Freitag, 02. Juli 2010
Stefan Salomon
Dax im Sägezahn-Modus
Seit August 2009 verläuft der DAX innerhalb eines Aufwärtstrendkanals (Auflagepunkte zudem im Februar und Mai 2010). Die obere Begrenzung des Trendkanals stellt hierbei einen Widerstand dar. Letztlich wäre somit eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und des Sägezahnmarktes in 2010 zu erwarten. Kurzfristig negativ wäre ein Fall unter ca. 5.800 Punkten mit nachfolgendem Test des Aufwärtstrends. Ein Break desselben und auch ein Fall unter die 5.600er Marke würde sodann kräftiges Abwärtspotential bis 5.200, im worst-case-Szenario auch bis ca. 5.000 Punkte offerieren. Eine klare Erholung hingegen aus aktueller Sicht ergibt sich erst bei einem Anstieg über die runde 6.000er Marke und folgend über das Hoch dieser Woche bei 6.097 Punkten.
Im Gegensatz zum DAX verläuft der DOW (DJIA) nicht mehr innerhalb eines Aufwärtstrends. Vielmehr besteht hier das Risiko deutlicher Verluste, da sich eine allerdings nicht idealtypische Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet hat. Ein Wochenschlußkurs aufgrund negativ aufgenommener US-Arbeitsmarktzahlen auf Jahrestiefniveau würde ein Kursziel von ca. 9.000 bis 8.800 Punkten offerieren – nur eine schnelle Erholung per Weekly-Close über der 10.000er Marke sollte eine nochmalige Ablösung von der Unterstützung bei ca. 9.835 Punkten (Tief Februar 2010) ermöglichen mit Ziel 10.500 Punkten.
Der Goldpreis verläuft seit 2005 innerhalb eines breiten, volatilen Aufwärtstrendkanals. Dessen obere Begrenzung stellt das übergeordnete Kursziel dar – mithin ergeben sich Kursziele im Bereich 1.500 USD. Etwas Vorsicht ist allerdings anzuraten. Denn in den letzten Wochen konnte zwar das letzte Hoch aus dem Dezember 2009 bei 1.225 USD überwunden werden, doch die Dynamik nach Bruch dieses Hochs überzeugt nicht. Es fehlen deutliche Anschlusskäufe. Auch die letzten Rückgänge sind ein erstes Warnsignal, dass die Aufwärtsbewegung an Kraft verliert. Langfristige Longpositionen können zwar gehalten werden, sollten aber auch strikt abgesichert werden. Erste Stops ergeben sich aus langfristiger Perspektive unter 1.145 USD.
Ihr Stefan Salomon
Anmerkung: Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.