Mittwoch, 28. Dezember 2011
Raimund Brichta
Wahre Werte
Wer finanziell fürs Alter vorsorgt, will keine bösen Überraschungen erleben. Deshalb setzen verunsicherte Anleger oft auf Gold. Telebörse-Moderator Raimund Brichta warnt jedoch, sein Vermögen nur auf ein einziges Metall zu setzen, denn es gibt Alternativen.
Die deutschen Anleger sind besser als ihr Ruf. Die Finanzkrisen häufen sich, und viele tun instinktiv das Richtige: Sie misstrauen den Finanzmärkten und ziehen sich zurück - sogar aus der Altersvorsorge. Statt mehr Geld in die private Vorsorge zu stecken, knausern sie mit den privaten Rentenbeiträgen und zahlen weniger ein, manche kündigen ihre Verträge sogar und ziehen Geld ab.
Manche Experten sind verdutzt und sehen darin einen Widerspruch, den sie allenfalls mit "Ratlosigkeit, Apathie und Schockstarre" im Gefolge der Finanzkrise erklären können. Aber ist es wirklich ein Widerspruch? Ist es wirklich Apathie? Ist es nicht eher ein gesundes Misstrauen gegenüber einem Finanzsystem, das von einer Krise zur nächsten schlittert und das die Frage aufkommen lässt, ob das Geld, das man jetzt anspart, im Alter überhaupt noch vorhanden sein wird? Viele Leute scheinen einfach ein Gespür dafür zu haben, dass die weltweite Spirale aus immer mehr Schulden und immer mehr Geld ihrer Altersvorsorge in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte.
Gold lockt
Da ist es nur folgerichtig, dass sie vorsichtiger werden und nach neuen Antworten auf die Frage nach der richtigen Altersvorsorge suchen. Immer mehr Leute stoßen dabei sogar auf eine uralte Antwort, nämlich auf Gold. Inzwischen hat das Metall schon bei mehr Leuten den Ruf, eine besonders sichere Altersvorsorge zu sein, als etwa private Rentenversicherungen, Lebensversicherungen, Sparbriefe oder festverzinsliche Wertpapiere. Das gibt zu denken, zumal bei vernünftiger Überlegung schnell klar wird, dass sich die Altersvorsorge einer ganzen Generation niemals auf ein einzelnes Metall aufbauen lässt. Trotzdem steckt dahinter ein vernünftiger Gedanke. Denn die üblicherweise empfohlenen Vorsorge-Instrumente basieren letztlich nur auf Forderungen gegen andere, die sich im Ernstfall in Luft auflösen können. Wer es nicht glaubt, braucht nur einmal in die Bilanzen von Versicherungen schauen. Gold dagegen kann im Preis zwar schwanken, aber auflösen kann es sich nicht.
Man kann über diese Entwicklung nun lamentieren und darauf hoffen, dass alles wieder so wird, wie es einmal war. Man kann aber auch die Chancen erkennen, die sich dahinter verbergen, und sich darauf einstellen. Denn was wollen diese Leute wirklich? Sie wollen mehr Sicherheit für ihre Altersvorsorge, sonst nichts. Oder anders ausgedrückt: Sie sind auf der Suche nach wahren Werten, die auch in stürmischen Zeiten nicht so leicht hinweggepustet werden. Edle Metalle gehören unbestritten dazu, sind aber lange nicht alles. Wahre Werte findet man auch woanders.
Lohnende Alternativen
Zum Beispiel bei Aktien solider Unternehmen, die wenig Schulden haben, hohes Sachvermögen und eine gute Marktstellung, so dass sie Krisen gut überstehen. Oder man findet sie in Grund und Boden, der nicht in überteuerten Regionen liegt. Ja man findet sie sogar noch in Anleihen, sofern es sich um wirklich starke Schuldner mit bester Bonität handelt.
Also: Wahre Werte gibt es genug, man muss sie nur für die Altersvorsorge zugänglich machen - am besten über Fonds, die sich genau diesen Anlagezielen verpflichten. Bereits jetzt ist die Nachfrage nach solchen Produkten groß, und je mehr von ihnen ins Angebot kommen, desto munterer dürften die vorsorgemüden Deutschen auch wieder werden. Das könnte ein Trend der nächsten Jahre sein,
meint Ihr Raimund Brichta.
