12.2010 08:56

Wem nützt eigentlich ein Starker Euro. Kein Euroland hat es bisher geschafft seine Schulden zu reduzieren. Auch Deutschland nicht. Im Gegenteil der Schuldenberg steigt stetig an und Deutschland liegt mit über 70 Verschuldung bezogen auf das Bruttoinlandsprodukts über der Marke von 60 die im Stabilitätspakt vorgegeben ist. Bei Frankreich liegt die Quote sogar über 80 . Und diese Länder sollen für die Schulden der anderen einspringen. Schon jetzt ist Deutschland der größte Nettozahler in der Union. Will man den Betrag weiter erhöhen, geht das nur über einen noch schneller waschsenden Schuldenberg und/oder über Steuererhöhungen und Kürzung im Sozialbereich. Damit würde die Inlandsnachfrage wieder sinken und Deutschland müsste noch mehr exportieren. Übrigens als es Deutschland gut ging und es noch die geliebte D- Mark gab, war diese nicht so stark wie der Euro heute. Die Inflation lag da zwischen 2 und 4. Die Leute die eine starke Währung fordern sollten sich auch mal darüber Gedanken machen wie die Schulden sozialverträgliche zurückgefahren werden können. Gelingt diese nämlich nicht, müssen sie damit rechnen, einen großen Teil ihres Vermögens abzugeben. Diese währe unausweichlich. Bei der Alternative einer Inflation und nicht Hyperinflation gibt es immer noch die Möglichkeit in andere Anlageformen aus zu weichen. Bei einer Inflation würde sich vielleicht auch so mach einer Überlegen ob er konsumiert und damit die Inlandsnachfrage mit steigern würde an statt das Geld weiter zu horten. P. S. Dass der Euro mit einem Kurs von Dollar/Euro bei über 1,33 in Gefahr ist, ist absoluter Unsinn.


Andreas Fischer sagt:
15.12.2010 09:06

Die Gretchenfrage ist doch: Ist es möglich die politische, kulturelle sowie wirtschaftliche Denk- und Handlungsweise von allen Eurostaaten per Dekret anzugleichen? Beantworten Sie sich diese Frage selbst. Der Euro mag für die deutsche Wirtschaft ein Segen sein, aber er steigt und fällt mit der gesellschaftlichen Akzeptanz. So lange nun der Normalbürger aus Staat A das Gefühl hat, die Bürger aus Staat B sind in Wirtschaftsfragen unverlässlich, wird er eine gemeinsame Währung kritisch bis negativ betrachten. So lange demnach nicht alle Europäer den Euro in eine Richtung ziehen und wie sollten sie das bei derart großen Unterschieden in der Wirtschaftsleistung, so lange wird der Euro das ungeliebte Kind der Union bleiben.


Torsten Niemann sagt:
15.12.2010 09:28

16 Länder haben: 16 Volkswirtschaften, 16 Finanzministerien, 16 Kulturkreise, aber nur eine Währung, da kann sich jeder der rechnen kann und vor allem auch will an fünf Fingern anzählen dass so etwas nicht funktionieren kann. Entweder schaffen wir auch politisch eine vollständigen Zusammenschluß oder wir müssen uns wieder auf nationale Währungen rückbesinnen


KapielMa sagt:
15.12.2010 09:31

Ich sage nur es wäre besser zu vereinbaren das die neuaufnahme von Schulden vorab von einer unabhängigen Stelle in Brüssel oder in Deutschland und erstmal nur bei Defezitsündern also überschuldeten Länder wie z. B. Irland, Portugal, Spanien, Griechenland, Italien und evtl. lieber auch noch vorsichtshalber Frankreich diese Neuaufnahme prüft das diese Schulden eben auch zurückbezahlt werden können. Diese Absicht muss bestehen - dies für jedes Euro-Land von vornherein einzuführen wäre ungerecht, diese sollte die Bestrafung sein an und für die Länder die nicht mit Geld umgehen können und die Haushalte total ruinieren. Ich empfehle auch noch einmal auf einer Internetsuchseite nach dem Begriff: Warum der Crash noch einmal kommt zu suchen in diesem Buch steht einiges an brauchbaren Informationen.


Hans Flohr sagt:
15.12.2010 09:39

Es hat nichts mit Gerede zu tun, wenn das Ende des Euro diskutiert wird. Der Euro ist am Ende. Theoretisch denkbare Rettungsmaßnahmen werden die Aufgabe nationaler Souveränität in den Euro-Staaten und massive Haushalts-Sanierungsschritte voraussetzen. Das wird weder in Deutschland und schon gar nicht in den hochproblematischen Südstaaten akzeptiert werden. Die Reaktionen kann man sich in Griechenland ja schon einmal ansehen. Deutschland wird einen Weg mit ähnlich aufgestellten Staaten z. B. NL, F, A, Lux finden müssen, wie immer der aussieht. Ziel kann ein Nord-Euro sein, nicht die D-Mark.


XETRA sagt:
15.12.2010 09:52

Für alle, die es IMMER NOCH NICHT BEGRIFFEN HABEN: Es ist/gibt keine Eurokrise, das ist fachlich und sachlich falsch – sondern eine Schuldenkrise europäischer HH. Und ein Scheitern ist KEINE Option. Für Deutschland, als faktisch unbestritten größten Profiteur und Nutznießer von EU und Euro sowieso nicht! Der Euro steht gar nicht zu Disposition. Da die Frage nicht die alternative zum Euro ist, sondern nur wie viele Länder diesen künftig als offizielles Zahlungsmittel haben werden!


Garfield sagt:
15.12.2010 09:53

1. Den europ. Staatenverbund gibt es seit mehr als 5 Jahrzehnten und bis 2002 ohne den Euro für 16 der 27 EU-Länder. Auch mit der DM waren wir Exportweltmeister made in germany!. 2. Es geht nicht um den Euro, sondern um 18,2 Bio. Euro fauler Kredite in europ. Banken bzw. um einen Freifahrtschein für leistungslose Zinsgewinne von Banken! 3. Es wird keinen europ. Bundesstaat geben, denn die EU-Politiker akzeptieren kein Votum einer Bevölkerung, wie die 2. Volksabstimmung in Irlang gezeigt hat! 4. In D. entscheidet allein das BVerfG im Frühjahr 2011 und wir Bürger darüber, aber kein einziger Politiker und keine Medien!


Ralf Schräder sagt:
15.12.2010 09:53

Mag ja sein Herr Neuhaus, aber was soll der Verweis auf Herr Sarrazin? Wenn andere möglicherweise ein Weihnachtsgeschäft ausnutzen wollen - bitte schön. Ihr Vergleich ist aber unzulässig! Das erkläre ich Ihnen aber jetzt nicht näher. Frohe Weihnachten!


