Dienstag, 10. Januar 2012
Die Busch-Trommel
Die Krise schwelt weiter
von Friedhelm Busch
Die deutschen Medien sind derzeit auf Bundespräsident Wulff fixiert. Dadurch gerate die nach wie vor grassierende europäische Schuldenkrise in den Hintergrund, meint Friedhelm Busch. Trotz aller Rettungsbemühungen der Politik habe bislang noch kein Lösungsversuch funktioniert.
Wer auch immer dieses unsägliche Dramolett um Hausfinanzierung und Übernachtungen des Bundespräsidenten angestoßen hat und mit welchem Ziel, das wird sich, wenn überhaupt, wohl erst im Laufe der nächsten Monate erweisen. Vielleicht erscheint ja im Verlauf dieser Groteske schon bald ein neuer Bundespräsident auf der Medien-Bühne, einvernehmlich auf den Schild gehoben von den Unionsparteien und Sozialdemokraten, gefolgt von einer entsprechenden neuen Bundesregierung.
Vorstellbar wäre auch die umgekehrte Reihenfolge: Erst eine große Koalition und danach ein neuer Bundespräsident, der in diese politische Konstellation passt. In beiden Fällen aber bliebe die Frage offen, wer dann in der großen Koalition das Sagen haben würde. In dieser Unsicherheit liegt derzeit- noch- die Überlebenschance des gegenwärtigen Bundespräsidenten. Doch was auch immer am Ende herauskommen wird, eines haben die Strippenzieher hinter den Kulissen schon jetzt erreicht: Die deutschen Massenmedien sind in ihren Schlagzeilen und Aufmachern derzeit vollauf damit beschäftigt, Christian Wulff aus dem Amt zu schreiben und zu reden, während die europäische Staatsschuldenkrise und die milliardenschweren, dennoch vergeblichen Versuche, den Euro zu retten in der täglichen Informationsflut untergehen. Wer mag sich noch groß über eine europäische Transferunion empören oder über Milliardenbürgschaften zu Lasten deutscher Steuerzahler, wenn keine Zeitung mehr damit aufmacht, keine Talkshow mehr darüber palavert? Offenbar ist doch alles auf dem richtigen Weg.
Falsch! Ganz falsch! Bisher hat noch kein einziger Lösungsversuch funktioniert. Nichts ist besser geworden. Im Gegenteil. Zwar haben die schlimmsten europäischen Schuldenstaaten ihre Regierungen ausgewechselt, drastische Sparprogramme verabschiedet und zu Lasten ihrer Wirtschaftskraft in Teilen durchgesetzt. Aber das ist es dann auch schon gewesen. Von den grundlegenden und entscheidenden Reformversprechen wurde bisher kaum etwas verwirklicht, sieht man einmal von Irland ab.
Griechische Hausaufgaben nicht gemacht
Nach wie vor sind beispielsweise die Griechen nicht in der Lage- oder auch nicht bereit-, ihren Staatsapparat wirksam zu verschlanken. Nach wie vor werden Steuerschulden nicht eingetrieben, weil die Finanzbeamten überlastet, unfähig oder korrupt sind. Von vollmundig versprochenen Privatisierungsmaßnahmen ist ebenfalls wenig bis gar nichts zu hören. Trotzdem soll in den kommenden Tagen die nächste Tranche aus dem ersten Rettungspaket ausgezahlt werden. 37 Milliarden Euro stehen noch aus. Aber auch die werden nur für eine kurze Zeit reichen. Ein zweites Hilfsprogramm ist folglich unbedingt erforderlich, sagt die griechische Regierung. Sollten die Euro-Partner sich diesem Ansinnen verweigern, drohe im März der Staatsbankrott. Natürlich wird es auch diesmal wieder nicht dazu kommen, weil der IWF, die EZB und die europäischen Partner, wie gewohnt, einknicken und zahlen werden. Selbst wenn die Auflagen der Troika nicht erfüllt werden.
