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Frank Meyer

Montag, 08. Februar 2010

Frank Meyer

Brüsseler Öko-Wahn

von Frank Meyer

Frank Meyer

Frank Meyer.

Es gab Zeiten, da waren neue Umweltstandards wirklich sinnvoll, denken wir hierbei an das Verbot von Blei im Benzin, Asbest in Baumaterialien oder an Rauchgas-Entschwefelungsanlagen. Inzwischen aber ist die Umwelt zu einer steuerrelevanten Komponente verkommen. Die weiteren Überlegungen hinsichtlich einer besseren Umwelt scheinen weniger der Natur zu dienen, sondern mehr des Auffüllens von Steuerlöchern und der Gängelung der Bevölkerung. Was aus Brüssel zu hören ist, lässt erahnen, auf welchem Weg wir gerade sind, auf dem Weg in eine Öko-Diktatur.

Die EU meint es gut mit uns. Sicher. Als riesiges Beschäftigungsprogramm getarnt, verrichten etliche nach Brüssel abgeschobene Politiker dort Gottes Werk, fern ab der Realität und der Bedürfnisse für die Menschen. Mit Gott hat das zwar nicht viel zu tun, dafür ist aber das monatliche Salär göttlich. Auch das Drücken und Ziehen an den Hebeln in der Maschinerie mag bei dem einen oder anderen ein göttliches Gefühl hervorzurufen. Die EU mischt sich inzwischen allgegenwärtig in unseren Alltag ein. Nach der Glühbirne geht es jetzt dem Duschkopf, Wasserhahn und den anderen "Energieverbrauchsgegenständen" an den Kragen - natürlich wegen des Klimas.

Inzwischen ist es eine Last mit den Eurokraten geworden und auch mit den in der Nähe der Entscheider agierenden Lobbyisten. In den Zeitungen liest man von Vorhaben, die einem die Halsschlagadern anschwellen lassen. Warnhinweise unter entsprechenden Verbotsartikeln sucht man dabei vergebens. Dabei ist Bluthochdruck auf Dauer lebensgefährlich. Was machen die Damen und Herren den lieben langen Tag, wenn sie überhaupt anwesend sind? Unsinn. Europäisches Recht bricht deutsches Recht. Und Brüssel ist weit weg. Nach dem fulminanten Erfolg im Verbot von Glühbirnen arbeiten die Experten an neuen Standards für viele Dinge im Haushalt, um den Energieverbrauch zu senken.

Produkte müssen in Zukunft bestimmte Umweltkriterien erfüllen, um auf dem europäischen Markt zugelassen zu werden. Seit Januar gelten Verbote der Standby-Funktion von Elektrogeräten und Stromlimits für Fernseher. Ab Mitte April gelten Obergrenzen für Büro- und Straßenbeleuchtung, ab Sommer auch neue Standards für Kühl- und Gefrierschränke. Und wer neue Standards einführt, muss sie ja irgendwie auch kontrollieren. Das stelle ich mir schon mal skurril vor...

Weitergedacht

Nach einem ersten Schritt, eben die neuen Standards einzuführen und die Produzenten stärker zu kontrollieren, frage ich mich, wann es an der Haustür klingelt. Nicht machbar? Doch! Mit einer irgendwann ausgebrüteten, dann heiß diskutierten und letztlich beschlossenen rechtlichen Grundlage stünde einem Aufbau einer mobilen Kontrollgruppe nichts mehr im Wege. Mit dieser als neue Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gefeierten "Maßnahme" ziehen wissenschaftlich ausgebildeten Öko-Engel von Haus zu Haus auf der Jagd nach Öko-Sündern (vgl. GEZ-Jagdbeauftragte). Man hat dann nicht nur das Recht, seinen Haushalt vorzuzeigen, sondern auch die Pflicht. Aus Verbrauchern werden Straftäter, wenn sie sich nicht umstellen und keine Einsicht in die Erfordernisse der Zukunft zeigen. Eine zentral ausgelobte "Denunziantenprämie" effektiviert diese ganze Angelegenheit. Verpetzen von Familienangehörigen bringt extra Bonuspunkte, einlösbar in wahlweise Freiwasser oder Freistrom.