H.Sinn sagt:
15.12.2010 09:57

Die platte politische und volkswirtschaftliche Ananlyse unseres Euro-Desasters durch den Gutmenschen Neuhaus geht stillschweigend davon aus, daß wir Deutschen auch weiterhin die Deppen von mafiösen Mittelmeervolkswirtschaften sind, die schamlos die nordeuropäischen Volkswirtschaften der EU ausbeuten. Wer einmal am Tropf hängt braucht sich nicht mehr anzustrengen - wie bei Hartz IV - denn die starken Schultern der Deutschen sind ja auf immer und ewig der Solidarität verpflichtet!! Herr Henkel hat Recht, wenn er eine Nord - Währungsunion empfielt, in der nur gleichstarke Länder vertreten sind. Deshalb: Raus aus der heutigen Währungsunion. Die Mittelmeerländer ruinieren letztendlich- wir profitieren absolut nicht von diesen- das gut gemeinte Ganze. Wie unreflektiert die auf Gedeih und Verderb ausgerichtete Schlussfolgerung von Herrn Neuhaus ist, zeigt das prosperierende Beispiel der Schweiz, das - auch exportlastig wie Deutschland- souverän und ohne viele schmarotzerhafte Mitesser erfolgreich sich in der Weltwirtschaft behauptet. Was Herr Neuhaus letztendlich anstrebt ist die volkswirtschaftliche Gleichmacherei. Die Noch- Wohlstandsstaaten würden zukünftig noch ärmer zu Gunsten der kaputten Mittelmeerstaaten. Es wird so kommen wie in Deutschland auch, wo letztendlich die Süddeutschen Länder für das wirtschaftspolitische Versagen der Nordländer seit Jahrzehnten - ohne absehbares Ende - zahlen. Dies mit dem heute schon sichtbaren Ergebnis, daß die Kuh zu tot gemolken wird. Man betrachte nur die heruntergekommene Infrastrukutur der Länder!!!! Herr Neuhaus, nehmen Sie bitte die Realität wahr; Hirngespinste helfen nicht weiter!


Jochen Meder sagt:
15.12.2010 09:58

Danke für den Kommentar! Ein zurück zur D-Mark und allen anderen Nationalwährungen ist wie die mittelalterlichen Zollschranken. Es muß im System für Ordnung gesorgt werden. Jochen Meder


Roncovia sagt:
15.12.2010 10:00

Herr Neuhaus ist ein Träumer wenn er denkt eine echte politische Union wäre die Lösung für die Verschuldungsprobleme. Wie soll das funktionieren ? Etwa über ein stärkeres Europaparlament und noch mehr Verwaltung von Brüssel ? Wer wird den Ländern die nachweislich ihre Sozialsysteme aus wahlpolitischen Gründen überstrapaziert haben Reduzierungen verordnen, und deren Budgets kürzen ? Brüssel ? Und wie würde das denn in diesen Ländern angenommen ? Wer wird Staaten wie Belgien, Griechenland, Italien Steuerehrlichkeit beibringen ? Brüssel ? Wer wird die Mentalität der Belgier, Italiener oder Griechen ändern ? Das Europaparlament ? Das ist doch lächerlich. Mir scheint dass es denjenigen Ländern, die ihre hausgemachten Probleme nicht mehr bewältigen können gut gelungen ist die Frage der Schuld, und damit der Lösung nach Deutschland zu schieben. Gut gemacht. Leute wie Herr Niehaus unterstützen das auch prima :-. Der Euro muss bleiben, da es keine bessere Alternative gibt. Länder mit Problemen müssen zunächst den Gürtel enger schnallen, mehr Steuern durch mehr Ehrlichkeit eintreiben, und Hoffnung auf bleibende Besserung schaffen. Länder wie Deutschland, Frankreich, und die Niederlande müssen Wege finden die Zinsunterschiede der Märkte zu beeinflussen, ohne eine Kollektivschuld zu übernehmen. Da muss man einen Mittelweg finden um die Zinsspirale zurückzudrehen, da sonst selbst mutige Einsparschritte keinen bleibenden Erfolg sichern können .


Astans sagt:
15.12.2010 10:05

Der Artikel spricht das Problem an: Für die deutsche Industrie ist der Euro ein Export-Förderprogramm par excellence. Er nimmt nicht nur das Währungsrisiko von den Verkäufen in die wichtigsten Abnehmerländer, sondern hält die Währungsgewichte in Europa auch dann fest, wenn die heimische Produktivität noch wächst Genau. Aber wer zahlt für die exportierten Produkte? Die Südländer können das nicht, weil sie bisher auf Pump gekauft haben und von einer Schuldenlast erdrückt werden. Also sollen wir sie in der neuen Transferunion mit Geld versorgen, damit sie die Schulden bezahlen können und unsere Produkte kaufen? Im Endeffekt zahlt der deutsche Steuerzahler für den Exporterfolg unserer Unternehmen.


Ulrich Münster sagt:
15.12.2010 10:11

Mir fällt zur Euro-Geschichte ein indianisches Sprichwort ein. Wenn man merkt, dass man auf einem toten Pferd reitet, sollte man absteigen


Ernst sagt:
15.12.2010 10:18

Warum schreibt keiner der Experten was der eigentliche Grund der EURO-RETTUNG was und ist? Die Rettung betrifft nur die Banken die die hohen Kredite gegeben haben und dafür horrende Zinsen verlangen. Die Leidtragenden sind alle Bürger, sie bekommen immer weniger für ihr Geld und müssen irgendwann die Bürgschaften begleichen. Auch die Bürger der betroffenen Staaten müssen dafür zahlen. Nur eine Gruppe verdient sehr gut daran - die Banken und Investoren. Es ist ein Armutszeugnis der Politiker hier nicht die entsprechenden Regeln für eine Zinsbegrenzung einzuführen. Die hohen Zinsen treiben die Staaten noch mehr in die Verschuldung. Die Treiber müssen zudem nichts befürchten, denn sie werden immer gerettet - geht es gut erhalten sie hohe Gewinne, - geht es schlecht helfen die Regierungen beim Abschöpfen. Geld ist genug in der Welt vorhanden und nur mit Mut kann man die Zinsspirale aufhalten, denn wenn keiner die hohen Zinsen zahlt wird das Geld auch zu niedrigeren Zinsen angelegt werden. Eine vernünftige Besteuerung dieser Zinsgewinne und des Geldtransfers währe eine Lösung und nicht sparen beim Volk, denn das verschärft die Kriese. Steuern einnehmen und gezielt Zukunftsorientiert anlegen sollte die Gemeinschaft Staatshaushalt besser als der einzelne. Aber es sitzen die falschen Lobbyisten auf den Schößen der Politiker und flüstern nur das ins Ohr was ihnen selber kurzfristig nützt. Wo sind die Milliarden geblieben die zur Rettung der Banken bereitgestellt wurden - ich sag es halt - bei den Banken die damit bei Staatsanleihen hohe Zinsen verlangen, obwohl sie es für 1 erhalten kassieren Sie über 10 dafür. Und alles steuerfrei! Bitte mal Nachdenken.


Kimmel sagt:
15.12.2010 10:23

Ich war von anfang an gegen die EU und werde auch jetzt nicht meine Meinung ändern. Wir können nicht den Sparunwillen der Olivenstaaten auch noch bezahlen. Für mich hat der Euro viele Teuerungen gebracht und bewirkt, dass Großunternehmen hier anfangen in US-Manier unsere gute deutsche Kultur zu zersetzen. Bis heute kann noch niemand sagen, wieviele Mrd € oder Billionen diese Kriese noch kosten wird. Die Griechen bräuchten gedecktes Geld und keine Kredite, das ist eine Tatsache, die den Euro durchaus zerbrechen lassen kann. Welches Land, ausser vielleicht Luxemburg wäre denn Bereit Geld zu verschenken? In Pleitestaaten sind die Sozialisten sehr stark, d.h. ich schließe daraus, dass gegen jede Sparmassnahme gestreikt wird.


Dr. Kleinfeldt sagt:
15.12.2010 10:27

Wollen wir hoffen, dass Frau Dr. Merkel hart bleibt und die Euro-Bonds nicht einführt. Deutschland ist und bleibt eine starke Volkswirtschaft egal wie die Währung heißt. Der Euro wurde gegen den Willen der Deutschen Bürger von den Menschen im Bundestag eingeführt. Die Bürger Seutschlands werden dieses Zahlungsmittel niemals akzeptieren. Ich habe den Euro bereits für mich abgeschafft und alles konstant über Jahre in physisches Gold, Silber usw. investiert. Bitte darauf achten keine Bankschließfächer zu nutzen.