Die Angst der Retter vor einer Pleite Griechenlands und vor den Folgen für die weltweiten Finanzmärkte ist immens. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Landes könnten die internationalen Finanzmärkte vollends aus dem Takt geraten. Und das wissen die Griechen genau. Sie sitzen am längeren Hebel und denken gar nicht daran, ihr Staatsdefizit wie angeordnet und versprochen abzubauen. All die von der EU angedrohten Sanktionen bei anhaltender Staatsverschuldung sind im Grunde nur hilflose Phrasen, an die Brüssel selber nicht glaubt. Ebenso substanzlos war die Forderung der Politiker, dass sich Banken und andere Privatgläubiger durch einen Forderungsverzicht künftig am griechischen Rettungspaket beteiligen sollten. Das kam zwar gut an bei den Wählern, musste aber dennoch klammheimlich wieder einkassiert werden, weil die potenziellen Käufer italienischer oder spanischer Anleihen im Falle einer "angeordneten” griechischen Umschuldung ähnliche Maßnahmen befürchteten und deshalb auch diesen angeschlagenen Staaten kein Geld mehr leihen wollten.
Gemeinsame Finanz- und Stabilitätsunion nötig
Sagen wir es doch ganz offen: Die Politiker sind mit ihrem Latein am Ende: Mit Krediten den Stabilitätssündern zu helfen, bringt nur noch mehr Schulden und macht erpressbar. Das beweist Griechenland in diesen Tagen. Ebenso sinnlos ist es, unbelehrbaren Stabilitätssündern mit Sanktionen zu drohen, wenn im Grunde der Wille fehlt, dieses Instrument konsequent einzusetzen, zumal drastische Sparmaßnahmen auf kurze Sicht die Defizitprobleme nicht beseitigen sondern nur verschärfen. Helfen kann nur eine gemeinsame europäische Finanz- und Stabilitätsunion. Das weiß im Grunde jeder, aber dazu ist offensichtlich kein Staat in Europa bereit. Vielleicht ändert sich das, wenn bald nicht nur die Stabilitätssünder sondern auch die Retterstaaten auf den Finanzmärkten nur noch zu steigenden Zinsen Schulden machen können.
Mit anderen Worten: Gegenwärtig ist die EU unfähig, die Staatsschuldenkrise wirksam zu bekämpfen. Ein Armutszeugnis, das man tunlichst hinter dicken Nebelschwaden verbergen sollte. Zum Beispiel hinter der wahrhaft erregenden Diskussion über die enttäuschte Liebe eines tumben Bundespräsidenten zu seiner einstigen Jubel-Presse.
Brot und Spiele Da hat der Herr Busch nett ins Schwarze getroffen. Das wird noch lustig werden. Eine Riesenshow wird hier grad abgezogen und vor lauter Nebelkerzen sieht man die wahre Katastrophe nicht mehr. Im Nachbarland Schweiz läuft auch grad ganz grosses Kino. Dort hat grad der Notenbankchef seinen Hut genommen, da er Insidergeschäfte betrieben haben soll. Ich frag mich nur, wie lange die Massen mit dieser Klatschpresse noch bei Laune zu halten sind, und welche Soap das jetzige Spektakel dann noch toppen könnte.
Was für eine interessante Vorstellung, dass eine grosse und geheime Macht verbilligte Kredite an den Bundespräsidenten geben liess, gleichzeitig de Kanzlerin instruiert wurde Wulff zum Durchhalten zu bewegen, und das Alles mit der Absicht die Wähler von der Finanzkrise abzulenken. Medien lieben Skandale und enttarnte Helden. Was leider viel zu selten erwähnt wird ist die Tatsache, dass sich die Weltwirtschaft in einem Abwertungswettlauf befindet: China verbilligt seine Währung, Japan druckt Geld wie verrückt, die Fed tut das ihrige, nun klammert sich auch die Schweiz druckend an den Euro, wie kann dann die EZB eine solide monetäre Politik betreiben ohne massive Aufwertung zu fürchten ? Leider ist die Rolle des Geldes als als mittel- und langfristiger Wertspeicher schon lange aufgegeben worden. Dies wird auf lange Sicht gravierende Konsequenzen haben. Eine echte Lösung für die Euro und Staatsschuldenkrise wird darum nicht im Aufräumen eines Schlendrian Hellas sondern eher auf einem neuen Bretton Woods gefunden werden können. Wenn überhaupt, denn die vorigen Bretton Woods Treffen profitierten von einer Leitrolle der USA, die immer weniger als gegeben gelten kann.