Herr Brichta hat auch einen DAX-Jahresendstand von 8000 vorhergesagt: Ich lese lieber in meinem eigenen Kaffesatz als mir von anderen Wichtigtuern die Zukunft prophezeihen zu lassen.
Ist das ihr ernst Herr Brichta? Wenn die Panik an den Börsen losbricht, dann schaut fast niemand mehr auf die realen Werte von Unternehmen. Dann wird verkauft was geht.
Herr Brichta liegt m.E. richtig, wenn er davor warnt, sich bei der Vermögenssicherung zu sehr auf Gold und andere Edelmetalle zu konzentrieren. Andererseits sehe ich seinen Alternativvorschlag, in Fonds zu investieren, eher kritisch, obwohl ich selbst in dieser Branche tätig bin. Daher weiß ich nämlich auch, wie viele schlechte Produkte hier zu überhöhten Provisionen vertrieben werden. Gerade im Aktien-Sektor erscheint mir hier eine Investition in ETFs sinnvoller zu sein. Allerdings nicht in die im Derivate-Traumland Deutschland favorisierten Swap-basierten Produkte sondern in welche, die auch wirklich einen Spitzenindex nachbilden und die entsprechenden Wertpapiere halten. Ansonsten droht womöglich die nächste große Überraschung, wenn die Derivate-Blase platzt.
darf ich mal erinnern: http://www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Ziel-8000-plus-article1862901.html jeder kann mal daneben liegen aber nicht jeder nennt sich Experte.
Lieber Frankura, und genau auf diese Panik warte ich. Wenn erstmal die zittrigen Hände Top-Unternehmen wie BASF, Coca-Cola, FMC und so weiter zu jedem Preis auf den Markt werfen, gibt es für langfristig denkende Anleger einen Festtag nach dem anderen. Genug Geld ist jedenfalls bei mir vorhanden...
Stimmt, Herr Brichta hat mal einen DAX Stand von 8.000 IP vorausgesagt, für Ende 2011. Hat es aber mit dem Bericht Die Würfel sind gefallen wieder revidiert. Und natürlich ist es sein Ernst, auch in Aktien zu investieren - WO DENN SONST???. Immobilien, sicher, warum nicht. Betrachtet man aber den demographischen Wandel und die damit verbundene zwangsläufig sinkende Nachfrage, sollte es bei der Immobilie bleiben, in der man selber wohnt. Gold, sicher, warum nicht. Nur hat Gold, wie auch jedes Edelmetall, keinen realen Wert. Der Wert spiegelt sich nur in Angebot und Nachfrage wider. Je höher die Angst, desto höher der Goldpreis. Sinkt die Angst mal wieder, viel Glück! Anleihen, sicher, warum nicht. Aber welchem Staat will man bei dem Schuldenberg und/oder der geringen Rendite noch Geld leihen - die Inflation frisst sie mehr als auf. Unternehmensanleihen klingen meiner Meinung nach interessanter. Nur Vorsicht, auch Anleihen schwanken im Kurs - Staats- wie Unternehmensanleihen. Wirft man einen Blick in die Geschichte und auf die Bewertung von Aktien, auch und vor allem im Vergleich zu Anleihen, gibt es eigentlich keine große Alternative zu Aktien. Immerhin gab es im Vergleich zu Staatsanleihen seit 1927 nicht solch eine günstige Bewertung. Zudem werfen einige sehr gute Dividende ab!! Ende der 1990er Jahre lag das Verhältnis der Bewertung von Aktien zu Bonds genau andersrum. Aktien waren teuer, Bonds günstig. In den Medien, von Analysten und Ökonomen wurde das alles gerechtfertigt. Doch kam es bekanntlich anders! Und, Herr Frankura, die Panik an den Börsen sinkt gemessen am VDAX schon wieder. Und auch wenn Herr Brichta recht behalten sollte und wir im März den Tiefstand im Dax sehen, wir reden hier nicht vom schnellen Geld, es geht um Altersvorsorge. Und in 10-40 Jahren sieht die Welt schon ganz anders aus!