Matthias Hübner sagt:
15.12.2010 10:40

Jetzt reichts! Die Iren behalten ihr niedrige Unternehmenssteuern und daran sieht man wie egoistisch alle Länder sind. Mit der UDSSR hat es auch nicht funktioniert. Jetzt gibt es wieder einzelne kleine Staaten mit verschiedenen Währungen. Der Euro ist ein Produkt von einigen großmannssüchtigen Politikern, die in die Geschichte eingehen wollten. Ohne eine Steuerangleichung und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik ist eine Währung zum Scheitern verurteilt! Mir wäre es egal, wenn die deutsche Industrie weniger Gewinne macht, denn die Profite gehen sowieso ins Ausland oder auf eine einsame Insel in der Karibik! Was haben wir Deutsche im eigenen Land denn davon? Nix!!! Außer Billiglöhne, Zeitarbeit, Verarmung und immer mehr soziale Spaltung! Ich will die DM zurück und einen gesetzlichen Mindestlohn für alle in diesem Land!!! Macht den Euro tot! Es lohnt sich!!!


Euskeps sagt:
15.12.2010 10:42

Frau Merkel ist jetzt gegen Eurobonds,dann wird sie wieder umfallen, wie bei der Griechenlandhilfe. Wann haben zur Zeit der D Mark so viele über ihre Währung diskutiert ?Europa ist inzwischen eine Schulden-u.Transferunion, obwohl Kanzler Kohl dies abgelehnt hatte.Den Worten der Politiker darf man nicht glauben.


Philipp Bagus sagt:
15.12.2010 10:44

Ich sehe die Sache ein wenig anders als der Autor. Die Abkehr vom Euro und einem zentral europäischen Staat dirigiert von Brüssel ist kein Zuckerschlecken, aber es lohnt sich. Ich habe über das selbstzerstörerische Eurosystem jüngst ein Buch veröffentlicht, mit dem Titel: The Tragedy of the Euro. Es ist in pdf frei beim Mises Institute erhältlich. http://mises.org/books/bagus_tragedy_of_euro.pdf


derVolkswirt sagt:
15.12.2010 10:48

Nützlich aber inhaltlich nicht ganz korrekt!! Der Kommentar von Herrn N. ist hilfreich was die Motivation der Europäer betrifft, endlich einen gemeinsamen Weg zu gehen, gemeinsame Lösungen zu schaffen statt Minimalkonsens. Jedoch gibt es einen großen Trugschluss im Kommentar. Der rührt daher, dass er immer wieder verbreitet wird, ohne dass darüber nachgedacht wird! Ein gemeinsamer Währungsraum benötigt nicht zwangsläufig eine gemeinsame Haushalts- und Fiskalpolitik! Wer über die Zukunft des Euros sinniert, sollte zuvor die Geschichte des USD studieren. Es kommt nicht von ungefähr, dass das EZB-System dem Zentralbankensystem in den USA gleicht. Und in den USA sind die fiskalischen, haushaltspolitischen und wirtschaftlichen Unterschiede zw. den 14 Zentralbankbezirken ebenso extrem unterschiedlich wie in Europa! Man nehme Kalifornien: Seit Jahren wird der Ruin aufgeschoben, oder Texas das Wirtschaftswunderland. Der wichtigste Unterschied zw. beiden Systemen ist, dass die EZB monetaristischen Zielen folgt, die FED aber keynesiansichen Zielen. Die Zukunft des Euros ist nicht von einer gemeinsamen Haushalts-, Fiskal-, Wirtschafts- und Steuerpolitik abhängig. Sie könnte natürlich unterstützend wirken. Die Zukunft des Euros wird stärker davon abhängen, wie sehr die Europäer sich nun irgendwann mit ihrer eigenen Währung identifizieren. Das bedarf aber evtl. noch einer oder zweier weiterer Generationen, die nicht mit dem D-Mark-Gespenst umherirren! Es ist auch offensichtlich, dass der Break des Euros unkalkulierbar höhere Kosten verursacht, als die Pseudo-Rettung einzelner Staaten oder Banken. Die Konsequenzen dieses Handelns also der Rettung sind aber mit maßgeblich für die Zukunft des Euro. Dazu zählen neue Konzepte bei Bankenpleiten, Staatspleiten und greifende Sanktionen.


Karl sagt:
15.12.2010 10:49

Ok, Ernst - und wo hast du deine Baufinanzierung? Die bööööösen Banken. Alle böse... Schwachsinn. Wunderlich, dass mein Beitrag von vorhin hier nicht steht...


Johannes sagt:
15.12.2010 10:53

Johannes schreibt : H.Neuhaus : herzliche Gratulation für Ihren wunderbaren Artikel.Ich stimme Ihnen in fast allen Punkten zu !Die Richtung die Sie vorschlagen ist,nach 20 Jahren Euro Vergangenheit,alternativlos! Die Vorteile für Deutschland ,Europa und die übrige Welt überwiegen bei weitem den Nachteilen bei einem Scheiterns des Euros !


maik juengst sagt:
15.12.2010 10:59

Diesen Artikel hätte ich N TV garnicht zugetraut, er ist super geschrieben und im gegensatz zu anderen sehr konstruktiv! weiter so


ramsey sagt:
15.12.2010 11:00

Hr.Neuhaus ist ein typischer Politiker. Viel schreiben und nichts sagen. Die Staatsschulden sind das Problem und nicht der Euro. Bei der Rettung der Staaten geht es um die Rettung der Banken bei denen die Staaten in der Kreide sind. Alles andere sind politische Luftblasen.


A. Prenden sagt:
15.12.2010 11:01

Was einige Kommentare vorher schon sagen, es ist keine EU-Krise, sondern eine Schuldenkrise. Das Zins- und Zinseszinssystem ist regelmäßig zum scheitern verurteilt, bzw. immer wiederkehrend. Da hilft es auch nichts wenn alle Schuldner in einem Boot sitzen oder auch nicht. Deutschland ist der Motor Europas, denn Deutschland ist der größte Nettozahler mit der besten Bonität, welche auch bald erschöpft sein dürfte wenn erstmal die höheren Zinsen im deutschen Haushalt eingepreist werden müssen! Wie lautet ein bekanntes aktuelles Zitat: „Europa ist ein einfaches Spiel: 27 Nationen sind dabei, am Ende zahlen immer die Deutschen“, sagt Neil Dwane, Europa-Investmentchef von Allianz Global Investors. Auch die größte Zitrone ist irgendwann ausgepresst. Ähnliche Durchhalteparolen gab es auch schon im Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/merkels-europapolitik-versailles-ohne-krieg;2695929 Der Systemcrash ist unvermeidlich, alle spüren es und alle versuchen zu retten was nicht zu retten ist. Wir sollen alle gemeinsam untergehen und das ist keine Schwarzmalerei, sondern Realität. Warum geben wir denn diesen Ländern Kredit um unsere Produkte zu kaufen, welche sie eigentlich gar nicht bezahlen können, nie und nimmer? Dann geben wir es doch gleich den deutschen Bürgern. Aber das wird für viele dann gleich als nationales Gedankengut abgetan. Wir werden ja sehen wie nah sich die Europäer in den kommenden Wellen der Hauptkrise stehen werden und Deutschland selber kein Geld mehr hat zum verteilen. Noch gibt es ja die Möglichkeit gegenzusteuern und mit eigener Karft seinen Hof sauber zu halten, bald nicht mehr. Und dieses ewigen Gerede von Alternativlos ist unerträglich, da es welche gibt, nur nicht im Sinne des Euros oder im Sinne des Zinseszinssytems, aber im Sinne der Bürger, das ist doch das entscheidende. Der Staat legt die Möglichkeit der Geldschöpfung in die Hände der Banken und versorgt sie mit der größten Sicherheit die es gibt, den Steuern der Bürger und sorgt somit für sichere Zinsgewinne ohne Risiko. Das ist so und das hätte ich als Schaf auch gerne.


