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Montag, 22. März 2010

Uwe Zimmer

Nachhaltige Investments sind überlegen

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Die Märkte sind wieder stärker in Bewegung. Die Volatilität steigt, die Ausschläge nach oben wie nach unten werden größer. Ein dauerhafter Aufschwung ist noch nicht in Sicht, dazu sind die wirtschaftlichen Rahmendaten noch zu schwach. Ein pessimistischer Ausblick? Nein. Nur ein Ausblick, der eine nachhaltige Investmentstrategie erfordert.

So haben sich viele „Ökofonds“ in der Finanzkrise besser entwickelt als die großen Aktienindizes. Und der Wachstumskurs bei erneuerbaren Energien sorgt weiter für Potenzial. Bald schon könnte etwa Solarenergie ganz ohne staatliche Förderung konkurrenzfähig gegenüber den fossilen Brennstoffen sein. Vor allem die enormen Effizienzverbesserungen der vergangenen Jahre haben diesen Fortschritt ermöglicht.

Rosige Aussichten trotz Preiskampf

Derzeit tobt zwar ein Preiskampf unter den Solarherstellern, der die Margen empfindlich schmälert. Doch die Chancen für die Gesamtbranche sind rosig. In den kommenden Jahren profitiert sie von Investitionsplänen in Milliardenhöhe. Allein China will etwa 150 Milliarden Dollar in Green Tech investieren. Und die Bundesregierung hat das Ziel, bis 2020 rund 50 Prozent der Energie mit Solar, Windkraft und Biomasse zu decken. Derzeit liegt der Anteil der erneuerbaren Energien bei zehn Prozent.

Und Nachhaltigkeitsfonds profitieren von diesen Entwicklungen. Die Manager berücksichtigen neben finanztechnischen auch ökologische und ethische Kriterien bei der Geldanlage. So schließen fast alle Portfolios Investments in Unternehmen aus, die das Klima schädigen, Waffen produzieren oder Alkoholsucht fördern. Dennoch schneiden die Fonds in vielen Vergleichen besser ab als herkömmliche Portfolios.

Nachhaltigkeitsfonds legen um 30 Prozent zu

Im Schnitt legten die beim Finanzdatenanbieter Thomson/Reuters Lipper gelisteten Ethik- und Nachhaltigkeitsfonds im vergangenen Jahr einen Wertzuwachs von 29,52 Prozent hin, der Vergleichsindex MSCI World schaffte nur 26,35 Prozent. Und der Natur-Aktien-Index (NAI) hat sich seit 2005 fast verdoppelt. Der Index spiegelt die Kursentwicklung von 30 internationalen Unternehmen wider, die ökologisch wertvolle Produkte herstellen wie Biolebensmittel, Windturbinen oder Halbleiter für Solaranlagen. In ihm sind etwa die deutschen Firmen Aixtron und Solarworld vertreten, aber auch der japanische Fahrradhersteller Shimano.

Der Autor Uwe Zimmer ist bankunabhängiger Vermögensverwalter bei Meridio und Experte des Internetportals Vermögensprofis.de.

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