Wenngleich ich kein großer Fan von Goldanlage bin, muss ich mich jedoch wundern, warum Analysten immer nur auf die industrialisierte Welt schauen und meinen, dass der zukünftige Goldpreis sich allein dort entscheidet. Aufsteigende Schwellenländer wie Brasilien, Indien usw. haben eine schnell wachsende Bevölkerung die - wie fast alle Menschen auf der Welt - den Wunsch verspüren Gold in der ein oder anderen Form zu besitzen. Wenn Demokratie und Marktwirtschaft schon Exportschlager der Industrienationen sein sollen, dann wird es auch die Nachfrage sein und die wird bei ständig wachsender Weltbevölkerung weiter steigen. Zudem ist in vielen unterentwickelten Ländern keien Alternative zu Gold in Sicht, da das Papiergeld nichts wert ist. Gold wird - mit gelegengtlichen kurzen Rückschlägen- noch lange Jahrzehnte steigen!
Lieber Andreas, sollte dieser Moment, in dem ihre genannten Aktien verkauft werden wie der Teufel das Weihwasser scheut, ausbleiben, laufen sie hinterher und können gar nicht so schnell gucken, wie die Kurse Ihnen davon laufen. Jedem das Seine, aber bei mir ist momentan gar kein Cash vorhanden. Eine Währungsreform klopft auch nicht an. Da ist mir das Geld in substanziellen Aktien sicherer, da nehme ich auch gerne die Volatilität in Kauf!
Mit Aktien hab ich auch schon ordentlich Geld verloren. Mit Dt. Telekom, Infineon, Commerzbank konnte man viel Geld vernichten. Also dann lieber ein ETF auf den DAX. Ein Sparbuch hätte hier auf lange Sicht mehr gebracht. Zudem sind Aktiengewinne mit 25 steuerpflichtig! Gewinne von physischen Edelmetallkäufen sind hingegen nach einem Jahr steuerfrei. Setzt eine Inflation ein, steigt der Wert der Aktien nominell, aber nicht real. Trotzdem werden dann Steuern fällig. Also kann man hier auch ein negatives Ergebnis erzielen. Ich denke mal die Mischung machts.
Grund und Boden ist leider auch nicht sicher. Diese Werte sind im Grundbuch erfasst und der gierige Staat wird irgendwann kein Problem damit haben es dem Bürger ab zu nehmen. Nicht diese Regierung auch nicht die nächste - aber die übernächste wirds machen. Googelt mal nach Bodenrechtsreform. Kaufkrafterhalt seines Ersparten ist schwierig, sicher ist nichts... am besten man hat von allem etwas.
So, so, Gold mag schwanken aber sich nicht auflösen. Wenn der Preis zurück auf 300-400 $ schwankt, war diese Geschichte ein schöner Schwank, für die die nicht auf Gold gesetzt haben. Hat Herr Brichta ein größeres Portfolio mit Gold, soliden Aktienunternehmen und Grund & Boden in strukturschwachen Gebieten? Das würde den Artikel erklären.
das einzig sichere sind Schulden!!!. Macht Schulden, konsumiert. Wir weden die Gewinner einer jeden Krise sein.
Herr Brichta hat seine Vorhersage revidiert: Ich kann auch mit 5000 Euro in eine Spielbank gehen, lasse mich dann anquatschen, demnächst falle beim Roulette die 24, setze dann immer wieder auf die 24, und wenn ich dann nur noch 100 Euro übrig habe, die 24 aber nie gefallen ist, sagt mir mein Experte: Jetzt muss ich aber meine Vorhersage revidieren. Meines Erachtens sind die meisten der Experten üble Kaffeesatzleser, jede Vorhersage eines absoluten Laien ist genau so viel bzw. genau so wenig Wert.