Reiner Vogels sagt:
15.12.2010 11:01

Der Kommentar von Herrn Neuhaus macht drei entscheidende Fehler: 1. Es stimmt nicht, dass der Euro ein Exportprogramm für die deutsche Wirtschaft ist. Heute exportiert Deutschland etwa 40 seines Exports in die Euroländer. Vor dem Euro lag dieser Anteil zwischen 2 und 3 Prozent höher. Der gesamte gegenwärtige exportgetriebene Aufschwung wird von Exporten in Nicht-Euro-Staaten getrieben. 2. Ein politische Union in Europa würde voraussetzen, dass die europäischen Institutionen demokratisch sind. Das sind sie aber laut Lissabon-Urteil des BVerG nicht. Unter diesen Bedingungen würde die politische Union die Zerstörung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bedeuten. Die, die das fordern, sind ein Fall für den Verfassungsschutz. 3. Die Wirtschaftskraft Deutschlands reicht definitiv nicht aus, all die Schuldenstaaten Europas finananziell herauszupauken. Eine echte Transferunion würde auch Deutschland überfordern. Insofern folgt der Kommentar von Herrn Neuhaus der alten sozialistischen Parole: Gleiches Elend für alle!


W Henseler sagt:
15.12.2010 11:08

Eine Entschuldung aller Länder ist notwendig und möglich. Die größten Verluste müssen hierbei diejenigen machen die zuvor durch unrealistische Zinsforderungen eine übertriebene Verschuldung mitverursacht haben.


walter kunz sagt:
15.12.2010 11:15

Inhaltlich geht es um die Auforderung nach einem europäischen Zusammenschluß. Dem mit leichter Feder geschriebenen Ziel kann man vordergründig zustimmen, doch jetzt sind ganz andere Lösungen gefragt, denn der Euro als Geldinstitut hat mit den Problemen überhaupt nichts zu tun. Auch die Vorteile für D. - und dabei wie es in dem Artikel suggeriert wird einfach weiter zu bezahlen- ist einem Nachrichtensender nicht würdig. Alle Länder des Eu Raumes habenhatten Vorteile, siehe EU-Haushalte der verg. Jahre, und die Länder, die jetzt hohe Schulden haben auch mit krimineller Energie hatten durch die Zinsvorteile zusätzlich Vorteile. Die entscheidende Frage ist - unabhängig von einer einheitlichen z.B.Steuerpolitik - wie können die überschuldenden Länder die Forderungen zurück zahlen. Auch D. nimmt trotz der Überschreitung der Grenze weiterhin Geld auf und D. kommt über an die Grenze die durch den Vertrag gesetzt ist. Ohne der Übernahme der anderen Länderschulden . Darauf gibt der Artikel von n-tv keine Antwort.


SeppoZ sagt:
15.12.2010 11:19

Warum wird eigentlich ständig behauptet, Deutschland würde vom Euro profitieren? Die Schweiz ist auch mit einer starken Landeswährung eine sehr erfolgreiche Exportnation. Der EU-Kommissar Günter Verheugen hat vor kurzem ich glaube bei M.Illner deutlich gesagt, warum es die Europäische Union gibt. Es geht demnach darum, Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr für andere wird. Wie ist eine solche Äußerung mit den angeblichen Vorteilen dieser Union für Deutschland vereinbar? Geht es nicht eher darum, Deutschland wirtschaftlich zu schwächen und weiterhin klein zu halten?


U.W. sagt:
15.12.2010 11:20

Wengenmaier sagt: 15.12.2010 08:42 Herr Weigel wo ist nun Ihre stabile Währung ? der Typ heißt Waigel!!


ELSÖ sagt:
15.12.2010 11:25

Eine Indianische Weisheit besagt : Wenn du merkst dass du ein totes Pferd reitest dann steige ab ! Jetzt lässt sich streiten ob der Euro eine totgeburt war, im Koma liegt, nach der Geburt verstorben ist, im Koma liegt oder gar Quicklebendig ist. Sollte dieses Pferd leben ist die Frage wie lange bzw. bis wohin kann ich es Reiten ? Bei aller Kritik an Frau Merkel aber es ist mehr als Sinnvoll sich alternativen umzusehen als eine SEHR Kostspielige Therapie für den EURO. Wie wir alle wissen lässt sich ein angeschlagenes Pferd nicht offensiver reiten mit dem Motto jetzt oder nie oder jetzt erst recht. Manchmal kommen mir die Euro befürworter vor wie die Szene von dem Film Erich der Wikinger als Atlantis sinkt. Nach dem Motto Uns steht das Wasser zwar bis zum Hals aber wir sinken NICHT :- Ist das der Wahrheit letzter Schluss ?? P.S Szene bei Youtube : http://www.youtube.com/watch?v=iZiO9bqzHzg :-D


Hans Schnepp sagt:
15.12.2010 11:36

Dieser Artikel ist eine Zumutung der journalistischen Welt and die Bürger. Ohne Faktenkenntnis Behauptungen in den Raum zu stellen, und damit die Meinungsbildung beim Bürger zu beeinflussen ist schlichtweg gefährlich und unseriös. Für den untenstehenden Teil des Artikels gibt es KEINERLEI Fakten - es handelt sich lediglich um EINE schlichte Meinung des Autors; Wer sagt eigentlich, dass Deutschland größter Profiteur des Euros ist? Wie sind darin eine möglich stärkere Kaufkraft für Rentner und Pensionäre, Bezieher von Versicherungsleistungen etc. ohne den Euro berücksichtigt? Warum hat Deutschland in Zeiten vor dem Euro eine exzellente Position in der Weltwirtschaft inne gehabt? Wieso schafft das die Schweiz heute noch ohne Bestandteil des Euroraumes zu sein? Wie Nachhaltig ist ein EURO-MODELL bei fundamentalen Unterschieden der Wirtschaftsstrukturen? ******************************** An die Stelle der Kosten-Nutzen-Arithmetik muss deshalb nun politische Vernunft und Weitsicht treten. Das kann nur bedeuten: Einigung und gegenseitige Verbindlichkeit müssen mehr wert sein als Spaltung und Gegeneinander. Das gilt umso mehr für Deutschland, das wie kaum ein anderes Land von Europa und dem Euro profitiert.


