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Robert Rethfeld, Wellenreiter-Invest
Robert Rethfeld, Wellenreiter-Invest
Donnerstag, 19. Dezember 2013

US-Zins in der Chartanalyse: Der Zyklus greift!

Von Robert Rethfeld

Auf drei große Zinszyklen blicken Charttechniker in den vergangenen 90 Jahren zurück. Nun steht der vierte ins Haus. Gewissheit könnte ein vorauslaufender Indikator für die Renditeentwicklung bringen.

Etwa alle 30 Jahre verändert sich das Renditemuster. In den vergangenen 90 Jahren wechselte der Trend dreimal die Richtung: Anfang der 1920er Jahre begann die Rendite 30-jähriger US-Anleihen zu fallen. Erst in den 1950er Jahren drehten die Renditen nach oben. Seit Anfang der 1980er Jahre fallen die Renditen erneut. Setzt sich jetzt der vierte Trendwechsel durch? Es sieht danach aus. Seit dem Sommer 2012 steigen die Zinsen.

(Foto: Wellenreiter-Invest)

 

Ein hochinteressantes Thema ist die Beschäftigung mit der Frage, ob ein vorauslaufender Indikator für die Renditeentwicklung existiert. Die Welt wird von "Risk-on" und "Risk-off"-Wellen dominiert. Im Jahr 2013 wurde überwiegend das Risiko gesucht. Grundsätzlich sind die Kursveränderungen im Dollar/Yen ein recht guter Ratgeber im Bezug auf das Risikoverhalten der Anleger.

Mitte des Jahres 2007 gab der Dollar/Yen deutlich nach. (siehe Pfeil folgender Chart).

(Foto: Wellenreiter-Invest)

 

Die Währung signalisierte einen Wechsel im Verhalten der Anleger von "Risk-on" zu "Risk-off". Seit dem vierten Quartal des Jahres 2011 drängen Investoren vom Yen in den US-Dollar. Zuerst zögerlich, seit dem vierten Quartal 2012 deutlich. Das Risiko ist zurück. Die Anleihen fallen (Renditen steigen), die Investoren rotieren von Anleihen in Aktien.

In einer kürzerfristigen Einstellung ist zu erkennen, dass der Dollar/Yen jetzt das Hoch vom Mai 2013 erreicht hat (siehe Pfeil folgender Chart).

(Foto: Wellenreiter-Invest)

 

Sollte der Dollar/Yen diese Marke hinter sich lassen können, wäre der Weg für eine Fortsetzung des Anstiegs frei. Der Widerstand ist derart bedeutend, dass er nicht so einfach überwunden werden dürfte. Der Dollar/Yen verfügt über eine Vorläuferfunktion für den Renditeanstieg. Nur wenn das Währungspaar den Durchbruch schafft, erscheint für die Rendite 10jähriger US-Anleihen der Bruch der 3-Prozent-Marke möglich.

Ungeachtet des kurzfristigen Risikoverhaltens der Anleger sollte der Umkehrpunkt des Zinszyklus greifen. Das bedeutet: Selbst wenn die Zinsen in einem "Risk off"-Umfeld nochmals fallen würden, dürften sie mittelfristig weiter anziehen. Für Hinweise auf das kurzfristige Zinsverhalten gilt es, die Entwicklung des Dollar/Yen zu beachten.

Quelle: n-tv.de

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