Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat sich in Vietnam der letzten 25 Jahre ein Wirtschaftswunder vollzogen, betont Vermögensverwalter Gottfried Urban von der Neue Vermögen AG. Seit dem Bruch mit der Planwirtschaft im Jahr 1986 wachse die Wirtschaft jedes Jahr zwischen sechs und acht Prozent. Für die nächsten zehn Jahre würden ebenfalls zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr an realem Wachstum für möglich gehalten. Vietnam sei Marktführer im Export von Pfeffer und liege bei Reis- und Kaffee-Export in der Spitzengruppe. Zudem exportiere das Land Öl und verkaufe Textilien. Vietnam sei nicht nur für Firmen wie Siemens oder Adidas eine echte Alternative zu China.
Der neugeborene Tiger Vietnam habe den Vorteil, dass das Land kleiner und damit besser überblick- und regierbar sei, argumentiert Urban. Außerdem gebe es praktisch keine ethnischen und religiösen Probleme. Ausländische Firmendirektinvestitionen (FDI) seien einer der Wachstumsmotoren für Vietnam. Aufgrund des großen Reservoirs an jungen, motivierten und billigen Arbeitskräften ziehe Vietnam wie kein anderes Land der Erde FDI an. Damit sei die wirtschaftliche Entwicklung auf Jahre hinaus vorgezeichnet, ist sich Urban sicher – zumal die damit geschaffenen Arbeitsplätze die Kaufkraft und damit den Binnenkonsum kräftig anheizen....»