M. Hufnagel sagt:
15.12.2010 11:38

Mit solch einer Haltung wird der Rechtsstaat zu Grabe getragen, Parlamente oder Entscheidungen jener Gremien gelten auch nicht mehr. Es gibt in dem Vertrag von Maastricht und den Folgeverträgen nicht diese Regelung für eine gemeinsame Schuldenunion. Das wurde sogar ausgeschlossen. Setzt man nun Eurobonds in Kraft oder gibt gar der EU Budget-Recht über die einzelnen Staaten ist lt. Verfassungsgerichtsurteil über den Vertrag von Lissabon jener Vertrag nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar und auch hier der Rechtsstaat gefordert, d.h. man muss austreten. Wir, das Volk wurden weder zu Euro noch zu Lissabon gefragt, daher sehe ich auch nicht ein, dafür mich verantwortlich zu sehen. Auch die Exportgewinne sind nicht bei den Bürgern angekommen, die Reallöhne sind seit 2000 fast unverändert bzw. sogar gefallen. Wenn man eine Europäische Union schaffen will, dann bitte in dem Rahmen der Gesetze und mit Beteiligung der Bürger als Demokratische Union in Europa, nicht über Zwangssituationen, undemokratische Entscheidungen und letztlich gegen den Grundgedanken der Verfassung Bürger entscheiden in Freiheit und Verantwortung, nicht Politiker in Zwang und ohne eigene Haftung. - Anderseits, wenn das jetzt alles eine Zwangssituation ist und wir letztlich nicht anders können, als nach vorne zu gehen, wenn es nun ist, dass die Leistungskraft Deutschlands die anderen mittragen muss, sollten wir die Situation auch umgekehrt nutzen und diese Zwangslage verwenden, die Defizite auszugleichen: Forderung der kompletten Demokratisierung der EU-Organisation, Gewichtung im Parlament nach demokratischen Grundsätzen = Stimmengewichtung muss den Menschen, nicht politischen Größen entsprechen, Sanktionen für Defizitstaaten und Kontrolle der Finanzmärkte, Beteiligung der Banken an der Rettung Leider wird aber wohl unsere Kanzlerin in Manier der Vorgänger das eine laut sagen, anderseits sang- und klanglos das Scheckbuch zücken und willig alles bezahlen. So ist weder eine Europäische Politik gestaltbar noch die Interessen des Landes, worauf die Regierung ansich vereidigt ist, gewahrt. Und weiter wird das Verfassungsgericht und auch die anderen Wahrer der Demokratie schweigen und wegsehen. Rechtsstaat und Demokratie ade!


Matthias sagt:
15.12.2010 11:49

Merkel bedient damit den weit verbreiteten Angstreflex vor einer Transferunion. Es stimmt schon, dass Politiker derzeit die nebulöse Angst des Volkes bedienen, welche sachlich vielleicht unangebracht oder überzogen ist. Allerdings sei die Frage gestattet: Sind die Argumente des Autors und anderer sogenannter Experten inhaltsreicher ? Ich zitiere aus diesem Artikel: Für die deutsche Industrie ist der Euro ein Export-Förderprogramm par excellence.. An anderen Stellen ist zu vernehmen, dass Deutschland mehr vom Euro profitiert als es dafür investiert.. Aber vergebens sucht man nach seriösen Rechnungen oder Zahlenwerken, die diese Behauptungen untermauern. Ausserdem sei der Vergleich mit der Schweiz erlaubt, die nicht im Euroraum ist und trotz starker Währung auch im Export sehr stark ist. Ich plädiere dafür, dass auf allen Seiten nur mit Sachargumenten anstelle von rhetorisch gut formulierten Totschlagargumenten gearbeitet wird. In dieser Hinsicht hat auch Ihr Artikel wenig brauchbares geliefert.


Thoregon sagt:
15.12.2010 12:12

So allmählich zeigt sich eben, dass die unter den ach so gerühmten Herrn Kohl und Waigel erfolgte Einführung des Euro eben doch ein gigantischer Fehler war, weil man eine gemeinsame Währung erst n a c h der Schaffung eines zumindest im Wesentlichen einheitlichen Haushalts-, Wirtschafts- und Steuersystems in den beteiligten Ländern einführen kann. Die Kritiker, die das seinerzeit gefordert hatten, wurden als schlechte Europäer niedergemacht. Die Aufnahme jedes weiteren Landes hat die Gefahr nur weiter vergrößert; die Verschiedenartigkeit der politischen und der Wirtschaftssyteme im Euroland wurde immer größer. Schneller als damals gedacht stehen wir nun vor den Trümmern, die durch das Versagen von Kohl & Co. entstanden sind. Aber was nun? Eine Haftung der noch besser gestellten Länder für die haushalts- und wirtschaftspolitischen Versager darf es auf keinen Fall geben; diese Länder müssen sich eben selbst retten - auch wenn es weh tun sollte. Aber jahrelangen Schlendrian jetzt unter dem Deckmantel der Solidarität auf andere abwälzen und diese damit ebenfalls ins Elend stürzen ist nicht akzeptabel!


C. Singer sagt:
15.12.2010 12:24

Der Kommentar von Herrn Neuhaus ist wissenschaftlich zwar wertvoll, taugt aber m.E sicher nichts zu Loesung der praktischen Probleme in den kommenden 20 Jahren: Wieviele, von deutschen wuetenden Harz IV Empfaengern und Arbeitslosen eingeschlagenen Fensterscheiben, wuerde denn etwa die Deutsche Oeffentlichkeit akzeptieren, weil eine EU Regierung zum Beispiel beschliesst, das Arbeitslosengeld hierzulande nur noch 3 Monate zu zahlen, die Harz IV Saetze zu halbieren und die Steuern um 10 anzuheben- um sagen wir mal mehr Mittel fuer den notwendigen Aufbau in Sued Sizilien frei zu haben und 1000 -ganz bestimmt dringend notwendige- EU Beamte einzustellen ? Die Loesung der momentanen Schieflagen kann doch nur darin bestehen, Staaten , die ueber Ihre Verhaeltnisse leben, in letzter Konsequenz pleite gehen zu lassen und aus dem EU Waehrungsverbund auszuschliessen. Dann kracht es halt mal, aber die erzieherische Wirkung waere sicher heilsam. So wuerden sich nach und nach auch die flottesten und trickreichsten Suedeuropaer irgendwann besinnen, dass auch Staaten nicht endlos ungestraft mehr ausgeben koennen, als sie einehmen. Und genau das ist die Vorausetzung, um in ferner Zukunft vielleicht die nationalen Haushalte in die Hoheit der Gemeinschaft zu uebergeben; naemlich wenn es einen Grundkonsens fuer ein Minimum an Soliditaet gibt, den auch die trickreichsten und unbekuemmertsten Zeitgenossen schmerzhaft lernen mussten Also: zuerst halbwegs gleiches Verstaendnis erreichen ,auch mit Schmerzen, dann Abtretung von Befugnissen an eine Europa Regierung - und nicht umgekehrt !


lupi sagt:
15.12.2010 12:25

Danke Xetra, es ist mir völlig unverständlich was hier allerorten über eine angebliche Eurokrise zum Besten gegeben wird. Wenn der Autor eine politische Union der EU-Staaten wünscht, so hat er meine volle Sympathie. Abgesehen davon, dass dies außer uns Beiden niemand für Unterstützenswert zu erachten scheint, ist es allerdings auch keine Lösung für die Finanz-, Spekulations-, Wirtschafts- und Schuldenprobleme, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Die massiven Vorurteile/Stereotypen, die hier zur Grundlage diverser Meinungsäußerungen gemacht worden sind, lassen nur hoffen, dass wir uns mit der Einführung pläbiszitärer Elemente in unser Demokratisches Systhem noch etwas Zeit lassen. Wer etwa Oliven- oder Südländer wie Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Frankreich in einen Topf wirft, der disqualfiziert sich von vornherein für jedwede ernsthafte Äußerung zu komplexen Wirtschaftsfragen. Wer das hohe Lied auf die Nordländer singt, der sollte nicht vergessen, ein par Strophen für Irland, Island und Großbritannien zu reservieren. Am Besten über Glanz und Gloria der internationalen Bankenwirtschaft. Und überhaupt wäre es wohltuend, wenn etwas weniger selbstgefällig die eigene Wirtschaftspolitik zu D-Mark und Eurozeiten gesehen würde, und wenn man den tatsächlichen geringen Einfluß auf die konstant gute Performance der Deutschen Unternehmen auf den internationalen Märkten endlich zur Kenntnis nähme. Die agieren nämlich im Ausland weitgehend vorurteilsfrei und in bester Kenntnis der jeweiligen nationalen/lokale Marktchancen/Arbeitskräftepotetiale und üben sich nicht in teutonischer Arroganz.


Manfred sagt:
15.12.2010 12:47

Die Schulden der einen sind die Ersparnisse der anderen. Im Prinzip gibt es gar keine Ersparnisse mehr und man kann sich auch gar nichts mehr ersparen!