Das Fernsehen beschenkt uns mit Öko-Spots: Kampf der Badewanne. Der "Freitag" wird später durch den "Duschtag" ersetzt. Von Montag bis Duschtag spart man Energie und am Sonntag, Pardon! "Klimatag", richtet man seine Gebete nicht mehr in Richtung Herrgott sondern gen Brüssel. Eine neue Badewannenverordnung tritt in Kraft. Umbauten für Immobilienbesitzer werden fällig, die in der Politik als starker Wachstumsimpuls für die Bauwirtschaft verstanden werden und als Ausdruck der Investoren in die Zukunft, wenn sie ihr Haus dämmen, Solaranlagen aufs Dach bauen, Kamine mit Staubfiltern versehen und Türen sowie Fenster austauschen. Statistisch wäre es doch mindestens genauso wichtig, das Atmen einzustellen. Ironie aus!

Die bislang in der EU beschlossenen "Energienormen" sparen in den kommenden zehn Jahren 150 Millionen Tonnen CO2, errechnet der Energiekommissar. Nettes Wort, fast wie im Krimi. Das seien drei Prozent der europaweiten Emissionen. Mit den neuen Normen für Duschköpfe, Fenster & Co ständen der Flora weitere fünf Prozent weniger CO2 als Nahrungsgrundlage zur Verfügung. Doch was ist das? Während Europas Straßenverkehr für fast 30 Prozent aller CO2-Abgaben steht, werden Verbote für Spritfresser völlig übersehen. Der "Spiegel" liefert eine inoffizielle Begründung: Für Autos gibt es schon genug Vorschriften. Ha! Lobbykratie erfährt nach Mövenpick eine neue Dimension. Dabei ginge es doch viel einfacher, über die Kosten für Energie. Ist diese hoch genug, sucht der Bürger Einsparpotentiale. Und das Klingeln an der Wohnungstür bleibt auch aus.

Die Glühbirne wird wohl später von unseren Enkeln als weiterer Meilenstein für die Gängelung Europas Bürger in die Geschichtsbücher eingehen. Energiesparen gegen Klimakollaps. Meinungsumfragen zufolge glauben immer weniger Leute diese These, wurden doch unlängst eine ganze Reihe von Mauscheleien bei Klimadaten bekannt, nebst Interessenkonflikte agierender Protagonisten. Doch da kommt noch mehr, wäre zu vermuten. 2012 wird ein spannendes Jahr, denn dann will die EU-Kommission darüber befinden, ob alle Produkte mit Energiestandards genormt werden – vom Pantoffel bis hin zum Knäckebrot. Zu stoppen ist die ganze Angelegenheit mit eingebautem Wahnsinn wohl nicht mehr. Wir schützen die Umwelt. Fein. Und wer schützt uns vor diesen Leuten? Willkommen in der Öko-Diktatur

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Kommentare
Ulrich Weigel sagt:
08.02.10 17:17

Hmm, von ca. 1450 bis 1800/1820 gab es die sogenannte kleine Eiszeit. Da wuchsen wohl die Gletscher und Eispanzer der Polgebiete an. Dannach folgte ohne Wunder eine Warmzeit, muß es ja, sonst kann das andere keine im Mittelalter nicht Eiszeit genannt werden, mit Mißernten und verregeneten sommern. Und was ist nun so weltbewegendes daran, das in einer Eiszeit Gletscher wachsen und in einer Warmzeit Gletscher schmelzen? Nichts.Und deswegen soll ich jetzt weniger Baden und dafür Duschen? Ah das macht Sinn. Anschließend werden die Kanäle entsorgt, weil sie mangels Wasser verrotten. Wir haben aber keine Wasserknappheit und beim Duschen/Baden/Händewaschen und EU Frust den Abort hinunter spülen wird kein CO2 frei. Ok, Ok, durchs Hochpumpen des Wassers und Reinigen. Aber ehrlich Peanuts oder? Passiert doch mit Solar- und Windstrom. Energiesparen um von den Erzeugländer unabhängig zu werden - toll. Alles andere ist Eurolobbykratie und Beschäftigungspolitik für die Eurokraten.Ach ja, ich habe keine Energiesparlampe. Wozu auch, ich hatte ja auch keine Glühbirne. Hakt doch eine, die im Museum. Und daneben liegt eine Energiesparlampe die meine Fernbedienungen störte. Sagte mal jemand, konnte ich nicht glauben, musste ich ausprobieren, stimmt. Muß gesund sei so eine strahlende Lichtquelle. Absoluter Schwachsinn, LED Lampen im E27 Glühbirnensockel. Man sieht nichts, doch ein Leuchtpunkt im Dunkel und wie das Geld für Eurokratieunsinn aus dem Ziegenleder entweicht. Aber nur im Hellen.


