Die Zeit der ausgetrockneten Kapitalmärkte ist offenbar vorbei.
Seit einigen Monaten nutzen immer mehr Firmen die Kurserholung an den Börsen und sammeln frische Mittel bei den Investoren ein.
Absoluter Spitzenreiter in Deutschland ist dabei der Zementkonzern HeidelbergCement, der sich in dieser Woche rund 2,3 Mrd. Euro beschaffte.
Dieses und viele andere Unternehmen brauchen das Geld zum Schuldenabbau. Andere wiederum wollen mit dem frischen Kapital Zukäufe finanzieren - wie etwa der Biotechzulieferer Qiagen.
Auch für die nächsten Wochen erwarten Investmentbanker weitere Kapitalmaßnahmen. In der Pipeline sind nach Expertenschätzungen weltweit Kapitalerhöhungen von 130 Mrd. Euro.
Generell dürfte das Volumen aber tendenziell sinken - Milliardensummen werden unwahrscheinlicher.
"Kapitalerhöhungen werden künftig stärker zur Wachstumsfinanzierung dienen und weniger zur Bilanzsäuberung", sagt Joachim von der Goltz von der US-Bank JP Morgan.
Wie gefüllt die Taschen der Investoren derzeit sind, zeigt sich daran, dass den Firmen die neuen Aktien geradezu aus den Händen gerissen werden.
So war die Emission von HeidelbergCement gleich mehrfach überzeichnet.
Eine Übersicht über die größten öffentlichen Kapitalerhöhungen in Deutschland in diesem Jahr und einige geplante Maßnahmen:
RHEINMETALL: Einnahmen: 104 Mio. Euro, Grund: Schuldenabbau/Wachstum, Zeitpunkt: Juli
RHÖN-KLINIKUM: Einnahmen: 460 Mio. Euro, Grund: Zukäufe, Zeitpunkt: Juli/August
INFINEON: Einnahmen: 725 Mio. Euro, Grund: Schuldenabbau/Zukäufe, Zeitpunkt: August
HEIDELBERGCEMENT: Einnahmen: 2,3 Mrd. Euro; Grund: Schuldenabbau; Zeitpunkt: September
QIAGEN: voraussichtliche Einnahmen: bis zu 480 Mio. Euro, Grund: Zukäufe, Zeitpunkt: September
KLÖCKNER & Co: geplante Einnahmen: 200 Mio. Euro, Grund: Zukäufe, Zeitpunkt: September
DEUTSCHE WOHNEN: geplante Einnahmen: 250 Mio. Euro, Grund: Schuldenabbau/Wachstum, Zeitpunkt: September/Oktober
geplant:
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| Uhrzeit | Wert | Prognose |
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| 08:00 | +13,9 Mrd. Euro | +13,8 Mrd. Euro |
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| 09:00 | -3,7% gg Vj | -7,5% gg Vj |
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| 16:30 | +0,304 Mio. Barrel | k.A. |
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