Babbel sagt:
15.12.2010 12:51

Der € in dieser Form ist jetzt schon Geschichte. Der Schuldenberg wird nicht mehr abgebaut werden können. Auch die Schuldenbremse wird nicht kommen. Die Entschuldung wird entweder über Nacht durch eine Währungsreform, oder über eine Inflation kommen. Dies wird in den nächsten Jahren der Fall sein. Absicherung durch Gold und Substanzaktien möglich.


200Puls sagt:
15.12.2010 12:58

Das Problem an sich ist nicht mal der Euro selber, es ist das Globale Bank / Zinssystem, welches einem Schneeballsystem ähnelt und früher oder später kollabieren muss. Das ist bis jetzt nicht nur einmal passiert, wird nur leider immer wieder resetet und von vorn hochgefahren, bis es dann letztenendes wieder zerbricht. Der Bürger bekommt das in aller Härte zu spüren, was den Jungs und Mädels da oben völlig egal ist. Angetrieben wird dieses System durch schlichte hab und Machtgier. Nicht der Euro ist gescheitert, das ganze System ist es, und es wird wieder und wieder scheitern, bis die Menschen erkennen das etwas völlig neues her muss. Und mit den Gesichtern unserer tollen Leitfiguren würde ich mir am liebsten das WC-Papier bedrucken. Fällt mir doch gerade ein schönes Zitat ein: »Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk dann Gnade Euch Gott.« Theodor Körner, 1791-1813


S.Maier sagt:
15.12.2010 13:08

Mittlerweile sollte man doch der Situation realistisch ins Auge blicken.Denn es gibt definitiv keinen sinnvollen Apsekt,für den Vortbestand des Euros.Ökonomisch,wirtschaftlich noch solidarisch. Alle Länder haben nach Euroeinführung die Möglichkeit bekommen,diese Chance wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Dies ist in allen Staaten mit unterschiedlicher Philosohpie interpretiert worden. Dem zufolge finde ich es absulut skandalös,der deutschen Wirtschaft plakativ vorzuwerfen,dass wir die meisten Vorteile aus dem Euro hatten und nun dafür die Europäische Quittung zu tragen haben. Alle anderen Euro Länder hätten diese Vorteile genau so erarbeiten, bzw nutzen können.Dies haben sie nicht getan und dafür kann und darf kein deutscher Steuerzahler die Verantwortung übernehemen.Weitere Finanzeskalationen wären die Folge. Die Banken,welche u.a.die Hauptverantwortung an dieser Situation tragen werden prinzipiell aus Eigeninteresse ein Ende des Euros erzwingen müssen,da die Sparguthaben der Bürger inzwischen komplett in die Südschiene verspekuliert sind. Folge dessen,wird es in naher Zeit zu einer Neuberechnung der Staatschulden,welche auf Grund des Zins Zinsessystems nicht mehr zu verwalten sind,kommen müssen. Der Bürger wird dann leider die Folge eines privaten Haircuts zu tragen haben. Eine Rückkehr zu nationalen Währungen ist und bleibt die einzigste Möglichkeit.Die Südschiene hätte mit abgewerteten Währungen die Möglichkeit ihren Export anzukurbeln,was unter jetzigen Sparprogrammen völlig ausgeschlossen ist. Deutschland ist und bleibt ein Exportland hochwertiger Güter.Das wird sich auch nicht unter einer dann aufgewerteten DM ändern.


RichardW. sagt:
15.12.2010 13:28

Ich persönlich glaube nicht daran, dass die EU Deutschland so viel Wohlstand gebracht hat. Zu BRD Zeiten ging es uns besser und den Schweizern, die ja bekanntlich nicht mitgemacht haben, scheint es auch nicht wirklich schlecht zu gehen. Vielleicht waren nur deren Entscheidungsträger etwas cleverer als die unseren.


Peter E. sagt:
15.12.2010 13:46

Die grössten Schuldenmacher haben sich den Euro erlogen, erschwindelt und auf Kosten Andere ein gutes Leben gehabt. Wenn ein Normalbürger sich so verhalten hätte, wäre das Resultat schwedische Gardinen. Also sollte man diese Schwindler aus der Euroschlange entfernen. Auch wenn es wehtut. Denn diese Staaten werden auf Jahre Sorgenkinder bleiben.


Bumerang sagt:
15.12.2010 13:51

Wie bereits von einigen Kommentatoren schon erläutert, haben wir kein Währungsproblem sondern ein Schuldenproblem, das insbesondere von Banken vorangetrieben wurde. Wir kennen doch schon genug Beispiele aus Deutschland, als nicht existente Bohrköpfe Flowtex, Mietflächen Schneider etc. finanziert wurden. Warum? Weil die InvestmentBanken mit kleinen Renditen, die in der Realwirtschaft verdient werden können, nicht mehr zufrieden sind. Also haben sie einen Markt erschaffen, der nichts mehr damit zu tun hat. Es ging lange gut. Genauso passiert das jetzt in Europa und in der Welt. Eine Landesbank WestLB finanziert Immobilien in USA. Warum? Die Rendite! Oder, noch besser, Staatsanleihen von schwachen Staaten der Euro Zone kaufen, die mehr Rendite bringen, ohne Währungsrisiko. Was sage ich, ohne jegliches Risiko! Tolle Sache nicht wahr? Warum sich noch mit dem Mittelstand ärgern. Dafür musste genau der bluten, nämlich mit diesen hohen Renditen bei der Kreditvergabe konkurrieren. Und selbstverständlich trotz hoher Zinssätze persönlich haften, und am besten die Kredite übersichern mit dem Eigenheim. Nun haben diese PIIGS Staaten, genauso wie damals Schneider und Flowtex, kein Geld mehr, um die „Raten“ zu bezahlen. Und dafür sollen jetzt die deutschen Steuerzahler einspringen? Damit die Banken ihre Renditen wieder einfahren? Und zwar aus Geschäften die per Definition nicht zu ihrer Hauptaufgaben, die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, gehören? Der Euro spielt dabei KEINE Rolle. Mit oder ohne Euro, kann GR in die Insolvenz gehen. Und das sollte auch passieren! Trotz, oder gerade wegen des Euro. Danach müssten die deutschen Banken hohe Abschreibungen machen, oder pleite gehen. Und? Die Kleinanleger kann der Staat schützen. Die Großen hätten eigentliche wissen müssen was sie tun. Die Börse ist keine Einbahnstraße. Doch genau umgekehrt läuft es. Die Kleinen werden durch schleichende, sprich „unbemerkte“, Inflation bestraft, während die Großen bereits - dank des Rettungsschirms - umschichten. Merkel meint nicht was sie sagt. Sie will die Frau des kleinen Mannes nur vorspielen. Nichts dergleichen hat sie im Sinn. Hat Sie doch Ackermann ins Kanzleramt zum Dinner eingeladen, und nicht Vertreter des Mittelstandes, oder? Und noch ein Märchen wird verbreitet. Angeblich würde die deutsche Wirtschaft leiden, wenn Banken pleite gehen. Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil! Die kleinen Firmen haben meistens Kredite, die in so einem Fall von anderen Banken übernommen würden. HoheGuthaben haben Firmen selten, und fast Immer weniger als Kredite! Durch das Zusammenbrechen einiger Banken, würden die Börsenkurse, insb. der Banken fallen. Und? Eine dringend nötige Erfrischung wäre das. Dann würde man wieder in die Realwirtschaft, die am Ende des Tages etwas produziert, investieren, und nicht in eine Scheinwelt, die nicht nur aus Luft besteht, sondern auch die reale Welt zu ersticken droht. Leiden würde allein die Finanzschickeria. Der Euro ist nur ein Name auf einem Stück Papier. Übrigens, hätte GR die Drachme, wäre es bei den deutschen Banken höchstwahrscheinlich in D-Mark Anleihen verschuldet, die vielleicht mit Hermes Bürgschaft gesichert gewesen wären. Also, raus mit der Wahrheit, und lasst den Euro in Ruhe!