Mini Matz sagt:
08.02.10 21:27

Hallo, zunächst einmal muss ich erwähnen, dass Herr Meyer für mich der fähigste Kolumnist bei der Teleboerse ist (im Gegensatz zum einen oder anderen Trommler ;-)). In vielen Fällen teile ich seine Ansichten, dieser Beitrag erscheint mir jedoch überzogen. Wenn ich nur den alltäglichen Wahnsinn auf den Autobahnen beobachte, mir vorstelle, wieviel Öl in vielen Fällen durch völlig sinnloses Rumfahren verbraucht wird, mir auch noch vorstelle, wieviel dann an nur einem Tag weltweit verbraucht wird, kann ich eigentlich nur noch verzweifeln... Mal abgesehen von der Knappheit der Resourcen ist es für mich nur logisch, dass ein Verbrennen von in Jahrmillionen entstandenen fossilen Brennstoffen in so (relativ) kurzer Zeit Umweltschäden hervorrufen muss - in welcher Form auch immer. Es ist doch absurd zu glauben, dass unser exzessiver Energieverbrauch nicht zu langfristigen Schäden führt. Ich denke, dass unsere Nacfahren unsere Generation als die schlimmste aller Zeiten brandmarken wird. Daher kann ich die Bemühungen der EU zumindest in diesem Punkt nur unterstützen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass in der Regel Übergangsregelungen der Industrie eine rechtzeitige Umstellung Ihrer Produktion ermöglichen. Auch der Verbraucher wird ja nun nicht gezwungen, seine auf Vorrat gekauften Glühbirnen in die Mülltonne zu schmeißen.Als schönes Beispiel für die Unsinnigkeit unserer unregulierten Marktwirtschaft fällt mir immer wieder mein Kaffeemaschionenglaskannen-Erlebnis ein. Ich hatte eine zerdeppert und mich im Fachgeschäft um einen Ersatz für diese erkundigt. Ergebnis: Lieferung der Kanne vom Hersteller mit Frachtkosten komplett ca. 25 Euro. Kauf einer neuen gleichwertigen Kaffeemaschine komplett 32 Euro. Grund: Glaskannen sind nicht genormt und nur die des Herstellers passt. Hat so etwas Sinn???


Christian sagt:
08.02.10 21:27

Sicher packt die Politik das Problem nicht am konsequenten Hebel, aber immerhin ist langsam ein Bewusstsein geschaffen, dass ein Umdenken unabdingbar geworden ist. Was nützen die größten Renditen und tollsten Entwicklungen, wenn in vielen Teilen der Erde die Folgen unserer Verschwendung ein humanes Leben unmöglich machen? Die Auswirkungen werden auch wir in der westlichen Welt zu spüren bekommen. Warum also nicht ein Bruchteil der Kosten zur irreparablen Folgenbekämpfung investieren und präventiv neue richtungsweisende Technologien fördern, die es ermöglichen wenigstens die Ausmaße der Folgen in Grenzen zu halten. Ganz nebenbei wird diese Branche zu einer Schlüsselindustrie der Zukunft werden, was uns solange wir führend darin sind nicht stören soll. Wir haben die meisten Technologien nach Japan abgegeben und sehr viel Produktion nach Süd-Ost-Asien verlagert. Warum also nicht in die Zukunft investieren und nebenbei umweltverträglich handeln?Leider besteht jedoch in der Politik und der Bevölkerung zumeist so lange ein Motivationsproblem, bis wir ein Zeitproblem haben...


