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Der Herbst kommt. Zeit zum Einsammeln.
Der Herbst kommt. Zeit zum Einsammeln.(Foto: picture alliance / dpa)

Endlich Oktober!: 5 Gründe, warum Aktien jetzt ein Kauf sind

Von Daniel Saurenz

Das schwache dritte Quartal ist abgehakt, nun blicken Anleger auf das traditionell starke Schlussviertel. Die Chancen für eine Jahresendrally im Dax stehen gut - auch weil die Risiken kein Geheimnis mehr sind.

Die Stimmung ist mau, VW ist mit den weiteren Autotiteln im Schlepptau dem Dax gehörig in die Parade gefahren, die Charttechnik gibt keine Entwarnung und der Crash-Monat Oktober steht bevor. Eigentlich ein Grund, dem Aktienmarkt den Rücken zu kehren, oder? Falsch! Wenn der erste Frost kommt, sollten Anleger Aktien sammeln. Es gibt nämlich gleich eine Handvoll Gründe, warum das Chance-Risiko-Verhältnis für Aktien 2015 nie so gut war wie jetzt.

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1. Die Risiken sind auf dem Tisch.

Im Frühjahr bei 12.000 Dax-Punkten sah die Welt rosarot aus, die Gefahren waren nur auf den zweiten Blick erkennbar und sehen wollte sie niemand, sie wurden unterschätzt. Aber 3.000 Punkte unter Jahreshoch sind Risiken wie China und die Schwellenländer, eine lahmende Konjunktur sowie Einzelgeschichten wie VW sichtbar und dies wird in den Kursen mehr als gewürdigt

2. Rohstoffbaisse verliert ihren Schrecken

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Die Rohstoffe dienen als sehr guter Vorlaufindikator für den Aktienmarkt. Aus China kommen weiterhin schwache Wirtschaftsdaten, doch Kupfer bildet im Chart einen sehr schönen Boden aus und reagiert auf die jüngsten Zahlen ebenso wie Öl nicht mehr negativ. Dies sollte antizyklischen Anlegern Mut machen. Dazu hat der Dax sein August-Tief getestet, aber nicht signifikant unterschritten. Das gleiche ist bei Dow Jones oder S&P 500 der Fall.

3. Vola beruhigt sich

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Zudem ist die Volatilität zwar hoch, doch sie hat ihren Höchststand aus dem August selbst in der turbulenten Woche um VW nicht mehr erreicht. Das gleiche gilt für die Angstbarometer in den USA und Europa, genannt VIX und VStoxx. Auch dort war die Schwankung nicht mehr auf das August-Niveau geklettert. Anleger müssen den VDAX-New und damit die Volatilität als Kontraindikator sehen. Lässt die Angst nach, steigen die Aktien. Anders als im Frühjahr, als die Volatilität nach langer Zeit zunahm und ein Warnsignal sendete.

4. Jahreszeit macht Aktien zu Favoriten

Die Saisonalität und ein Vergleich zum Jahr 2011 sollten mutigen Anlegern das Jahresende versüßen. Denn häufig begann die Jahresendrally schon im Oktober. Parallelen zum Jahr 2011 sind evident, auch damals war das dritte Quartal desaströs. Doch danach begann eine stattliche Rally über Monate und sogar Jahre.

5. An den Alternativen hat sich nichts geändert

Im Frühjahr riefen viele Experten die Dividende als neuen Zins aus. Die Zinsen – in Deutschland abgebildet über den Bund-Future– signalisieren weiterhin dürre Zeiten, die EZB denkt sogar über ein Ausweiten ihrer geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen nach. In Sachen Dividende sehen Telekom, BMW oder BASF überzeugend aus, auch im Gegensatz zu US-Großkonzernen – das gleiche gilt für die Bewertung nach KGV oder dem wichtigen Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Fazit: Im Dax das Tief auf 100 oder 200 Punkte genau zu treffen, ist schwierig und nicht unbedingt entscheidend. Wichtig ist, dass Anleger rund 25 Prozent günstiger als im Frühjahr an qualitativ gute Aktien kommen, Autokrise hin oder her.

Wer langfristig investiert, ist mit einem Sparplan gut versorgt. Wer aber jetzt neu zuschlagen will, schaut sich beispielsweise ETFs auf DAX (WKN LYX0AC) oder EuroStoxx 50 (WKN A0REJL) an. Für ganz mutige Naturen eignen sich Knock-out-Papiere mit niedrigem Hebel wie die UU2X3C auf den EuroStoxx 50 oder die DX1SJ8 auf den Dax. Im besten Fall wird man sich an Weihnachten dann an den Geschenkekauf Anfang Oktober erinnern.

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt keinerlei Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Quelle: n-tv.de

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