Liebe Carmen Zinger, sie haben offenbar verpasst, dass ich dieses DAX-Ziel für 2011 aufgegeben habe, als die Rahmenbedingungen dies nahe legten. Hier können Sie es gerne noch einmal nachlesen: http://www.teleboerse.de/kolumnen/Der-Wuerfel-ist-gefallen-article4216746.html Und genau das unterscheidet eine seriöse Prognose vom Kaffeesatzlesen, das offenbar Sie gerne betreiben. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, ändere ich meine Meinung. So einfach ist das.
eigentlich wollte Herr Brichta doch sein Glück in der Privatwirtschaft starten laut eigener Aussage vor ein paar Jahren, warum dann wieder als Redakteur bei ntv ?... kann mich auch noch gut an sein Zitat erinnern : ...die Bombe ist geplatzt... bezüglich einer belanglosen Ad Hoc Meldung bei einem Neuen Markt- Unternehmen- vorher frontrunning ?
Lieber Frankura, ja das ist mein Ernst. Denn selbstverständlich werden unter einer Währungsreform oder ähnlichen Ereignissen sämtliche Arten von Vermögenswerten leiden. Aber die wahren Werte werden nicht verschwinden, sondern sich wieder erholen. Das ist der feine Unterschied.
Im Prinzip sind wir einer Meinung, lieber C. Meier. Auch ich meine, dass es viele schlechte Fonds gibt. Aber das ist nicht mein Thema hier. Ich denke ja gerade an gute vermögensverwaltende Fonds, die sich der Idee der wahren Werte verschrieben haben. Der Vorteil gegenüber Indexfonds ist, dass sie in allen Anlageklassen investieren und nicht nur in Aktien.
Lieber Neptun, darf ich mal erinnern: http://www.teleboerse.de/kolumnen/Der-Wuerfel-ist-gefallen-article4216746.html Ansonsten gilt dasselbe, das ich oben an Carmen Zinger geschrieben habe.
Lieber Andreas, ich hoffe nur, dass Ihr Geld an diesen Festtagen noch etwas wert ist, grins…
Lieber nunmalnichtsopessimistisch, vor allem bei den Anleihen stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Für die Langfristanlage scheinen Sie mir – von wenigen Ausnahmen abgesehen - momentan gar nicht geeignet.
Lieber Marcel, beim Gold ist die Rechnung relativ einfach: Es ist eine Art Alternativwährung zu den Papier- und Giralgeldwährungen dieser Welt. Und da diese sich auch in Zukunft ungebremst vermehren werden, muss der Goldpreis steigen – bis auch er im Zuge einer Währungsreform in sich zusammenfallen wird.
Lieber nunmalnichtsopessimistisch, sie haben vollkommen Recht, NOCH klopft eine Währungsreform nicht an, aber sie wird am Ende der Entwicklung unausweichlich sein. Gerade dies habe ich bei meinem Plädoyer für wahre Werte im Hinterkopf. Unsicher ist nur noch, wie lange es bis dahin dauert.
Mit der Mischung liegen Sie vollkommen richtig, lieber Arne. Deshalb kann ein nicht synthetischer ETF auf den DAX auch nur EIN Bestandteil sein. In einem Fonds, wie ich ihn mir vorstelle, sind die anderen genannten Bestandteile ebenfalls dabei. Im Übrigen würde ich auch den DAX nur ohne Banken und Versicherungen kaufen.
Lieber Johannes de Farmer, auch Sie sind mit dem Von-allem-etwas auf dem richtigen Weg. Bei den Immobilien ist die Streuung ebenso wichtig wie bei den anderen Anlageformen. Dabei denke ich vor allem an relativ sichere Länder auf anderen Kontinenten. Und gerade hier kann die Fondslösung ihren Vorteil ausspielen. Denn für einen Einzelinvestor ist die Immobilienanlage in Übersee besonders schwierig, besonders für kleinere Portmonees.
Lieber Herr Brichta, der letzte Kommentar von 16.30 Uhr an Johannes der Farmer war besonders wichtig. Deutschen und europäischen Markt kann man selektiv, einzeln kaufen und braucht keinen Fonds. Außerdem gibt es Dividende. Siehe F. J. Abs: Aktionäre sind dumm und frech. Erst sind sie dumm und kaufen sie Aktien. Dann werden sie frech und wollen auch noch Dividende. Also richtig frech sein. Bei exotischen Märkten ist die Fondslösung sicher die Richtige, evtl. auch Indexzertifikate eines Emittenten starker Bonität. Letztere darf man aber nicht aus den Augen verlieren. Die sichere Lösung zum Träumen gibt es nicht.