Reiner Vogels sagt:
08.02.10 21:27

Ein sehr guter und treffender Kommentar. Öko-Wahn ist m.E. allerdings keine die Sache vollständig beschreibende Überschrift. Es handelt sich nicht bei dem, was die europäische Politik vorantreibt, nicht um einen Wahn, sondern um etwas ganz anderes: Neben der Absicht, immer neue Steuerquellen zu erschließen, geht es den Eurokraten darum, unter dem Vorwand des Umweltschutzes über die freie Marktwirtschaft ein Netz von immer neuen Regulierungen und bürokratischen Vorschriften zu werfen. Damit soll auf Dauer die Marktwirtschaft erstickt werden. Wenn es dann so weit ist, soll das Netz zugezogen werden und die Wirtschaftsordnung in eine planwirtschaftlich-sozialistische Zwangsornung überführt werden. Öko-Wahn ist im Grunde Ökosozialismus.Die EU-Politiker wissen ja ganz genau: Wenn wirklich eines fernen Tages Öl, Kohle und Gas (Kernenergie nicht zu vergessen) knapp werden sollten, wobei kein Mensch weiß, wann das der Fall sein könnte, dann wäre das marktwirtschftliche Gesetz von Angebot und Nachfrage das beste Instrument, entsprechende Anpassungen und Alternativen zu erzwingen. Genau das wollen die Eurokraten aber nicht, weil sie dem Markt zutiefst misstrauen und lieber auf staatliche Kommandowirtschaft setzen. Dass in Deutschland auch die früher bürgerlichen Parteien diese Politik unterstützen, ist das eigentliche Problem de Zukunft.


Pro Europa sagt:
09.02.10 09:50

Wieder einmal eine sehr richtige Kollumne, Herr Meyer! Sie haben recht, Brüssel nimmt uns so langsam die Luft, die wir zum atmen brauchen. Ich verstehe wirklich nicht warum die Politiker das nicht verstehen, jetzt mal vielleicht von Herrn Westerwelle abgesehen. Aber der ist auf einem anderen Auge blind. Ich weiß, hier geht es vor allem um Wirtschaftsthemen, aber mich würde mal ihre Position zum Islam in Europa interessieren, die Minarettgeschichte in der Schweiz und so. Viele Grüße, D.M.


Max Maierhofer sagt:
09.02.10 09:52

So ein polemischer Rülpser passiert, wenn Finanzer über Themen schreiben, von denen sie nichts verstehen - und damit bestenfalls das Niveau eines Laien erreichen.Bevor man sich über Maßnahmen der Energieeffizienz lustig macht, sollte man lieber vorher das kleine Einmal-Eins-der Energiewirtschaft lernen, und nicht einfach Verbal-Rülpser loslassen.Lieber Hr.Meyer, mit diesen Beitrag haben sie sich bis auf die Knochen blamiert.....


holger sagt:
09.02.10 09:53

Ökowahn--- doch, diese Bezeichnung ist genau richtig. Das beste Beispiel ist: Wir hier in Deutschland sollen weniger Wasser verbrauchen, weil es ja gerade auf der Erde knapp ist. Die Wasserknappheit in der Sahara hängt von 82 M Bewohner in Deutschland ab. Natürlich --- Applaus--- wir können hier Wasser sparen wie wir wollen von dem knappsten Rohstoff, der ungerecht verteilt auf der Erde vom Himmel fällt --- Wir haben genügend davon. Deswegen wird es nicht wo anders anfangen zu Regnen. Aber nein, da laufen die Ökos rum und erklären, wir müssen sparen, sparen, sparen. --- Genau so mit dem Energiesparen: Wenn die Wegwerf-Industrie endlich mal langlebige Güter produzieren würde, in der Lage wäre sie dazu, die nicht nach der Garantiezeit "automatisch" kaputt gehen, was wäre dann wohl los? Was wäre mit der Industrieauslastung? Was wäre wenn, eine Waschmaschine 20 Jahre halten würde? Geht ganz einfach das zu machen. Kein Hokus-Pokus! Was würde also passieren, wenn weniger Güter produziert werden würden und die Qualität wieder stimmen würde? Kann jeder selber drüber Nachdenken. --- Von Energie bis zum Arbeitsplatz. --- Es geht mir nicht darum, die Umweltverschmutzung klein zu reden, da muss tatsächlich was getan werden. Aber, es regt sich ja auch kaum eine Regierung auf, dass die Regenwälder abgeholzt werden. Oder die Ökobilanz des US Militärs. Oder die Ökobilanz von Einwegbomben. Interessiert Brüssel nicht. Unsere angebliche Sicherheit, die am Hindukusch verteidigt wird, was hat die für eine Bilanz? Wie viel Kilowatt werden da tagtäglich verbraten?--- In diesem Spiel geht es nur darum, per Gesetz den Bürger zu zwingen andere Massenprodukte zu kaufen. Es geht nicht um irgendein Klima oder sonst was. --- Cui bono --- Penuncia non olet --- es geht immer nur um das Geld. Etwas anderes, braucht mir keiner zu erzählen. Man kann den Mist glauben, der einem Tag-ein Tag-aus um die Ohren und Augen geschlagen wird, oder man hinterfragt mal kritisch die ein oder andere Information. Irgendwann glaube so um 1973 also vor gut 37 Jahren, waren die Autobahnen Sonntags mal leer. Schon damals wurde die Welt exclusiv von der BRD gerettet.