Ja die schreibende Zunft braucht Schlagzeilen. Je provokanter, je mahnender , je giftiger, deso Besser. Alle Analysten gaben ihren Senf zum Besten. Sie vergassen meist zu erwähnen wie gut die deutschen Unternehmen aufgestellt sind, die Markteintrübungen zu überstehen. Auf diese Weise wurde und wird seit Monaten die Krise befeuert, die Rezession beschworen. Warum haben die Ratingagenturen erst in 2011 die Eurozone beleuchtet und Abstufungen ausgesprochen. Die Verschuldungen der Staaten ist nicht erst seit ein paar Monaten bedenklich. Griechenland ist eigentlich seit Jahren pleite. Es ist sehr deutlich: Europa sollte geschwächt werden, um Kapitalströme in die US-Wirtschaft zu pumpen. Die Schuldenkrise der Amerikaner wird auf diese Weise verharmlost. Das alte Europa soll zahlen! Neben diesen Irrungen und Wirrungen war das unglückliche Gebaren unseres Präsitenten mal eben eine Abwechslung. Auch hier sind die Ankläger übers Ziel hinaus geschossen. Die Schuldenkrise ist gleichzeitig auch eine Wettbewerbskrise. Solange die wirtschaftlichen Strukturen in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland den Menschen keine Zuversicht bringen und die Stimmung aufhellt, helfen alle Sparanstrengungen nicht wirklich. Eurobonds sind aus deutscher Sicht Teufelszeug. Wäre es nicht besser, diese Belasung zu stemmen, als fortwährend Unsummen in Stützungsmassnahmen eines Rettungsschirmes zu pumpen oder direkt z.B. für die nicht zu rettenden Griechen aufzubringen?
Herr Busch sie sollten mal das Fiat-Money-System auf die Trommel hauen. All die Kritik bleibt nur auf der Oberfläche. Mal schiebt man es auf die Politiker mal auf die Banker. Dazu wird dann auch hier mediale durchhalteparolen permanent produziert - aber dass mal unser geldsystem als solches hinterfragt wird - darauf wartet man bisher vergebens. In einem SchuldGeldSystem, wie dem unseren, wird eben durch Schulden Geld generiert, dass dann im exponenential wirkenden zinseszinseffekt der wirtschaftsleistung entgleitet, denn die wirtschaft kann nicht exponential leistung erbringen. Die Folge ist eine exponential anwachsende Geldmenge, der keine realen werte mehr entgegenstehen. Schuldgeld wird durch Schulden generiert und so werden dann schulden von oben nach unten umverteilt. Die Zeche zahlt dann der kleine Sparer, dessen erspartes sich in luft auflöst - denn jedes fiat-money-system kollabiert alle 60-80 Jahre. Wer ein bischen was von Mathemtatik und Exponentialfunktionen versteht, muss eben diesbzgl. kein Prophet sein oder permanent Durchhalteparolen generieren Das Desaster ist unausweichlich vorprogrammiert
Aufgeregtes Presse- und Talkrundengeschwafel hilft in der Schuldenkrise der Griechen usw. auch keinen Millimeter weiter. Die Politiker in Legislative und Exekutive sollten den 10-Punkte-Plan von J.-Cl. Juncker oder den 5-Punkte-Plan von W. Schäuble, die im großen und ganzen identisch sind, Schritt für Schritt realisieren. Selbst wenn der Weg falsch ist, ist es besser diesen Weg konsequent zu gehen, als ständig zu lavieren. Damit schafft man etwas, was unbezahlbar ist. Vertrauen!
Naja, man könnte aber auch in Versuchung geraten zu sagen, dass die gegenwärtige Krise letztlich durch ein über Jahrzehnte gewachsenes Konklomerat aus Banken, Wirtschaft und Politik entstanden ist. Und wenn man das so sieht, geht es nicht nur um ein paar Übernachtungen oder um einen kleinen Kredit, sondern darum, wie diese Gesellschaft weiter mit diesem ganzen Klüngel umgehen möchte. Ich bin der Erste, der sagt Politiker verdienen zu wenig, verglichen mit anderen Berufsgruppen. Ich bin aber auch der Erste, der sagt, für die Absicherung, die Politiker heute schon haben, erwarte ich eben absolute Unabhängigkeit von Lobbyismus und Bestechung. Desweiteren geht es um Vertrauen in die Politik im Ganzen. Die Einkäufer in unserem Unternehmen dürfen nicht einmal mehr eine Flasche Wein von unseren Lieferanten annehmen. Aber der Herr BP darf einen Kredit über 500t EUR haben... Ja, eigentlich nur Lappalien. Aber eben nicht mehr zu vermitteln. Und ohne Vertrauen in die Politik wird es keine gewaltfreie Lösung für die Schuldenkrise geben, davon bin ich auch überzeugt. Und deshalb Herr Busch gehören die gegenwärtige Krise und der Bundespräsident letztlich mehr zusammen, als Sie es in ihrem Kommentar darstellen.