Wenns hart auf hart kommt, könnte allerdings eine Regierung auch einfach den Privatbesitz von Gold verbieten und unter Strafe stellen. Hats alles schon gegeben... ;- Dann sollte man lieber Kartoffeln im Keller, Nylons und Käthe-Kruse-Puppen zum Tauschen besitzen. **g**
Wer sein Gold nicht braucht hat gut gelebt. Wer kein Gold hat, vertraut der Regierung. Gute Aktien sind rar und wenn es Sie wirklich gibt sind Sie teuer bewertet. Wer sein Geld in den letzten 10 Jahren in den Dax investiert hat, hätte sein Geld ebenso unter die Fußleiste legen können und wäre wahrscheinlich besser gefahren. Die beste Anlageform ist ein Investment in Schrottanleihen systemrelevanter Banken und Staaten. Da gibt es Traumzinsen von 5 bis 40 und wenns wirklich brennt springen von EZB bis IWF alle auf und retten was das Zeug hält....besser gehts nicht. Mein Vorschlag: 50 Gold 50 gestreut in Commerzbank, Spanien, Portugal, Griechenland und Italien Schrottpapiere. Je grösser der Schrott umso schneller die Rettung. Fragen Sie am besten bei Ihrer Bank nach von welchen Dreck sie am meisten in den Anlagebüchern hat....und das kaufen Sie dann auch :- Kaufen Sie aber nur kurzlaufende Schrottpapiere, denn die sind schnell wieder fällig und die Politik steht unter Druck sie ganz schnell zu retten. Und achten Sie auf die Systemrelevanz ! Überlegen Sie mal: Wird ein italienischer EZB Präsident Italien pleite gehen lassen ? Bedenken Sie immer, dass Politiker und Banker mindestens das 25 fache vom Normalbürger verdienen. Haben diese Leute wirklich ein Interesse daran das System zu beenden ? Wohl kaum, denn dann werden sie nicht mehr gebraucht. ...und wenn das Ponzisystem doch scheitert, dann haben Sie immer noch 50 in Gold....und ich bin mir ganz sicher, dass der Goldpreis wie eine Rakete nach oben schießt, wenn z.B. Italien pleite geht. Aber wer will dann schon noch Gold gegen Euro tauschen ?
Hallo Herr Brichta. Derzeit ist zuviel Unzufiedenheit in den Märkten. 1990 bis ins Jahr 2000 erinnert sich da keiner mehr? Dax ,wo wast Du da lange Zeit und jetzt? Was dem einen Freud ist dem Anderem leid! Niedrige Zinsen hätten wir jetzt und falls jemamd an die Altersversorge ,ohne Miete zu bezahlen denkt, sollte man sich vieleicht vom schweren Gold trennen und in eine Immobilie investieren. Da wird so mancher Tresor unnötig.... Immobilienfonds könnten sicherlich wieder mal intressanter werden. Sachwertefonds eher weniger. Und Aktien? Welche gute Firma braucht schon den ,,Streubesitz;;;
Hallo zusammen, Das ganze Jahr über lese ich immer wieder diese Artikel mit der Empfehlung in Aktien und / oder in Gold zu investieren. Doch dabei weiß niemand von uns was in Zukunft sich ereignen wird. Wir alle tappen doch im Dunklen. Diese Dimensionen in Kombination mit der Globalisierung hat es so in der Historie noch nie gegeben. Bisherige Szenarien aus der den Lehrbüchern scheiden völlig aus. Auch sind solche Kurzschlussreaktionen bzgl. Der privaten Altersvorsorge der totale Wahnsinn. Siehe dazu in der heutigen Presse das Interview mit der CEO der Allianz! Mir stellt sich immer wieder eine Frage: Hat es schon einmal jemand mit Diversifikation probiert!? Man sollte vielleicht auch einmal bei Herrn Brichta denn ich fachlich sehr Schätze! über die eindimensionale Berichterstattung und Empfehlungsgebung nachdenken. Denn eines ist sicher: Alles verläuft in Zyklen. Werte die vorher überdurchschnittliche Wertzuwächse verzeichneten, waren bei der nächsten Korrektur die Hauptverlierer! Ergo: Streuen Sie Ihr Vermögen,
Lieber Herr Brichta, die Metapher, dass eine Währungsreform nicht anklopft, damit wollte ich sagen, dass sie über Nacht kommt, letztendlich also doch überraschend!! Ich bin absolut Ihrer Meinung, das ist nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann - wann sie kommt, die Währungsreform. Und in dem Fall habe ich lieber Aktien, Acker und kein Cash.