Manfred P. sagt:
09.02.10 10:44

In einem Punkt liegen Sie falsch, Herr Meyer: diese Umweltstandards waren noch nie sinnvoll. Das war schon immer falsch und immer nur eie Wachstumsbremse. Aber ich weiss schon, allzu deutlich dürfen Sie wahrscheinlich nicht werden. ehrlich gesagt wundert mich sowieso, dass NTV Sie so offen reden lässt.


Endgegner sagt:
09.02.10 11:13

Zitat Holger: "Cui bono --- Penuncia non olet --- es geht immer nur um das Geld. Etwas anderes, braucht mir keiner zu erzählen."Das mag oberflächlich stimmen.Was aber ist mit denen, die schon so viel Geld besitzen, daß es keinen Unterschied mehr macht, ob es nun 10 oder 20 Mrd mehr sind ?Diese Herrschaften wollen Macht und Kontrolle.Denen gehört das Geldsystem. Die brauchen kein Geld, sie machen das Geld, nach dem alle anderen zu strampeln haben.Ein Hinweis auf deren Agenda findet sich eingemeißelt inetlichen lebendigen und toten Sprachen auf den "Georgia Guidestones".Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Schließlich wurde schon zu Beginn der 1990er Jahre im "Club of Rome" das Klima als die ultimative "Bedrohung" auserkoren, um damit sämtliche Kontrollmaßnahmen gegenüber den Völkern zu rechtfertigen.Der Mensch ( also der, der kein Mitglied im "Club" ist ) wurde so zum "Krebsgeschwür" des Planeten erklärt.Gratulation Herr Meier. Bitte behalten Sie die Boxhandschuhe weiter an und "immer feste drauf".Sie liegen goldrichtig!


Bodenständig sagt:
09.02.10 16:39

Der Kommentar von Hr.Meyer bläst das Horn der Leute, die glauben das Geld alles ist.Wir brauchen unbedingt Wachstum. Wir müssen produzieren und produzieren. Und wenn jeder schon alles hat, dann mache wir noch mehr schwachsinnige Werbung und reden den Leuten den letzten sinnlosen Dreck ein, nur damit wir noch mehr prodzieren können. Am Ende wälzen wir nur mehr Material um das sofort vom Ladentisch in den Müll wandert, Hautpsache alle sind beschäftigt und produzieren Geld. Und irgendwann pervertiert das System endgültig und die Blase platzt.Fakt ist, daß das System des unbegrenzten Wachstums auf Dauer nicht funktionieren kann, da der Planet Erde eben begrenzt ist. Auf einem begrenzten Planeten mit begrenzten Ressourcen kann man nicht unbegrenzt wachsen.Das ist ein Faktum, daß der Kapitalismus leider nicht kennt, und daher muß er scheitern.Daher ist Wachstum nur mehr qualitativ möglich, und dies beinhaltet eben sauberere, intelligentere Technologien und Systeme.Es gibt immer noch zuviele Dummköpfe, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen...