Zitat: Nichts ist besser geworden. Im Gegenteil. Zwar haben die schlimmsten europäischen Schuldenstaaten ihre Regierungen ausgewechselt, drastische Sparprogramme verabschiedet und zu Lasten ihrer Wirtschaftskraft in Teilen durchgesetzt. Aber das ist es dann auch schon gewesen. Von den grundlegenden und entscheidenden Reformversprechen wurde bisher kaum etwas verwirklicht, sieht man einmal von Irland ab. Genauso ist es. Bisher ist alles mehr oder weniger Kosmetik und Alibi-Sparen bei den einfachen Bürgern. Die wirklichen strukturellen Reformen z.B. in Griechenland, die auch mal die Oberschicht und die Superreichen zur Kasse bitten sollte, sind nicht durchgeführt. Solche Reformen werden nur in Angriff genommen, wenn es wirklich keine Hoffnung mehr gibt, dass die anderen Euro-Staaten die Zeche zahlen, also wenn z.B. Griechenland endlich aus der Eurozone herausgeworfen wird.
Was bitte ist eine gemeinsame Finanz- und Stabilitätsunion? Das weiß im Moment wohl außer Herrn Schäuble niemand. Ich halte das für Geschwurbel. Die EU hat entweder administrative Werkzeuge, um die Not zu managen oder sie hat sie nicht. Im Moment sieht es so aus, als seien 20 Millionen kräftige Kerle nötig, um den Griechen beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung zu helfen. Das ist keine gute Ausgangsposition, um zu Europa gehören zu wollen.
Helfen kann nur eine gemeinsame europäische Finanz- und Stabilitätsunion. Typische Meinung eines kurzsichtigen Lobbyisten: Hierdurch werden nicht endlich zuverlässig Steuern erhoben und eingefordert noch wird ein aufgeblähter Staatsapparat reduziert, noch werden unmäßige Gewerkschaften gebändigt. Das einzige was erreicht wird ist dass Defizite der Südländer auf ewig auf die Nordländer abgewälzt werden. Man siehts doch an Griechenland: Auch bei größtem Druck sagt Athen einfach wir haben kein Geld mehr, ohne euer Geld gibts bei uns Chaos. Herr Busch will dieses System ofensichtlich endlich legalisieren und festschreiben, denn ein unmittelbarer Eingriff in die Verwaltung der Staaten wird niemals möglich sein, das würde als Besetzung aufgefasst werden und schon alleine an der Sprache schietern.
Kompliment Herr Busch: Ihre Analyse wieder mal ein Volltreffer.
Wer nicht mehr in der Lage ist, die Zinsen seiner Altschulden zu bezahlen IST pleite ! Nach 60 Jahren des Schuldenmachens am Stück ist quasi ganz Europa PLEITE. Deutschland auch. Solange sich Doofe Anleger finden, die immer neues Geld zu geben, solange kann das noch weitergehen, aber es ändert nichts. Die Pleite kommt. Jetzt oder später und dafür größer. Auch eine Schuldenunion und auch eine Wirtschaftsregierung ändern das nicht. Zumindest nicht kurzfristig. Und wie soll die Wirtschaft im kommenden Jahr sein ? Schwächer ? .... dann wird es noch unmöglicher !Einziger Ausweg : Inflationieren wir die Schulden weg. Zahlen können wir Sie nicht, auch unsere Kinder und Kindeskinder nicht. Was ist eigentlich so schlecht an der Pliete ? Anschließend hat man die Schulden los und könnte von vorn anfangen. Es müsste aber den Politiker UNMÖGLICH gemacht werden erneut neue Schulden zu machen, denn die führen mit der Zeit immer wieder an diesen Punkt. Also bring Euer Rücklagen in Sicherheit und lasst Euch nicht täuschen. Das ist Mathematik - 7. Klasse - !