Hallo Herr Brichta, weiter so bitte wie im letzten Jahr. Dass sich Situationen auch mal ändern können, haben Sie richtig erfasst. Deswegen konnte auch Ihr Ziel von 8000 nicht aufrecht erahlten können. Wo sehen Sie denn das Ziel beim Dax Ende 2012? PS: Sie sind übrigens meiner Meinung nach der sympathischste Moderator bei n-tv.
Lieber X-Mas, der Goldpreis mag auch wieder auf 300 Dollar zurückschwanken, allerdings wird dies dann nicht derselbe Dollar sein wie heute, wenn Sie verstehen, was ich damit meine. Und Ihr Erklärungsversuch, der schreibt doch nur das hoch, was er selbst hat, entspricht einer einfältigen Betrachtungsweise, die allerdings leider typisch für viele Leute ist. Überhaupt keinen Sinn kann ich in Ihrer Formulierung …strukturschwaches Gebiet… erkennen. Können Sie sich vorstellen, dass es außer überteuerten Lagen und strukturschwachen Gebieten noch etwas anderes gibt? Vor allem in anderen Ländern?
Sehr geehrter Herr Brichta, mich würde sehr interessieren, und ich vermute andere Leser auch, welche Fonds sie als gute vermögensverwaltende Fonds bewerten. Die meisten aktiv gemanagten Fonds sind schlechter als die Benchmark und verlangen recht hohe Gebühren. Bei ETF-s gibt es das Problem mit den SWAPs. Außerdem verleihen Fonds, jedenfalls zum Teil, ihre Wertpapiere. Welche Fonds würden Sie als interessant erachten, im Hinblick auf wahre Werte? Ich persönlich denke, dass es Sinn macht seine Anlagen breit zu streuen, wobei der Anteil an Cash Damit meine ich auch Anleihen, Zertifikate usw. relativ gering sein sollte.
Egal ob DAX 8000, 4000 oder 2000: Wahre Werte bleiben wahre Werte! Mit Cash kann man sich ja absichern!
Lieber TopSchuldner, beim Konsumieren gebe ich Ihnen recht. Das Geld, das man ausgegeben hat, kann einem niemand mehr nehmen. Wenn Sie sich dafür aber verschulden, spekulieren Sie darauf, dass Ihnen die Schulden noch vor ihrer Fälligkeit erlassen oder dass sie durch hohe Preissteigerungen entwertet werden. Beides halte ich für sehr gewagt. Denn anders als so mancher Inflationsprophet halte ich es noch lange nicht für ausgemachte Sache, dass die Preise galoppieren werden. Siehe dazu auch meine Kolumne ... Die Inflation ist da! .... http://www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Die-Inflation-ist-da-article2107571.html
Liebe Carmen Zinger, Sie haben einen entscheidenden Unterschied zwischen Roulette und Börse nicht erkannt: Beim Roulette hängt die Entwicklung AUSSCHLIESSLICH vom Zufall ab, an der Börse dagegen zu einem Großteil auch vom massenpsychologischen Verhalten der Anleger und Spekulanten. Dies führt dazu, dass es Situationen gibt, in denen die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten bestimmter Ereignisse höher liegt als 50 Prozent. Nicht mehr und nicht weniger. Und nur wenn solche Voraussetzungen vorliegen, wage ich eine Prognose. Der Erfolg bemisst sich dann nicht daran, ob man immer recht hat ...was natürlich nicht möglich ist.... , sondern ob man in der Mehrzahl der Fälle einen guten Riecher hatte. Meine Bilanz kann sich insoweit sehen lassen: In den vergangenen 7 Jahren, seit ich diese Art von Prognosen mache, lag ich 5 mal richtig und zweimal falsch, nämlich 2008 und 2011. Das ist ...bis jetzt... eine Erfolgsquote von 71 Prozent.