lupi sagt:
15.12.2010 14:04

Hallo RichardW Logisch sind die Schweizer Entscheidungsträger clever. Sind schließlich die Wähler, die inzwischen gelernt haben mit dieser Verantwortung ganz gut umzugehen. Als gläubigem Menschen will ich Dir im übrigen nicht mit Argumenten kommen, sondern Dich in Deinem Glauben belassen. Wir Atheisten müssen uns mühsam anhand von Statistiken und Fakten unsere Lagebeurteilung zusammenreimen, und da fällt es schwer, einen Einbruch in Sachen Volkswirtschaft, Arbeitslosigkeit oder Wohlstand auszumachen. Der Terminus BRD Zeiten legt übrigens eher eine Kritik an der Wiedervereinigung nahe als das sonst übliche Eurolamento. Oder sollten wir besser gleich Beides rückgängig machen? Oder laßt uns doch gleich mit Sportsfreund 200puls ins Jahr 1813 zurückspringen, wo bekanntlich alles noch viel besser war immerhin hatten wir da vermutlich Reichsmark und die Aussicht auf einen baldigen Kaiser wenn ich nicht irre, und dann denken wir uns eine gemeinsame Zukunft ohne Politiker, Südländer, Märkte, Geld und Vorgesetzte aus.


Jochen sagt:
15.12.2010 14:58

Der Kommentar von Herrn Neuhaus + seine Empfehlung für eine europäische Union ist politische Prosa, mehr nicht. Eine Union mit einem griechischen Präsidenten und einem irischen Finanzminister? Viel Spaß dabei. Auch das Argument, dass der Euro ein Export-Förderprogramm speziell für Deutschland ist, wird auch durch nochmaliges Wiederholen nicht richtiger. Deutschland muss für die eigene Industrieproduktion + Versorgung der Bevölkerung erhebliche Einfuhren tätigen, überwiegend in US-Dollar. Seit einigen Jahren wächst der Exportüberschuss sogar - und das muss er auch, andernfalls gibt es keine Lohnzuwächse. Sicher, rund 30 unserer Wirtschaftsleistung geht in die EU, aber diese würde doch nicht auf 0 zurückgehen, nur wenn Deutschland morgen eine eigene Währung hat. Natürlich würde unsere Wettbewerbsfähigkeit mit einer D-Mark in einem Euro-Umfeld leiden, aber dieser temporäre Effekt ist lächerlich gegen eine unbefristete Zahlungsverpflichtung in einer Union. Fakt ist und bleibt: für Deutschland wäre eine politische Union und damit Aufgabe der eigenen Souveränität in einem ausgabefreudigen Umfeld der worst-case-Fall, die auf unbeschränkte Zeit teuerste aller Optionen. Meine Frage an Herrn Neuhaus lautet deshalb: wo bitte haben Sie Volkswirtschaft studiert? Falls gar nicht, warum äußern Sie sich dann zu solch einem Themenkreis wie dem des Euro?


Hugo sagt:
15.12.2010 15:10

Theoretisch kann die Europäische Zentralbank zwei Währungen herausgeben, eine harte und eine weiche, beide entsprechend pflegen, und es den einzelnen Staaten überlassen, was sie womit finanzieren und wie sie ein sinnvolles System damit finden. Das muß nicht unbedingt bedeuten, daß in jedem Kaufmarkt zwei Sorten Kassen existieren, aber auch das wäre kein besonderes Problem.


Ehrler sagt:
15.12.2010 15:11

Das entscheidende Problem ist, dass das deutsche Volk nie über die Einführung des EURO bestimmen konnte. Notwendig sind Politiker, die verstärkt die Bedürfnisse des eigenen Volkes beachten. Trotz Euro ist Deutschland ein souveräner Staat und die deutschen Politiker haben in erster Linie als Vertreter des deutschen Volkes die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten und nicht die Interessen der EU oder des Euro. Währungen kommen und gehen. Diese Erkenntnis führte zur Abschaffung der deutschen Mark. Diese Erkenntnis führt zur Abschaffung des Euro. 10 Jahre früher oder später. Notwendig sind Politiker, die die Sicherheit in Europa nicht von einer Währung abhängig machen.


Bumerang sagt:
15.12.2010 16:06

@Jochen In meinem Beitrag sprach ich davon, dass es m. E. egal ist, ob Euro oder nicht, wenn z.B. GR pleite geht, oder auch gerettet wird. Mich würde Deine Meinung dazu interessieren.


Jack sagt:
15.12.2010 16:39

16 Laender sind in der Eurozone,wir haben 16 Bundeslaender in denen es ein hauen und stechen gibt und alles andere als einheitliche Normen,da wird ueber den Laenderfinanzausgleich gestritten, es gibt kein einheitliches Bildungsprogramm und vieles mehr von den unsaeglichen Querelen ums Rauchverbot ganz zu schweigen.Um in dieser Situation sich als Zuchtmeister Europas aufzuspielen finde ich ein starkes Stueck bei einer sowohl innen als auch aussenpolitisch sehr blassen Regierungsmannschaft.Wir Deutschen hatten 1990 das beste Experimentierfeld mit der Einheit, haetten wir damals wie von vielen vorgeschlagen erst eine Sozialunion mit der ehemaligen DDR und dann eine Waehrungs und Wirtschaftsunion vollziehen sollen, die man dann ueber Europa ausgedehnt haette.Die Chance wurde verpasst weil dem Einfluss der Wirtschaft und der Banken auf der Jagd nach dem schnellen Profit in die Politik durch die Kohlregierung Tor und Tuer geoeffnet wurde die darauffolgenden Krisen und Einbrueche gehen darauf zurueck wobei sich der Einfluss der Wirtschafts und Finanzwelt in die Politik staendig erweitert. gruss aus Amerika


Jürgen Steinmetz sagt:
15.12.2010 17:19

Wir müssen uns bewusst machen, was es für Europa bedeutet total in die Nationalstaaten zurück zu fallen. In zwanzig Jahren ist ein gemeinsames Europa schon ein kleiner Zwerg global betrachtet. China, Indien, die Tiger-Staaten in Südostasien und eventuell Brasilien werden das Weltgeschehen deutlich prägen wenn nicht gar bestimmen. Da würden einzelne Staaten in Europa schon gar keine Stimme und wirtschaftliche Bedeutung mehr haben. Also erheben wir als Bürger unsere Stimme für ein geeintes Europa. Es ist schon schlimm genug, wenn unsere Politiker es schon nicht mehr schaffen oder noch schlimmer aus Opportunismus, die Bedeutung der Vereinigten Staaten von Europa für die Zukunftssicherung unserer Kinder und Enkel zu erklären. Leider sterben die leidenschaftlichen Verfechter wie Schmidt, Genscher und Kohl aus.


michi1974 sagt:
15.12.2010 17:54

Ich frage mich wo das alles hinführen soll. Die Eurostaaten schulden Deutschland jetzt schon 388 Milliarden Euro. Wenn nicht endlich mal Länder wie Griechenland zun einem Steuersystem wie es in z.B. in Deutschland ist gezwungen werden kann es nur Bergab gehen. Ich kenne selbst einige Griechen und muss sagen das Sie eigentlich darüber lachen weil es Ihnen um einiges besser geht als uns Deutschen. Deutschland Zahlt und die anderen Länder gehen auf die Straßen. Vieleicht sollte sich das Deutsche Volk mal ein Beispiel daran nehemn und selbst auf die Straße gehen ....