Herr Busch hat wieder völlig Recht, Das Euro Management ist schlecht. Er trommelt wild, so laut es geht, In Brüssel niemand ihn versteht. Genau genommen will man nicht, das Trommler Busch die Wahrheit sprich. Der Euro wackelt hin und her, Dem Büger wird der Kopf sehr schwer. Mit Geld wird Euroland beglückt, Die Geldscheindrucker sind entzückt. Die Summen hier und da und dort, sie steigen ständig munter fort! Ein Ende ist längst nicht in Sicht, Der Euro bald zusammenbricht? Uns geht es gut, könnte man meinen, Die Wahrheit aber ist zum Weinen. Was soll nur werden aus uns allen, Mit Schulden giftig wie die Quallen. Das Euroland wird totregiert, mit Dummheit, die uns fasziniert. Es kann nicht sein, so will man denken, Das Esel unser Schicksal lenken. Doch tun sie es ganz ohne Scham, Wir dummen Bürger sind zu zahm. Längst sollten wir die Straßen suchen, und lauthals gegen Tölpel fluchen. Wir lange noch sind wir ganz still, Bis Bürgerrecht Verändrung will?
Herr Busch, mir scheint, Sie sind einer der wenigen, die noch klar denken können. Halten Sie durch! Ich meinerseits kann das verlogene Euro-Rettergeschwätz und das Wulff-Mobbing nicht mehr hören. Tschüss bis nach der Währungsreform!!
Ich finde es toll was ich so bei NTV höre und sehe. Die Autohersteller haben Recordgewinne erwirtschaftet und alle jubeln. Schön, wer da nicht, da war doch was.Ich erinnere mich noch an das Wort Abwrackprämie. Wir die Steuerzahler haben der Autoindustrie in der Krise geholfen.Und was ist nun? Ich denke das die Autohersteller ruhig zurückzahlen können was wir Ihnen gegeben haben. Der Sinn war nicht das Diese Industrie Recordgewinne macht sondern so wie sie uns glauben machten vor den Untergang retten sollte. Die Prämie haben sie angenommen und nun? In dieser schweren Zeit können wir auch von Ihnen die Prämie erwarten. Jeder hilft wenn es notwendig ist und unser Haushalt ist bestimmt dankbar über jede Hilfe. chris
Herr Busch, wenn wir Sie und all die anderen nicht hätten, die immer im Nachhinein wissen was alles falsch gemacht worden ist, was würden wir da bloss machen ! Eine große Gemeinde an Experten ziehen Sie ja hinter sich her. Der Gebührenzahler hat Sie sehr gut versorgt. Für nichts eine Verantwortung gehabt, sich nie bemühen müssen beim Kunden sein Produkt zu verkaufen ! Das ist es eigentlich, was bei uns falsch läuft ! Viel mit dem Mund, arbeiten können ja die anderen. Ich bin davon überzeugt, selbst eine Bratwurstbude könnten Sie nicht mit Gewinn führen.
Ja natürlich hat unser Herr Busch mit allem recht, es wird aber langsam an der zeit das wir Modelle entwickeln wie die Zukunft aussehen kann das unser Geld nicht mehr den Zweck erfüllt den es in der Vergangenheit tat liegt auf der Hand, der EU Rettungsschirm wird wohl nie zum Einsatz kommen, ein Feuer kann man ja bekanntlich nicht mit brennbaren Flüssigkeiten löschen, die Zocker zu besteuern ist schwierig, Geld ist ja bekanntlich intelligent und fließt dahin wo es sich vermehren kann, und das sich Staaten, Länder, Kommunen sich am weltweiten Finanzmarkt finanzieren müssen sollte man ganz abschaffen oder man müsste die wirklich pleite gehen lassen, auch von unten herauf müsste sich was ändern, wir haben ein Punktesystem bei den Renten das könnte man auf Harz 4 ausdehnen , diejenigen die fleißig sind und was tun sollten mehr bekommen, im Bildungswesen sollten diejenigen die mehr leisten und gute Abschlüsse bekommen auch dafür belohnt werden, wie man das Geld ersetzen könnte da ist mir noch keine Lösung eingefallen, aber da gibt es bestimmt Möglichkeiten, Politiker durch gut ausgebildete Wissenschaftler zu ersetzen wäre da ein guter Anfang die können dann auch mehr Punkte bekommen wenn sie erfolgreich sind wir sind ja schließlich eine Leistungsgesellschaft oder hat einer was dagegen das wir das ändern?