Tatsache ist doch, dass der Staat nur bestimmte Risiken absichert, nämlich die Risiken Jener, an deren Strippe die machtausübenden Politiker als Marionettenpuppen hängen. Dazu spielt eine zu fast hundertprozentige, weichgespülte und gekaufte Medienlandschaft die einlullende Melodie der willfährigen Beliebigkeit in diesem Totentanz des Wahnsinns!!
Lieber Jürgen S, ich verstehe nicht, was Sie wollen, ich bin doch in der Privatwirtschaft. Oder glauben Sie etwa, n-tv wäre ein öffentlich-rechtlicher Sender? Bei Ihrer zweiten Aussage wird es allerdings sehr interessant: Zu welcher ... belanglosen Ad-hoc-Meldung … habe ich denn nach Ihrer guten Erinnerung, wie Sie schreiben, gesagt …. Die Bombe ist geplatzt… und vorher auch noch Frontrunning betrieben? Jetzt aber Butter bei die Fische, bitte! Ansonsten sollten Sie auf ewig schweigen.
Lieber Schlapp, ich bin vollkommen Ihrer Meinung. Mit einer Ausnahme: Zertifikate. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als Bank-Anleihen, und diese verkörpern alles andere als wahre Werte.
Lieber HG. Butzko, zunächst einmal fasse ich es als große Ehre auf, dass Sie sich als bekannter Kabarettist an unserer Diskussion beteiligen. Vielleicht finden Sie hier ja Stoff für Ihr Programm? ***grins *** Mit dem Goldverbot haben Sie vollkommen recht. Deshalb sollte man auch niemandem sagen, auch nicht dem besten Freund, dass man ein paar Unzen ***oder mehr*** davon hat. Ansonsten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, was man sonst noch alles als wahre Werte betrachten will.
Lieber Berufsspekulant, derzeit sind die Aktien alles andere als teuer bewertet, wie Sie schreiben. Der gängigste Maßstab dafür ist das so genannte Kurs-Gewinn-Verhältnis. Für Standardaktien, wie sie im DAX versammelt sind, gilt ein Wert von etwa 15 als fair. Liegt er darunter, sind Aktien verhältnismäßig günstig, liegt er drüber, sind sie eher teuer. Derzeit haben wir einen Wert von 9, also sind die DAX-Aktien momentan verhältnismäßig billig. Das gilt selbst dann, wenn man die …zu Recht … zerbombten Finanzwerte ausklammert und sich dadurch ein etwas höherer Wert ergibt. Dass die Aktienanlage in den letzten 10 Jahren keine Rendite einbrachte, ist bekannt, ändert aber nichts an meiner in der Kolumne gemachten Aussage: Es geht hier nämlich nicht um Rendite, sondern um längerfristigen Vermögenserhalt bzw. um Schutz vor Totalverlust im Zuge einer irgendwann drohenden Währungsreform. Sollte es zuvor noch zu einem so genannten Crack-up-Boom kommen, würde man mit soliden Aktien davon sogar noch in ganz besonderer Weise profitieren. Ihre Spekulation mit den Schrottanleihen können Sie gerne machen, da habe ich nichts dagegen. Hier liegt die Betonung aber auf Spekulation und auf den kurzen Laufzeiten. Dies war ebenfalls nicht Inhalt meiner Kolumne. Dort habe ich mich vielmehr auf eine längerfristige Anlagestrategie konzentriert.
Lieber jochen, Ihren Argumenten kann ich nicht ganz folgen. Dass ich Immobilien als einen der wahren Werte betrachte, hatte ich ja geschrieben. Die selbstgenutzte zählt erst recht dazu. Wenn Sie aber schreiben, Sachwertefonds seien weniger interessant, widersprechen Sie sich selbst. Denn Immobilien sind ebenfalls Sachwerte. Ich favorisiere ja gerade solche vermögensverwaltenden Fonds, die alle interessanten Sachwerte abdecken und sich nicht nur einen davon herauspicken.