Ron777 sagt:
15.12.2010 18:04

Der Euro alternativlos? Warum? Die Schweiz lebt bestens mit ihrem Franken, die Norweger lieben und schätzen ihre Krone, Japan hat den Yen, Kanada den kanadischen, Australien den australischen Dollar. Allen diesen Ländern geht es besser als uns. Warum in aller Welt darf Deutschland keine nationale Währung haben? Wir würden bestens damit leben - und wir haben es in der Vergangenheit auch getan. Selbst das Argument, dass eine D-Mark stark aufwerten würde, ist so nicht richtig. Wenn man der Bundesbank entsprechende neue Statuten zuweisen würde, könnte sie den Außenwert der neuen D-Mark sehr gewinnbringend durch ein größeres Geldmengenwachstum steuern. Auch bei der Rückabwicklung sollte es nicht mehr Probleme geben als bei der Umstellung auf den Euro. Wir können es. Wir brauchen es. Und wir sollten es schleunigst tun. Die geplante Transferunion wird alle schmerzlichst treffen. Auch die Wirtschaft in Deutschland. Weg mit der Euro-Desaster-Währung! Der Euro war eine intellektuelle Kopfgeburt ideologisch verblendeter Hirne. Wir brauchen wieder Verlässlichkeit und nicht Chaos ohne Ende!


USE sagt:
15.12.2010 18:19

Erst wenn sich alle europäischen Staaten nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem politisch kompromisslos zu den Vereinigten Staaten von Europa USE ohne besondere Rücksicht auf egoistische, individualstaatliche Interessen zusammengeschlossen haben, wird der Euro genau so wenig Thema sein, wie der Dollar in den USA! Dann müssten ALLE an einem Strang ziehen, wenn sie erfolgreich überleben wollen. Dafür bräuchte jeder Mensch jedes Bundesstaates die Absicht, sich mithilfe eines ermächtigenden Bildungssystems in die Lage zu bringen, selbstständig geldwerte Ergebnisse zu produzieren, von denen er selbst & andere leben können, ohne auf die Hilfe von besser Ergebnisse Produzierenden zu schielen. Dafür müssten einige den Begriff Siesta & Deutsche den Begriff Gemütlichkeit aus ihrem Wortschatz streichen!


Henry sagt:
15.12.2010 18:37

Wenn Deutschland einseitig aus dem Euro aussteigt, brechen die übrigen EuroLänder wirtschaftlich zusammen. Das wollen diese natürlich möglichst verschleiern, deshalb sollten Merkel & Co. ernsthaft einen Rückzug aus dem Mitschlepp- & Huckepack-Euro in Erwägung ziehen, das würde die Bürger in der BRD sicher entlasten!


Optimist sagt:
15.12.2010 19:21

Sehr geehrter Herr Neuhaus, ich bin erschüttert ob der Qualität dieses Artikels: Sie schreiben: Jetzt oder nie Die Politik hat genau zwei Optionen, nämlich eine echte politische Union und damit eine Chance für den Euro oder ein krachendes Ende der Währungsunion mit einem Zerbrechen in alte Nationalstaatlichkeit. Gemeinsam oder einsam, dazwischen gibt es nichts. Also: Schwarz oder weiß. Da wir alle uns, glaube und hoffe ich zumindestens, darüber einig sind, daß die Option 2 keine wirkliche Option darstellt, machen Sie nichts anderes als zu sagen: Option 1 ist alternativlos! Ist sie das wirklich? Ist sie überhaupt - kurz oder mittelfristig - eine realistische Option? Ich behaupte: Nein! Es geht hier um die Zukunft von weit mehr als 300 Mio. Menschen! Keine politischen Empfindlichkeiten oder Eitelkeiten! Ich hätte mir gewünscht, daß auch diverse Grautöne zum Wohle aller dieser Menschen beleuchtet werden. MfG PS: Die Abstimmung Euro oder DM ist doch unterirdisch, darum geht es doch gar nicht!


Marcus sagt:
15.12.2010 19:49

Das eigentliche Problem vor dem die Staaten von Euroland stehen ist - wie richtig erkannt - dass es zwar eine eihheitliche Währung aber keine einheitliche Fiskalpolitik gibt. Was aber noch niemand so richtig beschrieben hat ist, dass die Staaten eigentlich vor einem spieltheoretischen Problem, dem Gefangenendilamma stehen. Der Untergang des EURO mag zwar jedem bewusst sein, aber niemand wird dagegen etwas unternehmen, weil derjenige, der zuerst spart auch verliert Macht, Einfluss, Wählerstimmen.... Also wird sich weiter verschuldet - auf zunächst allen Schultern - frei nach dem St Florians Prinzip, für das nur auf kurze Zeit gewählte Politiker immer gut sind siehe auch neue politische Ökonomie. Den Euro zu retten bedeuted, dass Gefangenendilemma zu brechen und das bedeutet harte Zwangsmaßnahmen mit automatisierten Sanktionen durchzusetzen, die politisch nicht durchsetzbar sind. Die Defizitkriterien zur Stabilisierung sind doch eine Lachnummer! Tut mir leid, aber meine Prognose für den EURO sind äußerst düster. Ich glaube eher an die Dominanz des Politikversagens. Selbst wenn die Not kurzfristig einen sollte, langfristig wird immer ein vermeintlich Stärkerer oder Frecherer den Konsens aufbrechen. So ist es m.E. doch die Kritik am Zustandekommen der Währungsunion, die hier entgegen Herrn Neuhaus zur Fehleranalyse und -vermeidung herangezogen werde sollte. Es gibt keinen anderen Weg als die Aufgabe der Kleinstaaterei hin zu einem europäischen Haushalt. Kennen Sie einen Minister, der auf sein Budget, gleichbedeutend mit Macht, verzichtet ? Und: brauchen wir dann überhaupt noch Minister ? Ist es eher nicht so, dass ein Fiskaleuropa auch nur eine Regierung braucht ? Kennen Sie Politiker, die Ihre eigene Stelle wegrationalisieren ?


Gungunsen sagt:
15.12.2010 21:18

Wenn ich einen Laden in einer wirtschaftlich schwachen Gemeinde mit hoher Arbeitslosigkeit eröffne och merke dass die Sache nicht läuft dann versuche ich es anderswo. Da hilft es auch nicht das eigene Ersparte an die Gemeindebewohner auszuzahlen damit diese wieder konsumieren. Im besten Fall bekomm ich mein Geld wieder zurück und habe die Arbeit. Die Gemeindebewohner haben nichts gearbeitet und sitzen auf den Waren. Europa im 21. Jahrhundert ist eine feine Sache - für alle ausserhalb Deutschlands!


Thomas II sagt:
16.12.2010 10:52

Es scheint nur noch Untergangspropheten und Eurofighter zu geben. Dazwischen gibt es nichts. Und die Argumente sind auf beiden Seiten gleich phrasenhaft und inhaltsleer. Ein Beispiel: Warum bitte soll eine Rückkehr zu D-Mark unser Untergang sein? Jahrzehntelang hat die Bundesrepublik sehr gut damit gelebt, auch wenn die D-Mark immer stärker wurde. Es hat die Deutsche Wirtschaft nur wettbewerbsfähiger gemacht. Mit dem gleichen Argument könnte man auf Umweltschutzauflagen verzichten, da diese ebenfalls internationale Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen. Zudem kann unser rohstoffarmes Land mit einer starken Währung billiger importieren, was den negativen Effekt deutlich abmildert. Was soll sich in den letzten 10 Jahren derart geändert haben ? Warum ist kein Eurofighter in der Lage, das schlüssig zu erklären?