Endgegner sagt:
10.02.10 12:42

@Bodenständig:Ihre Ansichten teile ich grundsätzlich, denn sie sind natürlich plausibel. Herr Meyer jedoch bläst m.E. nach nicht in ein "Wachstums Horn", sondern prangert bloß den Bürokratenwahnsinn Brüssels an.Warum werden denn vom EU Kommissariat keine strikten Verordnungen für transnationale Konzerne in bezug auf den direkten Umweltschutz erlassen ?NEIN, es wird alles unter der Dunstglocke des "CO2 Klimagespenstes" und dem "Derivate-Markt", den es mit sich bringt, verordnet und dient einzig und allein der Besteuerung der Bürger.CO2 ist kein Klimagift, sondern Bestandteil des Lebenszyklus auf diesem Planeten !Mienen-Raubbau, toxische Wolken über Chemiekraftwerken, ölverseuchte Gebiete und verklappte Chemikalien in der See sind Dinge, die ein EU Kommissariat beschäftigen sollte.Und noch ein Wort zum "Kapitalismus".Ich kann die ganzen "ismuse" und deren Verzerrung nicht mehr hören.Wir leben in einer Kartellwirtschaft, die drauf und dran ist, dem eigentlichen Rückgrat einer freimarktlichen Wirtschaft - dem Einzel~ und Kleinunternehmertum - den Garaus zu machen.


Bodenständig sagt:
10.02.10 18:21

@Endgegner: Die Aussage dass CO2 kein Klimagift ist, ist aus der chemsichen Sicht richtig. Aus der Sicht des Klimatologen ist CO2 aber eine Gefahr, und zwar durch einen Erwärmungseffekt der Atmosphäre, der durch den Treibhauseffekt verursacht wird. Gemäß Thermodynamik bewirken in jeden chemisch-physikalischen System (wie beispielsweise der Atmosphäre) eine Erhöhung der Temperatur eine Erhöhung der inneren Energie, die wiederum in Wetterextremen endet und den klimatischen Status-Quo verändert - und zwar auch zum Nachteil aller Lebenwesen. Es ist dabei unerheblich, wie hoch der "künstliche" und "natürliche" Anteil der CO2-Erhöhung ist, denn die Gesamtmenge zählt - und wir können als Menschen aber nur den künstlichen Anteil des CO2-Anstiegs beeinflussen - also müssen wir das.Ob Bürokratie oder nicht - auch wenn die Maßnahmen nur über die Bürokratie umsetzbar sind - besser so, als gar nichts unternehmen und nur zuschauen - oder noch schlimmer, einfach wegreden und verdrängen...


andy sagt:
11.02.10 10:50

Ich habe ja neulich den Herrn Oettinger im Radio sagen hören:"bei der EU kümmern wir uns auch um den klimaschutz....". Das hat er ja so schön gesagt, wie ein 12 jähriger bei der Konfirmation. Da fehlt nur noch das Amen. Aber daß es immer weniger Lehrstellen gibt, interessiert ja keinen. Übrigens hat herr bodenständig einen tollen Kommentar geschrieben, während es draußen -7°c ist, aber egal. Die Hauptsache ist, das Gemüse kommt aus dem Supermarkt, das Geld aus dem Automaten und der Strom aus der Steckdose. Wer soll denn für Leute wie Herrn bodenständig die Rente verdienen? Das Klima wird dies nicht tun.