Lieber Michael Schimke, meine oben stehende Kolumne ist eben NICHT einer der üblichen Artikel, in denen jemand empfiehlt, in Aktien und/oder Gold zu investieren. Er beschäftigt sich ja gerade mit der Frage der Diversifikation für die unruhigen Zeiten, in denen wir leben und die noch vor uns liegen. Diversifikation kann aber auch bedeuten, mutmaßlich faule Eier aus dem Korb herauszuhalten. Und dies sind nach meiner Einschätzung eben alle Werte, die nur auf Zahlen in irgendwelchen Bilanzen basieren. Dazu zähle ich betont auch herkömmliche Kapitallebensversicherungen und ähnliche Erzeugnisse. Sie können selbstverständlich anderer Meinung sein und auch auf solche Werte setzen. Ich mache niemandem Vorschriften, sondern sage nur meine Meinung, sonst nichts. Und zum Schluss: Was Sie mit ***eindimensionale Berichterstattung*** meinen, erschließt sich mir nicht. Bitte werden Sie konkreter.
Gewissen Kommentatoren sei gesagt : mir ist einer lieber und sympathischer, der sich irrt und mal die vision von dax 8 mille hatte, als solche die immer recht haben und alles besser wissen. Herrn Brichta höre ich mit Vergnügen ungezählt viele Jahre und seine Ideen waren immer ein guter Ansporn, Aktien zu sammeln - wie andere Briefmarken, Goldmünzen oder derlei . Mindestens habe ich damit insgesamt kein Geld verloren - im Gegenteil : je mehr, Destojewski
Lieber Harry K., wie ich bereits im September schrieb, sind Kursziele nach unten generell schwerer zu bestimmen als nach oben. Wie ich ebenfalls schrieb, sind wir nun in einer Baissephase, deren Ende noch nicht absehbar ist. Deshalb fahre ich zurzeit nur auf Sicht und mache keine neuen Punkte-Prognosen. Dies werde ich erst dann wieder tun, wenn es die Signallage erlaubt. Solange müssen Sie sich mit einem denkbaren Szenario begnügen, das ich im Hinterkopf habe: Danach könnte ich mir gut vorstellen, dass die Kurse nach dem Auslaufen der Rally zum Jahreswechsel, die bis jetzt übrigens äußerst müde verläuft, bis in den März hinein wieder nach unten abtauchen. Sollte es dann im März zu einem Tiefpunkt kommen, von dem aus eine Erholung ansetzt, wäre dies ein ermutigendes Zeichen. Aber warten wir’s ab. Dies ist keine Prognose, auf die ich mich festnageln lasse, grins.
Lieber Andi Lech, diese Empfehlung muss ich Ihnen leider schuldig bleiben. Erstens kann und darf ich keinen konkreten Fonds empfehlen, und zweitens sind solche Fonds, wie ich sie mir vorstelle, noch rar. Sollten solche Fonds in den nächsten Jahren verstärkt auftauchen, was ich erwarte, dann besteht natürlich das Problem des fehlenden track record, weil sie als Neulinge noch nichts vorzuweisen haben. Diese Schwierigkeit besteht, das muss ich unumwunden zugeben. Deshalb wird man vermutlich auch hier um eine Streuung auf mehrere Fonds nicht herumkommen. Aber nutzen wir doch die Fähigkeiten aller: Wer einen Fonds entdeckt, der meinen oben genannten Kriterien entspricht oder ihnen nahe kommt, der möge ihn mir melden per E-Mail an info@brichta.de. Ich schaue mir ihn dann genauer an und werde mich mit meinen Erkenntnissen danach wieder melden.
Lieber Letzter Keynesianer, cash ist nur so lange eine Absicherung, solange cash auch sicher ist.
Lieber Albert M., ich gehe davon aus, dass Sie diese Seite von Ihrem Urteil über die Medienlandschaft ausnehmen.