Ist das ganze nicht einfach nur ein Verteilungsproblem? Am Finanzmarkt ist einerseits eine immense Liquidität vorhanden, so daß deutsche Anleihen mit negativen Zinsen gekauft werden. Anererseits riesige Schulden der Staaten. Jeder Schuld steht auch ein entsprechendes Guthaben gegenüber. Es funktioniert einfach nicht, Werte längere Zeit zu speichern, da kein verlässlicher Gegenwert existiert. Damit wird auch die private Altersvorsorge ad absurdum geführt, die riesige Geldberge auftürmt, für die es keine Verwendung gibt. Eine alte Weisheit lautet -Geld muß umlaufen- Taler Taler du mußt wandern Zu deutsch: Wenn immer mehr produziert wird, muß auch mehr konsumiert werden, egal von wem.
Staatsschulden können nicht zurückgezahlt werden, sonst gäbe es nicht mehr genug Geld im Kreislauf, denn alles Geld beruht auf Schulden. Eine von der Regierung unabhängige Zentralbank muss das Geld im Rahmen des Wirtschftwachstums an die Regierungen zinsfrei ausgeben. Mit den dadurch ersparten Zinskosten könnten die Schulden langfristig bezahlt werden.
Ich habe mich lange mit sogenannten Profis Volkswirtschlaftler, Banker etc. unterhalten. Die Frage ist ganz einfach: Wieviel unseres erarbeiteten Wohlstandes sind wir bereit in die Siesta-Staaten zu überweisen warum muss ich jetzt einfach nur an die OUZO trinkenden Griechen letzten Urlaub denken, an dem ich auf der Zunge gegangen bin, weil ich fast ein Jahr lang vorher keinen freien Tag hatte? Wenn wir nichts überweisen, gehen sie um und wir haben weniger Arbeit, weil sie uns nichts mehr abkaufen. Wenn wir überweisen haben wir weniger bei gleicher Arbeit. Also lasst uns weniger arbeiten und verdienen und dafür ein paar Maschinenbaufabriken bei denen aufstellen. Dann können wir den OUZU mittags um 4 trinken. Das Problem ist nur: nach 5 Jahren kommen die Fabriken wieder zurück oder gehen nach Asien. Jetzt ratet mal warum!
Herr Busch, wie andere journalistische Kommentatoren auch, dramatisieren Sie eine wirklich dramatische Sache. Doch: Einhundert Volkswirte = zweihundert Meinungen. Und solche Damen und Herren beraten die Kanzlerin übers Fernsehen!!! Aber wo sind Ihre Lösungsvorschläge? Sie haben in Ihrem Artikel keine aufgezeigt. Ihre Forderung: Gemeinsame Finanz- und Stabilitätsunion wird ja angestrebt. Sie plappern nach, was längst beschlossen ist. Dass es dauert, liegt an der komplexen Materie. Sie allerdings würden es, wie viele andere Journalisten, natürlich in fünf Minuten regeln. Bravo. Und zu Griechenland: Hier können sie erfahren, was eine funktionierende Staatsverwaltung wie sie z.B. in D. gegeben ist, wert ist. So etwas in Griechenland aufzubauen dauert Jahre bis Jahrzehnte. Sie würden es allerdings an einem Nachmittag schaffen. Haben Sie nicht auch manchmal über die Beamten in D. und ihr Handeln hergezogen? Dann ist es jetzt Zeit, sich dafür zu entschuldigen.
Kompliment Herr Busch, eine messerscharfe Analyse der gegenwärtigen Situation! Sie sagen zu Recht, mit Krediten den Stabilitätssündern zu helfen, bringt nur noch mehr Schulden und macht erpressbar. Gleichzeitig fordern Sie eine gemeinsame europäische Finanz- und Stabilitätsunion. Diese würde die Kredite zu einem Dauerzustand werden lassen und den Stabilitätssündern erst recht keinen Anreiz geben, die Situation zu verändern. Wie wäre es stattdessen mit dem Rückwärtsgang? Nur durch ein Entlassen der Stabilitätssünder aus dem Euro kann Stabilität der Währung langfristig gesichert werden. Außerdem haben diese Länder mit einer eigenen Währung viel eher die Möglichkeit, das so oft beschworene Wachstum zu generieren.
das war mir schon 1994 klar als österland dieser fragwürdigen EU betrat .... ich frage mich imemr wieder warum viele menschen so blind sind dass sie ein wohlhabendes reiches UND neutrales land in einem solchen riskanten experiment zu opfern bereit sind nur weil ein paar politiker angstparolen über einen verpassten zug - auf den es aufzuspringen gelte - lostreten ... es war doch schon vor 20 jahren 100 klar dass die EU scheitern wird, ein monster, gebildet von korrupten weltfremden intellektuellen???
Ganz hervorragend getrommelt, Herr Busch!