Franz sagt:
11.02.10 20:23

Hallo Herr Meyer,wen wollen Sie mit diesem Artikel provozieren oder was erreichen - Nachdenken ? Dass Bürokratie lebt und solange ihr Unwesen treibt, bis sie sich selbst untergehen lässt, wissen wir doch schon von früheren "Hochkulturen". In den von Ihnen geschilderten Fällen halte ich den "Bürokratiewahnsinn" jedoch noch nicht einmal für schlecht. Entgegen Ihrer Horrorvisionen sehe ich keine neue Behörde(n) mit Energiespar-Kammerjägern kommen, denn sonst müssten wir diese ja schon in vielen Bereichen haben, bspw. in der Kfz- oder Dämmstoff-Industrie, wo eine ähnliche europäische Verordnungswut herrschte. Vielmehr werden in den geschilderten Fällen sicher ebenso die Hersteller oder verabeitenden Handwerker die Gesetzes- oder Verordnungskonformität beachten müssen, so dass eine unmittelbare Überprüfung beim Verbraucher auch in der Zukunft nicht zum Tragen kommen wird. Daher mein Appel: Den Wähler wachrütteln ja, insbesondere dahingehend, wie sein sauer verdientes Steuergeld in allen Politikbereichen verschleudert wird ! Damit wir möglichst alle noch lange in den Genuss unserer Wohlstandsgesellschaft kommen, werden wir nicht umhin kommen, uns mehr um die allgemeinen Auswüchse der Politik (Lobbyismus und Selbstversorgungsklientel !) zu kümmern und diejenigen Parteien und Politiker abzustrafen, die es da besonders übertreiben. Zu meinem politischen Verständnis gehört auch, sich um die heutigen Probleme zu kümmern und nicht in der Zukunft liegende mögliche Probleme heute schon heilen zu wollen, bspw. eine Klimaerwärmung, von der niemand weiß, ob sie jemals kommt und wer/was daran Schuld ist. Das soll nicht heißen, ich sei dagegen, bereits heute schon die Umwelt zu schonen und die Rohstoffe und Resourcen für künftige Generationen einzusparen - ganz im Gegenteil. So sollte jeder Politiker denken und handeln und dann auch von möglichst vielen Wählern dafür belohnt werden, auch wenn man selbst einmal von einer Gesetzesänderung negativ betroffen sein sollte. Abstrafen durch Nichtwählen funktionierte bislang jedenfalls noch nicht. Und das Wolkenkuckucksheim wird es m. E. auch niemals geben! Schließlich sind wir eine G e m e i n s c h a f t von Individuen, die voneinander abhängig sind.Bange machen gilt trotzdem nicht !


Bodenständig sagt:
11.02.10 20:22

@andy: die lösung würde darin liegen, endlich green products zu entwickeln. den wo ein problem ist, ist ein bedarf, da ist ein markt. wo bedarf, da kann man durch intelligente produkte und dienstleistungen lösungen anbieten. intelligente produkte heißt neue jobs, green jobs. wo green jobs, da geld, wohlstand, einkommen, neue märkte.aber anstatt in bildung und innovation zu investieren, macht man abwtrackprämien, die nicht nachhaltig helfen. green jobs wären eine nachhaltige lösung, ein innovativer ansatz - vor allem um sich als europäer wieder gegenüber den asiaten international zu behaupten und wieder aus der defensive rauszukommen.somit ist es ein problem der politik, und ihren visionslosen, ideenlosen politikern, die keinen weitblick haben. und nicht begreifen, wie man potentiale identifiziert und entwickelt.


Han Meier sagt:
11.02.10 20:22

@ Bodenständig:"Aus der Sicht des Klimatologen ist CO2 aber eine Gefahr, und zwar durch einen Erwärmungseffekt der Atmosphäre, der durch den Treibhauseffekt verursacht wird." Trotz intensivem Bemühen ist es mir bisher nicht gelungen, einen akzeptablen Beweis für diese Thesen zu erhalten. Es gibt tatsächlich eine Korrelation zwischen CO2 und Erderwärmung, aber m.W. ist der Wirkungszusammenhang höchst strittig, es gibt auch Arbeiten, die besagen, dass eine höher Erdtemperatur zu höherem CO2-Gehalt führt. Zumal in jüngster Zeit offengelegt wurde, das einige Wirkungszusmanenhänge (z.B. Wasserdampf in der oberen Stratossphäre) überhaupt nicht berücksichitigt wurden. Mir persönlich reichen (z.T. hanebüchene) Modellrechnungen nicht als Begründung für milliardenschwere Programme. Und ganz offensichtlich hat ja auch das "Qualitätsmanagement" bei den Aussagen des Weltklimarates versagt.Merke: Der Weltklimarat sagt selbst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die von ihm prognostizierten Entwicklungen bei lediglich ca. 60 % liegen. Er spricht selbst von einer hohen "uncertainty". Rechnet man da pauschal die Fehler raus, die bekannt wurden und noch bekannt werden, landen wir schnell bei 50 %. Und dann? Da gibts so ein schönes Sprichwort: Kräht der Hahn auf dem Mist, dann ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist.Die Sache mit Verbrauchsdreduzierung und Erneuerbare Energien hat in Deutschland nur zwei Berechtigungen: von anderen Energieträgern unabhängig werden und mit dem Thema Geschäft machen. Dafür muss ich aber heute nicht die Welt retten. Was die Zukunft anbelangt: In 20 Jahren gibt es Energietechnologien, von denen wir heute noch nicht einmal träumen können bzw. wagen.